Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz be - schlossen: Artikel 1 Dem in Berlin am 9. September 2013 unterzeichneten Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik der Philippinen zur Vermei- dung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen wird zugestimmt. Das Abkommen wird nachstehend veröffent - licht. Artikel 2 (1) Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. (2) Der Tag, an dem das Abkommen nach seinem Artikel 32 Absatz 2 in Kraft tritt, ist im Bundesgesetzblatt bekannt zu geben. Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es ist im Bundesgesetz - blatt zu verkünden. Berlin, den 27. Oktober 2014 Der Bundespräsident Joachim Gauck Die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel Der Bundesminister der Finanzen Schäuble Der Bundesminister des Auswärtigen Steinmeier 822 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 G esetz zu dem Abkom m en vom 9. Septem ber 2013 zw ischen der Bundesrepublik D eutschland und der R epublik der Philippinen zur Verm eidung der D oppelbesteuerung auf dem G ebiet der Steuern vom Einkom m en und vom Verm ögen Vom 27. O ktober 2014 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de Die Bundesrepublik Deutschland und die Republik der Philippinen – von dem Wunsch geleitet, ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkom - men und vom Vermögen zu schließen, von dem Wunsch geleitet, ihre beiderseitigen wirtschaftlichen Beziehungen weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit auf steuerlichem Gebiet zu vertiefen, um eine wirksame und genaue Steuererhebung zu gewährleisten, in der Absicht, bei der Abgrenzung der Besteuerungsrechte auf der Grundlage gegenseitigen Einvernehmens die Vermeidung der Doppelbesteuerung sowie der doppelten Nichtbesteuerung als gleich wichtige Ziele zu verfolgen – sind wie folgt übereingekommen: Artikel 1 U nter das Abkom m en fallende Personen Dieses Abkommen gilt für Personen, die in einem Vertragsstaat oder in beiden Vertragsstaaten ansässig sind. Artikel 2 U nter das Abkom m en fallende Steuern (1) Dieses Abkommen gilt, ohne Rücksicht auf die Art der Er- hebung, für Steuern vom Einkommen und vom Vermögen, die für Rechnung eines Vertragsstaats, eines seiner Länder oder einer ihrer Gebietskörperschaften erhoben werden. (2) Als Steuern vom Einkommen und vom Vermögen gelten alle Steuern, die vom Gesamteinkommen, vom Gesamtvermö - gen oder von Teilen des Einkommens oder des Vermögens er- hoben werden, einschließlich der Steuern vom Gewinn aus der Veräußerung beweglichen oder unbeweglichen Vermögens, der Lohnsummensteuern sowie der Steuern vom Vermögenszu - wachs. (3) Zu den zurzeit bestehenden Steuern, für die dieses Ab - kommen gilt, gehören insbesondere: a) in der Republik der Philippinen: i) die Steuer auf das Einkommen natürlicher Personen („income tax on individuals“), ii) die Steuer auf das Einkommen von Körperschaften („income tax on corporations“), The Federal Republic of Germany and the Republic of the Philippines – Desiring to conclude an Agreement for the Avoidance of Dou - ble Taxation with Respect to Taxes on Income and on Capital, Desiring to develop further their mutual economic relations and to deepen cooperation in the field of taxation for the purpose of ensuring the effective and correct collection of tax, With the intention of pursuing the avoidance of cases of dou - ble taxation as well as of double non-taxation when distinguish - ing the rights to taxation on the basis of mutual agreement as equally important objectives – Have agreed as follows: Article 1 Personal Scope This Agreement shall apply to persons who are residents of one or both of the Contracting States. Article 2 Taxes C overed (1) This Agreement shall apply to taxes on income and on capital imposed on behalf of a Contracting State, of a Land or a political subdivision or local authority thereof, irrespective of the manner in which they are levied. (2) There shall be regarded as taxes on income and on capi- tal all taxes imposed on total income, on total capital, or on ele - ments of income or of capital, including taxes on gains from the alienation of movable or immovable property, taxes on the total amounts of wages or salaries paid by enterprises, as well as tax - es on capital appreciation. (3) The existing taxes to which this Agreement shall apply are in particular: (a) in the Republic of the Philippines: (i) the income tax on individuals; (ii) the income tax on corporations; Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 823 Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik der Philippinen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen Agreement between the Federal Republic of Germany and the Republic of the Philippines for the Avoidance of Double Taxation with respect to Taxes on Income and on Capital Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de iii) die Steuer auf das Einkommen von Nachlässen und Treu - handvermögen („income tax on estates and trusts“) und iv) die Börsentransaktionssteuer („stock transaction tax“) (im Folgenden als „philippinische Steuer“ bezeichnet); b) in der Bundesrepublik Deutschland: i) die Einkommensteuer, ii) die Körperschaftsteuer, iii) die Gewerbesteuer und iv) die Vermögensteuer, einschließlich der hierauf erhobenen Zuschläge (im Folgenden als „deutsche Steuer“ bezeichnet). (4) Das Abkommen gilt auch für alle Steuern gleicher oder im Wesentlichen ähnlicher Art, die nach der Unterzeichnung des Ab - kommens neben den bestehenden Steuern oder an deren Stelle erhoben werden. Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten teilen einander die in ihren Steuergesetzen eingetretenen wesent- lichen Änderungen mit. Artikel 3 Allgem eine Begriffsbestim m ungen (1) Im Sinne dieses Abkommens, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfordert, a) bedeutet der Ausdruck „Philippinen“ die Republik der Philip - pinen und, wenn im geografischen Sinn verwendet, den Archipel der Republik der Philippinen wie er in ihrer Verfas - sung und ihren Gesetzen festgeschrieben ist, einschließlich angrenzender Gebiete sowie anderer Gebiete des Meeres und des Luftraums, in denen die Philippinen nach dem Völ- kerrecht souveräne Rechte, Hoheitsbefugnisse oder ähnliche Rechte ausüben; b) bedeutet der Ausdruck „Bundesrepublik Deutschland“ die Bundesrepublik Deutschland und, wenn im geografischen Sinn verwendet, das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland sowie das an das Küstenmeer angrenzende Ge - biet des Meeresbodens, seines Untergrunds und der darü - ber liegenden Wassersäule, soweit Deutschland dort in Über- einstimmung mit dem Völkerrecht und seinen innerstaatlichen Rechtsvorschriften souveräne Rechte und Hoheitsbefugnisse zum Zwecke der Erforschung, Ausbeutung, Erhaltung und Bewirtschaftung der lebenden und nicht lebenden natürlichen Ressourcen oder zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ausübt; c) bedeuten die Ausdrücke „ein Vertragsstaat“ und „der andere Vertragsstaat“ je nach dem Zusammenhang die Bundes - republik Deutschland oder die Philippinen; d) umfasst der Ausdruck „Person“ natürliche Personen, Nach - lässe, Treuhandvermögen, Gesellschaften und alle anderen Personenvereinigungen; e) bedeutet der Ausdruck „Gesellschaft“ eine juristische Person oder einen Rechtsträger, der für die Besteuerung wie eine juristische Person behandelt wird; f) bedeuten die Ausdrücke „Unternehmen eines Vertragsstaats“ und „Unternehmen des anderen Vertragsstaats“, je nachdem, ein Unternehmen, das von einer in einem Vertragsstaat an - sässigen Person betrieben wird, oder ein Unternehmen, das von einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person be - trieben wird; g) bedeutet der Ausdruck „internationaler Verkehr“ jede Beför- derung mit einem Seeschiff oder einem Luftfahrzeug, das von einem Unternehmen eines Vertragsstaats betrieben wird, es sei denn, das Seeschiff oder Luftfahrzeug wird ausschließlich zwischen Orten im anderen Vertragsstaat betrieben; (iii)the income tax on estates and trusts, and (iv)the stock transaction tax (hereinafter referred to as “Philippine tax”); (b) in the Federal Republic of Germany: (i) the income tax (Einkommensteuer); (ii) the corporation tax (Körperschaftsteuer); (iii)the trade tax (Gewerbesteuer), and (iv)the capital tax (Vermögensteuer) including the supplements levied thereon (hereinafter referred to as “German tax”). (4) This Agreement shall apply also to any identical or sub - stantially similar taxes which are imposed after the date of signa - ture of this Agreement in addition to, or in place of, the existing taxes. The competent authorities of the Contracting States shall notify each other the significant changes which have been made in their respective taxation laws. Article 3 G eneral D efinitions (1) For the purposes of this Agreement, unless the context otherwise requires: (a) the term “Philippines” means the Republic of the Philippines, and when used in a geographical sense means the archipel- agic territory comprising the Republic of the Philippines as defined in its Constitution and laws, including adjacent areas and such other areas in the sea and in the air within which the Philippines has sovereignty, jurisdiction or similar rights under international law; (b) the term “Federal Republic of Germany” means the Federal Republic of Germany, and when used in a geographical sense means the territory of the Federal Republic of Germany as well as the area of the sea-bed, its sub-soil and the super- jacent water column adjacent to the territorial sea, insofar as Germany may exercise sovereign rights and jurisdiction in conformity with international law and its national legislation for the purpose of exploring, exploiting, conserving and man - aging the living and non-living natural resources or for the production of energy from renewable sources; (c) the terms “a Contracting State” and “the other Contracting State” mean the Federal Republic of Germany or the Philip - pines as the context requires; (d) the term “person” includes an individual, an estate, a trust, a company and any other body of persons; (e) the term “company” means any body corporate or any enti- ty which is treated as a body corporate for tax purposes; (f) the terms “enterprise of a Contracting State” and “enterprise of the other Contracting State” mean respectively an enter- prise carried on by a resident of a Contracting State or an en - terprise carried on by a resident of the other Contracting State; (g) the term “international traffic” means any transport by a ship or aircraft operated by an enterprise of a Contracting State, except when the ship or aircraft is operated solely between places in the other Contracting State; 824 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de h) bedeutet der Ausdruck „Staatsangehöriger“ i) in Bezug auf die Republik der Philippinen alle natürlichen Personen, die die philippinische Staats - angehörigkeit besitzen, sowie alle juristischen Personen, Personengesellschaften oder anderen Personenvereini- gungen, die nach dem in den Philippinen geltenden Recht errichtet worden sind; ii) in Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland alle Deutschen im Sinne des Grundgesetzes für die Bun - desrepublik Deutschland sowie alle juristischen Personen, Personengesellschaften und anderen Personenvereini- gungen, die nach dem in der Bundesrepublik Deutsch - land geltenden Recht errichtet worden sind; i) bedeutet der Ausdruck „zuständige Behörde“ i) in den Philippinen den Finanzminister oder seinen Bevoll- mächtigten; ii) in der Bundesrepublik Deutschland das Bundesministe - rium der Finanzen oder die Behörde, an die es seine Be - fugnisse delegiert hat. (2) Bei der Anwendung dieses Abkommens durch einen Ver- tragsstaat hat, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfor- dert, jeder im Abkommen nicht definierte Ausdruck die Bedeu - tung, die ihm im Anwendungszeitraum nach dem Recht dieses Staates über die Steuern zukommt, für die dieses Abkommen gilt, wobei die Bedeutung nach dem in diesem Staat anzuwen - denden Steuerrecht den Vorrang vor einer Bedeutung hat, die der Ausdruck nach anderem Recht dieses Staates hat. Artikel 4 Ansässige Person (1) Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck „eine in einem Vertragsstaat ansässige Person“ eine Person, die nach dem Recht dieses Staates dort aufgrund ihres Wohnsitzes, ihres ständigen Aufenthalts, des Ortes ihrer Geschäftsleitung, des Or- tes ihrer Gründung oder eines anderen ähnlichen Merkmals steu - erpflichtig ist, und umfasst auch diesen Staat, seine Länder und ihre Gebietskörperschaften. (2) Ist nach Absatz 1 eine natürliche Person in beiden Ver- tragsstaaten ansässig, so gilt Folgendes: a) Die Person gilt als nur in dem Staat ansässig, in dem sie über eine ständige Wohnstätte verfügt; verfügt sie in beiden Staa - ten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als nur in dem Staat ansässig, zu dem sie die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen hat (Mittelpunkt der Lebens - interessen); b) kann nicht bestimmt werden, in welchem Staat die Person den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen hat, oder verfügt sie in keinem der Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als nur in dem Staat ansässig, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat; c) hat die Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt in beiden Staa - ten oder in keinem der Staaten, so gilt sie als nur in dem Staat ansässig, dessen Staatsangehöriger sie ist; d) ist die Person Staatsangehöriger beider Staaten oder keines der Staaten, so regeln die zuständigen Behörden der Ver- tragsstaaten die Frage in gegenseitigem Einvernehmen. (3) Ist nach Absatz 1 eine andere als eine natürliche Person in beiden Vertragsstaaten ansässig, so gilt sie als nur in dem Staat ansässig, in dem sich der Ort ihrer tatsächlichen Geschäfts - leitung befindet. Kann nicht bestimmt werden, in welchem Staat sich der Ort ihrer tatsächlichen Geschäftsleitung befindet, so regeln die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten die Frage in gegenseitigem Einvernehmen. (h) the term “national” means: (i) in respect of the Republic of the Philippines any individual possessing the nationality of the Philip - pines, and any legal person, partnership or association deriving its status as such from the laws in force in the Philippines; (ii) in respect of the Federal Republic of Germany any German within the meaning of the Basic Law for the Federal Republic of Germany and any legal person, part- nership and association deriving its status as such from the laws in force in the Federal Republic of Germany; (i) the term “competent authority” means: (i) in the case of the Philippines, the Secretary of Finance or his/her authorized representative; (ii) in the case of the Federal Republic of Germany the Fed - eral Ministry of Finance or the agency to which it has del- egated its powers. (2) As regards the application of this Agreement at any time by a Contracting State any term not defined therein shall, unless the context otherwise requires, have the meaning that it has at that time under the law of that State for the purposes of the tax - es to which this Agreement applies, any meaning under the ap - plicable tax laws of that State prevailing over a meaning given to the term under other laws of that State. Article 4 Resident (1) For the purposes of this Agreement, the term “resident of a Contracting State” means any person who, under the laws of that State, is liable to tax therein by reason of his domicile, resi- dence, place of management, place of incorporation or any oth - er criterion of a similar nature, and also includes that State, a Land and any political subdivision or local authority thereof. (2) Where by reason of the provisions of paragraph 1 an indi- vidual is a resident of both Contracting States, then his status shall be determined as follows: (a) he shall be deemed to be a resident only of the State in which he has a permanent home available to him; if he has a perma - nent home available to him in both States, he shall be deemed to be a resident only of the State with which his per- sonal and economic relations are closer (centre of vital inter- ests); (b) if the State in which he has his centre of vital interests cannot be determined, or if he has not a permanent home available to him in either State, he shall be deemed to be a resident only of the State in which he has an habitual abode; (c) if he has an habitual abode in both States or in neither of them, he shall be deemed to be a resident only of the State of which he is a national; (d) if he is a national of both States or of neither of them, the competent authorities of the Contracting States shall settle the question by mutual agreement. (3) Where by reason of the provisions of paragraph 1 a per- son other than an individual is a resident of both Contracting States, then it shall be deemed to be a resident only of the State in which its place of effective management is situated. If the State in which its place of effective management is situated can - not be determined, the competent authorities of the Contracting States shall settle the question by mutual agreement. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 825 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de (4) Eine Personengesellschaft gilt als in der Bundesrepublik Deutschland ansässig, sofern sich der Ort ihrer tatsächlichen Ge - schäftsleitung dort befindet. Artikel 5 Betriebsstätte (1) Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck „Betriebsstätte“ eine feste Geschäftseinrichtung, durch die die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens ganz oder teilweise aus - geübt wird. (2) Der Ausdruck „Betriebsstätte“ umfasst insbesondere a) einen Ort der Leitung, b) eine Zweigniederlassung, c) eine Geschäftsstelle, d) eine Fabrikationsstätte, e) eine Werkstätte und f) ein Bergwerk, ein Öl- oder Gasvorkommen, einen Steinbruch oder eine andere Stätte der Ausbeutung natürlicher Ressour- cen. (3) Der Ausdruck „Betriebsstätte“ umfasst überdies: a) eine Bauausführung oder Montage oder damit zusammen - hängende Aufsichtstätigkeiten, jedoch nur dann, wenn diese Bauausführung, Montage oder Tätigkeit die Dauer von sechs Monaten überschreitet; b) die Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich Bera - tungsleistungen, durch ein Unternehmen mithilfe von Ange - stellten oder anderen von dem Unternehmen für diesen Zweck verpflichteten Mitarbeitern, jedoch nur, wenn Tätig - keiten dieser Art (für dasselbe oder ein damit verbundenes Vorhaben) in einem Vertragsstaat innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten insgesamt mehr als sechs Monate an - dauern. (4) Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen dieses Arti- kels gelten nicht als Betriebsstätten: a) Einrichtungen, die ausschließlich zur Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung von Gütern oder Waren des Unternehmens benutzt werden; b) Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschließlich zur Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung unterhalten werden; c) Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschließlich zu dem Zweck unterhalten werden, durch ein anderes Unternehmen bearbeitet oder verarbeitet zu werden; d) eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschließlich zu dem Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen Güter oder Waren einzukaufen oder Informationen zu beschaffen; e) eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschließlich zu dem Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen andere Tätig - keiten auszuüben, die vorbereitender Art sind oder eine Hilfs - tätigkeit darstellen; f) eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschließlich zu dem Zweck unterhalten wird, mehrere der unter den Buchstaben a bis e genannten Tätigkeiten auszuüben, vorausgesetzt, dass die sich daraus ergebende Gesamttätigkeit der festen Ge - schäftseinrichtung vorbereitender Art ist oder eine Hilfstätig - keit darstellt. (5) Ist eine Person – mit Ausnahme eines unabhängigen Ver- treters im Sinne des Absatzes 6 – für ein Unternehmen tätig und besitzt sie in einem Vertragsstaat die Vollmacht, im Namen des Unternehmens Verträge abzuschließen, und übt sie die Vollmacht dort gewöhnlich aus, so wird das Unternehmen ungeachtet der Absätze 1 und 2 so behandelt, als habe es in diesem Staat für alle von der Person für das Unternehmen ausgeübten Tätig- keiten eine Betriebsstätte, es sei denn, diese Tätigkeiten be - (4) A partnership is deemed to be a resident of the Federal Re - public of Germany if its place of effective management is situat- ed therein. Article 5 Perm anent Establishm ent (1) For the purposes of this Agreement, the term “permanent establishment” means a fixed place of business through which the business of an enterprise is wholly or partly carried on. (2) The term “permanent establishment” includes especially: (a) a place of management; (b) a branch; (c) an office; (d) a factory; (e) a workshop, and (f) a mine, an oil or gas well, a quarry or any other place of ex - traction of natural resources. (3) The term “permanent establishment” also encompasses: (a) A building site, a construction, assembly or installation proj- ect or supervisory activities in connection therewith, but only if such site, project or activities last more than six months; (b) The furnishing of services, including consultancy services, by an enterprise through employees or other personnel engaged by the enterprise for such purpose, but only if activities of that nature continue (for the same or a connected project) within a Contracting State for a period or periods aggregating more than six months within any twelve-month period. (4) Notwithstanding the preceding provisions of this Article, the term “permanent establishment” shall be deemed not to in - clude: (a) the use of facilities solely for the purpose of storage, display or delivery of goods or merchandise belonging to the enter- prise; (b) the maintenance of a stock of goods or merchandise belong - ing to the enterprise solely for the purpose of storage, dis - play or delivery; (c) the maintenance of a stock of goods or merchandise belong - ing to the enterprise solely for the purpose of processing by another enterprise; (d) the maintenance of a fixed place of business solely for the purpose of purchasing goods or merchandise or of collect- ing information, for the enterprise; (e) the maintenance of a fixed place of business solely for the purpose of carrying on, for the enterprise, any other activity of a preparatory or auxiliary character; (f) the maintenance of a fixed place of business solely for any combination of activities mentioned in sub-paragraphs (a) to (e), provided that the overall activity of the fixed place of busi- ness resulting from this combination is of a preparatory or auxiliary character. (5) Notwithstanding the provisions of paragraphs 1 and 2, where a person – other than an agent of an independent status to whom paragraph 6 applies – is acting on behalf of an enterprise and has, and habitually exercises, in a Contracting State an authority to conclude contracts in the name of the enterprise, that enterprise shall be deemed to have a permanent establishment in that State in respect of any activities which that person undertakes for the enterprise, unless the activities of such 826 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de schränken sich auf die im Absatz 4 genannten Tätigkeiten, die, würden sie durch eine feste Geschäftseinrichtung ausgeübt, die - se Einrichtung nach dem genannten Absatz nicht zu einer Be - triebsstätte machten. (6) Ein Unternehmen wird nicht schon deshalb so behandelt, als habe es eine Betriebsstätte in einem Vertragsstaat, weil es dort seine Geschäftstätigkeit durch einen Makler, Kommissionär oder einen anderen unabhängigen Vertreter ausübt, sofern diese Personen im Rahmen ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit han - deln. (7) Allein dadurch, dass eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft eine Gesellschaft beherrscht oder von einer Gesell- schaft beherrscht wird, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort (entweder durch eine Betriebsstätte oder auf andere Weise) ihre Geschäftstätigkeit ausübt, wird keine der beiden Ge - sellschaften zur Betriebsstätte der anderen. Artikel 6 Einkünfte aus unbew eglichem Verm ögen (1) Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Per- son aus unbeweglichem Vermögen (einschließlich der Einkünfte aus land- und forstwirtschaftlichen Betrieben) bezieht, das im an - deren Vertragsstaat liegt, können im anderen Staat besteuert werden. (2) Der Ausdruck „unbewegliches Vermögen“ hat die Bedeu - tung, die ihm nach dem Recht des Vertragsstaats zukommt, in dem das Vermögen liegt. Der Ausdruck umfasst in jedem Fall das Zubehör zum unbeweglichen Vermögen, das lebende und tote Inventar land- und forstwirtschaftlicher Betriebe, die Rechte, für die die Vorschriften des Privatrechts über Grundstücke gelten, Nutzungsrechte an unbeweglichem Vermögen sowie Rechte auf veränderliche oder feste Vergütungen für die Ausbeutung oder das Recht auf Ausbeutung von Mineralvorkommen, Quellen und anderen natürlichen Ressourcen; Schiffe und Luftfahrzeuge gelten nicht als unbewegliches Vermögen. (3) Absatz 1 gilt für Einkünfte aus der unmittelbaren Nutzung, der Vermietung oder Verpachtung sowie jeder anderen Art der Nutzung unbeweglichen Vermögens. (4) Die Absätze 1 und 3 gelten auch für Einkünfte aus unbe - weglichem Vermögen eines Unternehmens und für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen, das der Ausübung einer selbstän - digen Arbeit dient. Artikel 7 U nternehm ensgew inne (1) Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats kön - nen nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, das Un - ternehmen übt seine Geschäftstätigkeit im anderen Vertragsstaat durch eine dort gelegene Betriebsstätte aus. Übt das Unterneh - men seine Geschäftstätigkeit auf diese Weise aus, so können die Gewinne des Unternehmens im anderen Staat besteuert werden, jedoch nur insoweit, als sie dieser Betriebsstätte zugerechnet werden können. (2) Übt ein Unternehmen eines Vertragsstaats seine Ge - schäftstätigkeit im anderen Vertragsstaat durch eine dort gele - gene Betriebsstätte aus, so werden vorbehaltlich des Absatzes 3 in jedem Vertragsstaat dieser Betriebsstätte die Gewinne zuge - rechnet, die sie hätte erzielen können, wenn sie eine gleiche oder ähnliche Tätigkeit unter gleichen oder ähnlichen Bedingungen als selbständiges Unternehmen ausgeübt hätte und im Verkehr mit dem Unternehmen, dessen Betriebsstätte sie ist, völlig unabhän - gig gewesen wäre. (3) Bei der Ermittlung der Gewinne einer Betriebsstätte wer- den die für die Geschäftstätigkeit dieser Betriebsstätte entstan - denen Aufwendungen, einschließlich der Geschäftsführungs- und allgemeinen Verwaltungskosten, zum Abzug zugelassen, gleichgültig, ob sie in dem Staat, in dem die Betriebsstätte liegt, oder anderswo entstanden sind. Nicht zum Abzug zugelassen person are limited to those mentioned in paragraph 4 which, if exercised through a fixed place of business, would not make this fixed place of business a permanent establishment under the provisions of that paragraph. (6) An enterprise shall not be deemed to have a permanent establishment in a Contracting State merely because it carries on business in that State through a broker, general commission agent or any other agent of an independent status, provided that such persons are acting in the ordinary course of their business. (7) The fact that a company which is a resident of a Contract- ing State controls or is controlled by a company which is a resi- dent of the other Contracting State or which carries on business in that other State (whether through a permanent establishment or otherwise), shall not of itself constitute either company a per- manent establishment of the other. Article 6 Incom e from Im m ovable Property (1) Income derived by a resident of a Contracting State from immovable property (including income from agriculture or forestry) situated in the other Contracting State may be taxed in that other State. (2) The term “immovable property” shall have the meaning which it has under the law of the Contracting State in which the property in question is situated. The term shall in any case in - clude property accessory to immovable property, livestock and equipment used in agriculture and forestry, rights to which the provisions of general law respecting landed property apply, usufruct of immovable property and rights to variable or fixed payments as consideration for the working of, or the right to work, mineral deposits, sources and other natural resources; ships and aircraft shall not be regarded as immovable property. (3) The provisions of paragraph 1 shall apply to income de - rived from the direct use, letting, or use in any other form of im - movable property. (4) The provisions of paragraphs 1 and 3 shall also apply to the income from immovable property of an enterprise and to income from immovable property used for the performance of independent personal services. Article 7 Business Profits (1) The profits of an enterprise of a Contracting State shall be taxable only in that State unless the enterprise carries on busi- ness in the other Contracting State through a permanent estab - lishment situated therein. If the enterprise carries on business as aforesaid, the profits of the enterprise may be taxed in the other State but only so much of them as is attributable to that perma - nent establishment. (2) Subject to the provisions of paragraph 3, where an enter- prise of a Contracting State carries on business in the other Con - tracting State through a permanent establishment situated there - in, there shall in each Contracting State be attributed to that permanent establishment the profits which it might be expected to make if it were a distinct and separate enterprise engaged in the same or similar activities under the same or similar condi- tions and dealing wholly independently with the enterprise of which it is a permanent establishment. (3) In the determination of the profits of a permanent estab - lishment, there shall be allowed as deductions expenses which are incurred for the purposes of the business of the permanent establishment including executive and general administrative ex - penses so incurred, whether in the State in which the permanent establishment is situated or elsewhere. However, no such Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 827 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de sind dagegen Beträge, die die Betriebsstätte (nicht zur Erstat- tung tatsächlicher Aufwendungen) als Lizenzgebühren, Vergü - tungen oder andere vergleichbare Zahlungen für die Nutzung von Patenten oder anderen Rechten oder als Provisionen für be - stimmte Dienstleistungen oder für eine Geschäftsführungstätig - keit oder, ausgenommen Kreditinstitute, als Zinsen für der Betriebsstätte gewährte Darlehen gegebenenfalls an das Stamm - haus des Unternehmens oder an eine seiner sonstigen Ge - schäftsstellen entrichtet. Desgleichen bleiben bei der Ermittlung der Gewinne einer Betriebsstätte Beträge unberücksichtigt, die die Betriebsstätte dem Stammhaus des Unternehmens oder einer seiner sonstigen Geschäftsstellen (nicht zur Erstattung tat- sächlicher Aufwendungen) als Lizenzgebühren, Vergütungen oder andere vergleichbare Zahlungen für die Nutzung von Paten - ten oder anderen Rechten oder als Provisionen für bestimmte Dienstleistungen oder für eine Geschäftsführungstätigkeit oder, ausgenommen Kreditinstitute, als Zinsen für dem Stammhaus oder einer seiner sonstigen Geschäftsstellen gewährte Darlehen in Rechnung stellt. (4) Soweit es in einem Vertragsstaat üblich ist, die einer Be - triebsstätte zuzurechnenden Gewinne durch Aufteilung der Ge - samtgewinne des Unternehmens auf seine einzelnen Teile zu er- mitteln, schließt Absatz 2 nicht aus, dass dieser Vertragsstaat die zu besteuernden Gewinne nach der üblichen Aufteilung ermittelt; die gewählte Gewinnaufteilung muss jedoch derart sein, dass das Ergebnis mit den Grundsätzen dieses Artikels übereinstimmt. (5) Aufgrund des bloßen Einkaufs von Gütern oder Waren für das Unternehmen wird einer Betriebsstätte kein Gewinn zuge - rechnet. (6) Bei der Anwendung der vorstehenden Absätze dieses Artikels sind die der Betriebsstätte zuzurechnenden Gewinne je - des Jahr auf dieselbe Art zu ermitteln, es sei denn, dass ausrei- chende Gründe dafür bestehen, anders zu verfahren. (7) Gehören zu den Gewinnen Einkünfte, die in anderen Arti- keln dieses Abkommens behandelt werden, so werden die Be - stimmungen jener Artikel durch die Bestimmungen dieses Arti- kels nicht berührt. Artikel 8 Seeschifffahrt und Luftfahrt (1) Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats aus dem Betrieb von Seeschiffen oder Luftfahrzeugen im internatio - nalen Verkehr werden in diesem Staat besteuert. (2) Gewinne aus dem Betrieb von Seeschiffen oder Luftfahr- zeugen im internationalen Verkehr, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats erzielt und die aus dem anderen Vertragsstaat stammen, können jedoch im anderen Staat besteuert werden; die Steuer darf aber den jeweils niedrigeren der nachstehenden Sätze nicht übersteigen: a) eineinhalb Prozent der Bruttoeinnahmen aus Quellen im an - deren Staat oder b) den niedrigsten Satz, den die Philippinen auf Gewinne glei- cher Art, die unter vergleichbaren Umständen von einer in einem Drittland ansässigen Person erzielt werden, erheben können. (3) Befindet sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung eines Unternehmens der Seeschifffahrt an Bord eines Schiffes, so gilt er als in dem Vertragsstaat gelegen, in dem der Heimat - hafen des Schiffes liegt, oder, wenn kein Heimathafen vorhan - den ist, in dem Vertragsstaat, in dem die Person ansässig ist, die das Schiff betreibt. (4) Absätze 1 und 2 gelten auch für Gewinne aus der Beteili- gung an einem Pool, einer Betriebsgemeinschaft oder einer in - ternationalen Betriebsstelle. deduction shall be allowed in respect of amounts, if any, paid (otherwise than towards reimbursement of actual expenses) by the permanent establishment to the head office of the enterprise or any of its other offices, by way of royalties, fees, or other sim - ilar payments in return for the use of patents or other rights, or by way of commission, for specific services performed or for man - agement, or, except in the case of a banking enterprise, by way of interest on moneys lent to the permanent establishment. Like - wise, no account shall be taken, in the determination of the prof- its of a permanent establishment, for amounts charged (other- wise than towards reimbursement of actual expenses), by the permanent establishment to the head office of the enterprise or any of its other offices, by way of royalties, fees or other similar payments in return for the use of patents or other rights, or by way of commission for specific services performed or for man - agement, or, except in the case of a banking enterprise by way of interest on moneys lent to the head office of the enterprise or any of its other offices. (4) Insofar as it has been customary in a Contracting State to determine the profits to be attributed to a permanent establish - ment on the basis of an apportionment of the total profits of the enterprise to its various parts, nothing in paragraph 2 shall pre - clude that Contracting State from determining the profits to be taxed by such an apportionment as may be customary; the method of apportionment adopted shall, however, be such that the result shall be in accordance with the principles contained in this Article. (5) No profits shall be attributed to a permanent establishment by reason of the mere purchase by that permanent establishment of goods or merchandise for the enterprise. (6) For the purposes of the preceding paragraphs of this Arti- cle, the profits to be attributed to the permanent establishment shall be determined by the same method year by year unless there is good and sufficient reason to the contrary. (7) Where profits include items of income which are dealt with separately in other Articles of this Agreement, then the provisions of those Articles shall not be affected by the provisions of this Article. Article 8 Shipping and Air Transport (1) Profits from the operation of ships or aircraft in internation - al traffic derived by an enterprise of a Contracting State shall be taxable in that State. (2) However, profits from the operation of ships or aircraft in international traffic derived by an enterprise of a Contracting State and arising in the other Contracting State may be taxed in that other State but the tax so charged shall not exceed the less - er of: (a) one and one-half percent of the gross revenues derived from sources in that other State; or (b) the lowest rate that may be imposed by the Philippines on profits of the same kind derived under similar circumstances by a resident of a third State. (3) If the place of effective management of a shipping enter- prise is aboard a ship, then it shall be deemed to be situated in the Contracting State in which the home harbour of the ship is situated, or, if there is no such home harbour, in the Contracting State of which the operator of the ship is a resident. (4) The provisions of paragraphs 1 and 2 shall also apply to profits from the participation in a pool, a joint business or an in - ternational operating agency. 828 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de Artikel 9 Verbundene U nternehm en (1) Wenn a) ein Unternehmen eines Vertragsstaats unmittelbar oder mit- telbar an der Geschäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapi- tal eines Unternehmens des anderen Vertragsstaats beteiligt ist oder b) dieselben Personen unmittelbar oder mittelbar an der Ge - schäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapital eines Unter- nehmens eines Vertragsstaats und eines Unternehmens des anderen Vertragsstaats beteiligt sind und in diesen Fällen die beiden Unternehmen in ihren kaufmän - nischen oder finanziellen Beziehungen an vereinbarte oder aufer- legte Bedingungen gebunden sind, die von denen abweichen, die unabhängige Unternehmen miteinander vereinbaren würden, dürfen die Gewinne, die eines der Unternehmen ohne diese Be - dingungen erzielt hätte, wegen dieser Bedingungen aber nicht erzielt hat, den Gewinnen dieses Unternehmens zugerechnet und entsprechend besteuert werden. (2) Werden in einem Vertragsstaat den Gewinnen eines Unter- nehmens dieses Staates Gewinne zugerechnet – und entspre - chend besteuert –, mit denen ein Unternehmen des anderen Ver- tragsstaats in diesem Staat besteuert worden ist, und handelt es sich bei den zugerechneten Gewinnen um solche, die das Un - ternehmen des erstgenannten Staates erzielt hätte, wenn die zwi- schen den beiden Unternehmen vereinbarten Bedingungen die gleichen gewesen wären, die unabhängige Unternehmen mitei- nander vereinbaren würden, so nimmt der andere Staat eine ent- sprechende Änderung der dort von diesen Gewinnen erhobenen Steuer vor. Bei dieser Änderung sind die übrigen Bestimmungen dieses Abkommens zu berücksichtigen; erforderlichenfalls wer- den die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten einander kon - sultieren. Artikel 1 0 D ividenden (1) Dividenden, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Ge - sellschaft an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person zahlt, können im anderen Staat besteuert werden. (2) Diese Dividenden können jedoch auch in dem Vertrags - staat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ansässig ist, nach dem Recht dieses Staates besteuert werden; die Steu - er darf aber, wenn der Nutzungsberechtigte der Dividenden eine in dem anderen Vertragsstaat ansässige Person ist, nicht über- steigen: a) 5 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden, wenn der Nut- zungsberechtigte eine Gesellschaft (jedoch keine Personen - gesellschaft) ist, die unmittelbar über mindestens 70 Prozent des Kapitals der die Dividenden zahlenden Gesellschaft ver- fügt; b) 10 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden, wenn der Nut- zungsberechtigte eine Gesellschaft (jedoch keine Personen - gesellschaft) ist, die unmittelbar über mindestens 25 Prozent des Kapitals der die Dividenden zahlenden Gesellschaft ver- fügt; c) 15 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden in allen anderen Fällen. Dieser Absatz berührt nicht die Besteuerung der Gesellschaft in Bezug auf die Gewinne, aus denen die Dividenden gezahlt wer- den. (3) Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck „Dividenden“ bedeutet Einkünfte aus Aktien, Genussrechten oder Genuss - scheinen, Kuxen, Gründeranteilen oder anderen Rechten (aus - genommen Forderungen) mit Gewinnbeteiligung sowie sonstige Einkünfte, die nach dem Recht des Staates, in dem die ausschüt- tende Gesellschaft ansässig ist, den Einkünften aus Aktien steu - Article 9 Associated Enterprises (1) Where (a) an enterprise of a Contracting State participates directly or indirectly in the management, control or capital of an enter- prise of the other Contracting State, or (b) the same persons participate directly or indirectly in the man - agement, control or capital of an enterprise of a Contracting State and an enterprise of the other Contracting State, and in either case conditions are made or imposed between the two enterprises in their commercial or financial relations which differ from those which would be made between independent enterprises, then any profits which would, but for those conditions, have accrued to one of the enterprises, but, by reason of those conditions, have not so accrued, may be included in the profits of that enterprise and taxed accordingly. (2) Where a Contracting State includes in the profits of an en - terprise of that State – and taxes accordingly – profits on which an enterprise of the other Contracting State has been charged to tax in that other State and the profits so included are profits which would have accrued to the enterprise of the first-men - tioned State if the conditions made between the two enterprises had been those which would have been made between inde - pendent enterprises, then that other State shall make an appro - priate adjustment to the amount of the tax charged therein on those profits. In determining such adjustment, due regard shall be had to the other provisions of this Agreement and the compe - tent authorities of the Contracting States shall, if necessary, con - sult each other. Article 1 0 D ividends (1) Dividends paid by a company which is a resident of a Con - tracting State to a resident of the other Contracting State may be taxed in that other State. (2) However, such dividends may also be taxed in the Con - tracting State of which the company paying the dividends is a resident and according to the laws of that State, but if the bene - ficial owner of the dividends is a resident of the other Contract- ing State, the tax so charged shall not exceed: (a) 5 per cent of the gross amount of the dividends if the bene - ficial owner is a company (other than a partnership) which holds directly at least 70 per cent of the capital of the compa - ny paying the dividends; (b) 10 per cent of the gross amount of the dividends if the ben - eficial owner is a company (other than a partnership) which holds directly at least 25 per cent of the capital of the compa - ny paying the dividends; (c) 15 per cent of the gross amount of the dividends in all other cases. This paragraph shall not affect the taxation of the company in respect of the profits out of which the dividends are paid. (3) The term “dividends” as used in this Article means income from shares, “jouissance” shares or “jouissance” rights, mining shares, founders' shares or other rights not being debt-claims, participating in profits, as well as other income which is subject- ed to the same taxation treatment as income from shares by the laws of the State of which the company making the distribution Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 829 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de erlich gleichgestellt sind, sowie Ausschüttungen auf Anteilschei- ne an einem Investmentvermögen. (4) Die Absätze 1 und 2 sind nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ansässig ist, eine Geschäftstätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbständige Arbeit durch eine dort ge - legene feste Einrichtung ausübt und die Beteiligung, für die die Dividenden gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört. In diesem Fall ist Artikel 7 bezie - hungsweise Artikel 14 anzuwenden. (5) Erzielt eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft Gewinne oder Einkünfte aus dem anderen Vertragsstaat, so darf dieser andere Staat weder die von der Gesellschaft gezahlten Di- videnden besteuern, es sei denn, dass diese Dividenden an eine im anderen Staat ansässige Person gezahlt werden oder dass die Beteiligung, für die die Dividenden gezahlt werden, tatsäch - lich zu einer im anderen Staat gelegenen Betriebsstätte oder fes - ten Einrichtung gehört, noch Gewinne der Gesellschaft einer Steuer für nichtausgeschüttete Gewinne unterwerfen, selbst wenn die gezahlten Dividenden oder die nicht ausgeschütteten Gewinne ganz oder teilweise aus im anderen Staat erzielten Ge - winnen oder Einkünften bestehen. (6) Dieser Artikel hindert die Vertragsstaaten nicht daran, ne - ben der Steuer auf das Einkommen von Körperschaften eine Steuer auf die Abführung von Gewinnen von einer Zweignieder- lassung an ihr Stammhaus zu erheben, sofern die Steuer 10 Pro - zent des abgeführten Betrags nicht übersteigt. Artikel 1 1 Zinsen (1) Zinsen, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden, kön - nen im anderen Staat besteuert werden. (2) Diese Zinsen können jedoch auch in dem Vertragsstaat, aus dem sie stammen, nach dem Recht dieses Staates besteu - ert werden; die Steuer darf aber, wenn der Nutzungsberechtigte der Zinsen im anderen Vertragsstaat ansässig ist, 10 Prozent des Bruttobetrags der Zinsen nicht übersteigen. (3) Ungeachtet des Absatzes 2 gilt Folgendes: a) Zinsen, die aus der Bundesrepublik Deutschland stammen und an die Regierung der Philippinen und die Bangko Sentral Ng Pilipinas gezahlt werden, sind von der deutschen Steuer befreit; b) Zinsen, die aus den Philippinen stammen und für ein durch Gewährleistungen der Bundesrepublik Deutschland für Aus - fuhren oder Direktinvestitionen im Ausland gedecktes Darle - hen oder an die Regierung der Bundesrepublik Deutschland, die Deutsche Bundesbank, die Kreditanstalt für Wiederauf- bau oder die DEG – Deutsche Investitions- und Entwick - lungsgesellschaft mbH gezahlt werden, sind von der philippi - nischen Steuer befreit. (4) Ungeachtet des Absatzes 2 können Zinsen im Sinne des Absatzes 1 nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Empfänger ansässig ist, wenn der Empfänger der Zinsen der Nutzungsberechtigte ist und die Zinszahlung a) im Zusammenhang mit dem Verkauf gewerblicher, kaufmän - nischer oder wissenschaftlicher Ausrüstung auf Kredit steht oder b) im Zusammenhang mit dem Verkauf von Waren durch ein Unternehmen an ein anderes Unternehmen auf Kredit steht. (5) Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck „Zinsen“ be - deutet Einkünfte aus Forderungen jeder Art, auch wenn die For- derungen durch Pfandrechte an Grundstücken gesichert oder mit einer Beteiligung am Gewinn des Schuldners ausgestattet sind, und insbesondere Einkünfte aus öffentlichen Anleihen und aus Obligationen einschließlich der damit verbundenen Aufgelder is a resident and distributions on certificates of an investment fund or investment trust. (4) The provisions of paragraphs 1 and 2 shall not apply if the beneficial owner of the dividends, being a resident of a Contract- ing State, carries on business in the other Contracting State of which the company paying the dividends is a resident, through a permanent establishment situated therein, or performs in that other State independent personal services from a fixed base sit- uated therein, and the holding in respect of which the dividends are paid is effectively connected with such permanent establish - ment or fixed base. In such case the provisions of Article 7 or Article 14, as the case may be, shall apply. (5) Where a company which is a resident of a Contracting State derives profits or income from the other Contracting State, that other State may not impose any tax on the dividends paid by the company, except insofar as such dividends are paid to a res - ident of that other State or insofar as the holding in respect of which the dividends are paid is effectively connected with a per- manent establishment or a fixed base situated in that other State, nor subject the company's undistributed profits to a tax on the company's undistributed profits, even if the dividends paid or the undistributed profits consist wholly or partly of profits or income arising in such other State. (6) Nothing in this Article shall prevent either Contracting State from imposing, apart from the corporate income tax, a tax on re - mittance of profits by a branch to its head office provided that the tax so imposed shall not exceed 10 percent of the amount remitted. Article 1 1 Interest (1) Interest arising in a Contracting State and paid to a resi- dent of the other Contracting State may be taxed in that other State. (2) However, such interest may also be taxed in the Contract- ing State in which it arises and according to the laws of that State, but if the beneficial owner of the interest is a resident of the other Contracting State, the tax so charged shall not exceed 10 percent of the gross amount of the interest. (3) Notwithstanding the provisions of paragraph 2, (a) interest arising in the Federal Republic of Germany and paid to the Philippine Government and the Bangko Sentral Ng Pilipinas shall be exempt from German tax; (b) interest arising in the Philippines and paid in consideration of a loan guaranteed by the Federal Republic of Germany in re - spect of export or foreign direct investment or paid to the Government of the Federal Republic of Germany, the Deutsche Bundesbank, the Kreditanstalt für Wiederaufbau or the DEG – Deutsche Investitions-und Entwicklungsge - sellschaft mbH shall be exempt from Philippine tax. (4) Notwithstanding the provisions of paragraph 2, interest as referred to in paragraph 1 may be taxed only in the Contracting State of which the recipient is a resident if the recipient is the beneficial owner of the interest and the interest is paid: (a) in connection with the sale of commercial or scientific equip - ment on credit or (b) in connection with the sale of goods by an enterprise to an - other enterprise on credit. (5) The term “interest” as used in this Article means income from debt claims of every kind, whether or not secured by mort- gage, and whether or not carrying a right to participate in the debtor’s profits, and in particular, income from government secu - rities and income from bonds or debentures, including premiums and prizes attaching to such securities, bonds or debentures. 83 0 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de und der Gewinne aus Losanleihen. Zuschläge für verspätete Zah - lung gelten nicht als Zinsen im Sinne dieses Artikels. (6) Die Absätze 1 bis 4 sind nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, aus dem die Zinsen stammen, eine Geschäfts - tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selb - ständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung aus - übt und die Forderung, für die die Zinsen gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung ge - hört. In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzu - wenden. (7) Zinsen gelten dann als aus einem Vertragsstaat stammend, wenn der Schuldner eine in diesem Staat ansässige Person ist. Hat aber der Schuldner der Zinsen, ohne Rücksicht darauf, ob er in einem Vertragsstaat ansässig ist oder nicht, in einem Ver- tragsstaat eine Betriebsstätte oder eine feste Einrichtung und ist die Schuld, für die die Zinsen gezahlt werden, für Zwecke der Betriebsstätte oder der festen Einrichtung eingegangen worden und trägt die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung die Zin - sen, so gelten die Zinsen als aus dem Staat stammend, in dem die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung liegt. (8) Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungs - berechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten besondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Zinsen, ge - messen an der zugrunde liegenden Forderung, den Betrag, den Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehungen vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den letzteren Be - trag angewendet. In diesem Fall kann der übersteigende Betrag nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats und unter Berück - sichtigung der anderen Bestimmungen dieses Abkommens be - steuert werden. Artikel 1 2 Lizenzgebühren (1) Lizenzgebühren, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt wer- den, können im anderen Staat besteuert werden. (2) Diese Lizenzgebühren können jedoch auch in dem Ver- tragsstaat, aus dem sie stammen, nach dem Recht dieses Staa - tes besteuert werden; die Steuer darf aber, wenn der Nutzungs - berechtigte der Lizenzgebühren im anderen Vertragsstaat ansässig ist, 10 Prozent des Bruttobetrags der Lizenzgebühren nicht übersteigen. (3) Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck „Lizenzgebüh - ren“ bedeutet Vergütungen jeder Art, die für die Benutzung oder für das Recht auf Benutzung von Urheberrechten an literari- schen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Werken, ein - schließlich kinematografischer Filme, von Patenten, Warenzei- chen, Mustern oder Modellen, Plänen, geheimen Formeln oder Verfahren oder für die Mitteilung gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Erfahrungen gezahlt werden. Der Aus - druck „Lizenzgebühren“ beinhaltet auch Vergütungen jeder Art für die Benutzung oder das Recht auf Benutzung von Namen, Bildern oder sonstigen vergleichbaren Persönlichkeitsrechten so - wie Entgelte für die Aufzeichnung der Veranstaltungen von Künstlern und Sportlern durch Rundfunk- oder Fernsehanstalten. (4) Die Absätze 1 bis 2 sind nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, aus dem die Lizenzgebühren stammen, eine Ge - schäftstätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Rechte oder Vermögenswerte, für die die Lizenz - gebühren gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehören. In diesem Fall ist Artikel 7 bezie - hungsweise Artikel 14 anzuwenden. (5) Lizenzgebühren gelten dann als aus einem Vertragsstaat stammend, wenn der Schuldner eine in diesem Staat ansässige Penalty charges for late payment shall not be regarded as inter- est for the purpose of this Article. (6) The provisions of paragraphs 1 to 4 shall not apply if the beneficial owner of the interest, being a resident of a Contracting State, carries on business in the other Contracting State in which the interest arises, through a permanent establishment situated therein, or performs in that other State independent personal services from a fixed base situated therein, and the debt-claim in respect of which the interest is paid is effectively connected with such permanent establishment or fixed base. In such case the provisions of Article 7 or Article 14, as the case may be, shall apply. (7) Interest shall be deemed to arise in a Contracting State when the payer is a resident of that State. Where, however, the person paying the interest, whether he is a resident of a Con - tracting State or not, has in a Contracting State a permanent es - tablishment or a fixed base in connection with which the indebt- edness on which the interest is paid was incurred, and such interest is borne by such permanent establishment or fixed base, then such interest shall be deemed to arise in the State in which the permanent establishment or fixed base is situated. (8) Where, by reason of a special relationship between the payer and the beneficial owner or between both of them and some other person, the amount of the interest, having regard to the debt claim for which it is paid, exceeds the amount which would have been agreed upon by the payer and the beneficial owner in the absence of such relationship, the provisions of this Article shall apply only to the last mentioned amount. In such case, the excess part of the payments shall remain taxable ac - cording to the laws of each Contracting State, due regard being had to the other provisions of this Agreement. Article 1 2 Royalties (1) Royalties arising in a Contracting State and paid to a resi- dent of the other Contracting State may be taxed in that other State. (2) However, such royalties may also be taxed in the Contract- ing State in which they arise and according to the laws of that State, but if the beneficial owner of the royalties is a resident of the other Contracting State, the tax so charged shall not exceed 10 percent of the gross amount of the royalties. (3) The term “royalties” as used in this Article means pay - ments of any kind received as a consideration for the use of, or the right to use, any copyright of literary, artistic or scientific work including cinematograph films, any patent, trade mark, design or model, plan, secret formula or process, or for information con - cerning industrial, commercial or scientific experience. The term “royalties” shall also include payments of any kind for the use or the right to use a person’s name, picture or any other similar per- sonality rights and on payments received as consideration for the registration of entertainers' or sportsmen's performances by radio or television. (4) The provisions of paragraphs 1 and 2 shall not apply if the beneficial owner of the royalties, being a resident of a Contract- ing State, carries on business in the other Contracting State in which the royalties arise, through a permanent establishment sit- uated therein, or performs in that other State independent per- sonal services from a fixed base situated therein, and the right or property in respect of which the royalties are paid is effective - ly connected with such permanent establishment or fixed base. In such case the provisions of Article 7 or Article 14, as the case may be, shall apply. (5) Royalties shall be deemed to arise in a Contracting State when the payer is a resident of that State. Where, however, the Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 83 1 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de Person ist. Hat aber der Schuldner der Lizenzgebühren, ohne Rücksicht darauf, ob er in einem Vertragsstaat ansässig ist oder nicht, in einem Vertragsstaat eine Betriebsstätte oder eine feste Einrichtung und ist die Verpflichtung zur Zahlung der Lizenzge - bühren für Zwecke der Betriebsstätte oder der festen Einrichtung eingegangen worden und trägt die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung die Lizenzgebühren, so gelten die Lizenzgebühren als aus dem Staat stammend, in dem die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung liegt. (6) Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungsbe - rechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten be - sondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Lizenzgebüh - ren, gemessen an der zugrunde liegenden Leistung, den Betrag, den Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehun - gen vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den letzte - ren Betrag angewendet. In diesem Fall kann der übersteigende Betrag nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats und unter Be - rücksichtigung der anderen Bestimmungen dieses Abkommens besteuert werden. Artikel 1 3 G ew inne aus der Veräußerung von Verm ögen (1) Gewinne, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Per- son aus der Veräußerung unbeweglichen Vermögens im Sinne des Artikels 6 bezieht, das im anderen Vertragsstaat liegt, können im anderen Staat besteuert werden. (2) Gewinne aus der Veräußerung von Aktien und sonstigen Anteilen an einer Gesellschaft, deren Aktivvermögen – direkt oder indirekt – überwiegend aus unbeweglichem Vermögen in einem Vertragsstaat besteht, können in diesem Staat besteuert werden. (3) Gewinne aus der Veräußerung beweglichen Vermögens, das Betriebsvermögen einer Betriebsstätte ist, die ein Unterneh - men eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, oder das zu einer festen Einrichtung gehört, die einer in einem Vertrags - staat ansässigen Person für die Ausübung einer selbständigen Arbeit im anderen Vertragsstaat zur Verfügung steht, einschließ - lich derartiger Gewinne, die bei der Veräußerung einer solchen Betriebsstätte (allein oder mit dem übrigen Unternehmen) oder einer solchen festen Einrichtung erzielt werden, können im an - deren Staat besteuert werden. (4) Gewinne aus der Veräußerung von Seeschiffen oder Luft- fahrzeugen, die von einem Unternehmen eines Vertragsstaats im internationalen Verkehr betrieben werden, oder Gewinne aus der Veräußerung beweglichen Vermögens, das dem Betrieb dieser Schiffe oder Luftfahrzeuge dient, können nur in diesem Staat be - steuert werden. (5) Gewinne aus der Veräußerung des in den Absätzen 1 bis 4 nicht genannten Vermögens können nur in dem Vertragsstaat be - steuert werden, in dem der Veräußerer ansässig ist. Artikel 1 4 Selbständige Arbeit (1) Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige natür- liche Person aus einem freien Beruf oder aus sonstiger selb - ständiger Tätigkeit bezieht, können nur in diesem Staat besteuert werden. Diese Einkünfte können jedoch auch im anderen Ver- tragsstaat besteuert werden, wenn a) dieser Person im anderen Staat für die Ausübung ihrer Tätig - keit gewöhnlich eine feste Einrichtung zur Verfügung steht; in diesem Fall können die Einkünfte nur insoweit im anderen Staat besteuert werden, als sie dieser festen Einrichtung zu - gerechnet werden können oder b) sich diese Person innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten insgesamt länger als 183 Tage im anderen Staat aufhält; in diesem Fall können die Einkünfte nur insoweit im anderen Staat besteuert werden, als sie aus der im anderen Staat aus - geübten Tätigkeit stammen. person paying the royalties, whether he is a resident of a Con - tracting State or not, has in a Contracting State a permanent es - tablishment or fixed base in connection with which the liability to pay the royalties was incurred, and such royalties are borne by such permanent establishment or fixed base, then such royalties shall be deemed to arise in the Contracting State in which the permanent establishment or fixed base is situated. (6) Where, by reason of a special relationship between the payer and the beneficial owner or between both of them and some other person, the amount of the royalties, having regard to the use, right or information for which they are paid, exceeds the amount which would have been agreed upon by the payer and the beneficial owner in the absence of such relationship, the pro - visions of this Article shall apply only to the last-mentioned amount. In such case, the excess part of the payments shall re - main taxable according to the laws of each Contracting State, due regard being had to the other provisions of this Agreement. Article 1 3 C apital G ains (1) Gains derived by a resident of a Contracting State from the alienation of immovable property referred to in Article 6 and sit- uated in the other Contracting State may be taxed in that other State. (2) Gains from the alienation of shares and similar rights in a company, the assets of which consist – directly or indirectly – principally of immovable property situated in a Contracting State, may be taxed in that State. (3) Gains from the alienation of movable property forming part of the business property of a permanent establishment which an enterprise of a Contracting State has in the other Contracting State or of movable property pertaining to a fixed base available to a resident of a Contracting State in the other Contracting State for the purpose of performing independent personal services, in - cluding such gains from the alienation of such a permanent es - tablishment (alone or with the whole enterprise) or of such fixed base, may be taxed in that other State. (4) Gains from the alienation of ships or aircraft operated in in - ternational traffic by an enterprise of a Contracting State, or gains from the alienation of movable property pertaining to the opera - tion of such ships or aircraft, shall be taxable only in that State. (5) Gains from the alienation of any property other than that referred to in paragraphs 1 to 4, shall be taxable only in the Con - tracting State of which the alienator is a resident. Article 1 4 Independent Personal Services (1) Income derived by an individual who is a resident of a Con - tracting State in respect of professional services or other activi- ties of an independent character shall be taxable only in that State. However, such income may also be taxed in the other Contracting State if: (a) he has a fixed base regularly available to him in that other State for the purpose of performing his activities; in that case, only so much of the income as is attributable to that fixed base may be taxed in that other State; or (b) he is present in that other State for a period or periods ex - ceeding in the aggregate 183 days in any twelve-month pe - riod; in that case, only so much of the income as is derived from his activities performed in that other State may be taxed in that other State. 83 2 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de (2) Der Ausdruck „freier Beruf“ umfasst insbesondere die selb - ständig ausgeübte wissenschaftliche, literarische, künstlerische, erzieherische oder unterrichtende Tätigkeit sowie die selbständige Tätigkeit der Ärzte, Zahnärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Archi- tekten und Buchsachverständigen. Artikel 1 5 U nselbständige Arbeit (1) Vorbehaltlich der Artikel 16 bis 19 können Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat an - sässige Person aus unselbständiger Arbeit bezieht, nur in die - sem Staat besteuert werden, es sei denn, die Arbeit wird im an - deren Vertragsstaat ausgeübt. Wird die Arbeit dort ausgeübt, so können die dafür bezogenen Vergütungen im anderen Staat be - steuert werden. (2) Ungeachtet des Absatzes 1 können Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person für eine im anderen Ver- tragsstaat ausgeübte unselbständige Arbeit bezieht, nur im erst- genannten Staat besteuert werden, wenn a) der Empfänger sich im anderen Staat insgesamt nicht länger als 183 Tage innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten, der während des betreffenden Steuerjahres beginnt oder endet, aufhält, und b) die Vergütungen von einem Arbeitgeber oder für einen Arbeit- geber gezahlt werden, der nicht im anderen Staat ansässig ist, und c) die Vergütungen nicht von einer Betriebsstätte oder einer fes - ten Einrichtung getragen werden, die der Arbeitgeber im an - deren Staat hat. (3) Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen dieses Arti- kels können Vergütungen für eine unselbständige Arbeit, die an Bord eines von einem Unternehmen eines Vertragsstaats im in - ternationalen Verkehr betriebenen Seeschiffs oder Luftfahrzeugs ausgeübt wird, in diesem Staat besteuert werden. Artikel 1 6 Aufsichtsrats- und Verw altungsratsvergütungen Aufsichtsrats- oder Verwaltungsratsvergütungen und ähnliche Zahlungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person in ihrer Eigenschaft als Mitglied des Aufsichts- oder Verwaltungs - rats einer Gesellschaft bezieht, die im anderen Vertragsstaat an - sässig ist, können im anderen Staat besteuert werden. Artikel 1 7 Künstler und Sportler (1) Ungeachtet der Artikel 7, 14 und 15 können Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person als Künstler, wie Bühnen-, Film-, Rundfunk- und Fernsehkünstler oder Musiker, oder als Sportler aus ihrer im anderen Vertragsstaat persönlich ausgeübten Tätigkeit bezieht, im anderen Staat besteuert wer- den. (2) Fließen Einkünfte aus einer von einem Künstler oder Sport- ler in dieser Eigenschaft persönlich ausgeübten Tätigkeit nicht dem Künstler oder Sportler selbst, sondern einer anderen Per- son zu, so können diese Einkünfte ungeachtet der Artikel 7, 14 und 15 in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Künstler oder Sportler seine Tätigkeit ausübt. (3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für Einkünfte aus der von Künstlern oder Sportlern in einem Vertragsstaat ausgeübten Tätigkeit, wenn der Aufenthalt in diesem Staat ganz oder über- wiegend aus öffentlichen Mitteln des anderen Staates oder einem seiner Länder oder einer ihrer Gebietskörperschaften oder von einer im anderen Staat als gemeinnützig anerkannten Ein - richtung finanziert wird. In diesem Fall können die Einkünfte nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem die Person an - sässig ist. (2) The term “professional services” includes especially inde - pendent scientific, literary, artistic, educational or teaching activ - ities as well as the independent activities of physicians, dentists, lawyers, engineers, architects and accountants. Article 1 5 D ependent Personal Services (1) Subject to the provisions of Articles 16 to 19, salaries, wages and other similar remuneration derived by a resident of a Contracting State in respect of an employment shall be taxable only in that State unless the employment is exercised in the oth - er Contracting State. If the employment is so exercised, such re - muneration as is derived therefrom may be taxed in that other State. (2) Notwithstanding the provisions of paragraph 1, remunera - tion derived by a resident of a Contracting State in respect of an employment exercised in the other Contracting State shall be taxable only in the first-mentioned State if: (a) the recipient is present in the other State for a period or pe - riods not exceeding in the aggregate 183 days in any twelve month period commencing or ending in the fiscal year con - cerned, and (b) the remuneration is paid by, or on behalf of, an employer who is not a resident of the other State, and (c) the remuneration is not borne by a permanent establishment or a fixed base which the employer has in the other State. (3) Notwithstanding the preceding provisions of this Article, remuneration derived in respect of an employment exercised aboard a ship or aircraft operated in international traffic by an en - terprise of a Contracting State may be taxed in that State. Article 1 6 D irectors’ Fees Directors’ fees and other similar payments derived by a resi- dent of a Contracting State in his capacity as a member of the board of directors of a company which is a resident of the other Contracting State may be taxed in that other State. Article 1 7 Artistes and Sportsm en (1) Notwithstanding the provisions of Articles 7, 14 and 15, in - come derived by a resident of a Contracting State as an enter- tainer, such as a theatre, motion picture, radio or television artiste, or a musician, or as a sportsman, from his personal activ - ities as such exercised in the other Contracting State, may be taxed in that other State. (2) Where income in respect of personal activities exercised by an entertainer or a sportsman in his capacity as such accrues not to the entertainer or sportsman himself but to another per- son, that income may, notwithstanding the provisions of Articles 7, 14 and 15, be taxed in the Contracting State in which the ac - tivities of the entertainer or sportsman are exercised. (3) Paragraphs 1 and 2 shall not apply to income accruing from the exercise of activities by artistes or sportsmen in a Con - tracting State where the visit to that State is financed entirely or mainly from public funds of the other State, a Land, a political subdivision or a local authority thereof or by an organisation which in that other State is recognised as a charitable organisa - tion. In such a case the income may be taxed only in the Con - tracting State of which the individual is a resident. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 83 3 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de Artikel 1 8 Ruhegehälter, Renten und ähnliche Vergütungen (1) Vorbehaltlich des Artikels 19 Absatz 2 können Ruhege - hälter und ähnliche Vergütungen oder Renten, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person aus dem anderen Vertragsstaat erhält, nur im erstgenannten Staat besteuert werden. (2) Bezüge, die eine in einem Vertragsstaat ansässige natür - liche Person aus der gesetzlichen Sozialversicherung des ande - ren Vertragsstaats erhält, können abweichend von Absatz 1 nur in diesem anderen Staat besteuert werden. (3) Wiederkehrende und einmalige Vergütungen, die ein Ver- tragsstaat oder eine seiner Gebietskörperschaften an eine im an - deren Vertragsstaat ansässige Person als Entschädigung für po - litische Verfolgung oder für Unrecht oder Schäden aufgrund von Kriegshandlungen (einschließlich Wiedergutmachungsleistungen) oder des Wehr- oder Zivildienstes oder eines Verbrechens, einer Impfung oder ähnlicher Vorkommnisse zahlt, können abwei- chend von Absatz 1 nur im erstgenannten Staat besteuert wer- den. (4) Der Begriff „Rente“ bedeutet einen bestimmten Betrag, der regelmäßig zu festgesetzten Zeitpunkten auf Lebenszeit oder während eines bestimmten oder bestimmbaren Zeitabschnitts aufgrund einer Verpflichtung zahlbar ist, die diese Zahlungen als Gegenleistung für eine in Geld oder Geldeswert bewirkte ange - messene Leistung vorsieht. Artikel 1 9 Ö ffentlicher D ienst (1) a) Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, ausgenommen Ruhegehälter, die von einem Vertragsstaat, einem seiner Län - der oder einer ihrer Gebietskörperschaften oder einer ande - ren juristischen Person des öffentlichen Rechts dieses Staa - tes an eine natürliche Person für die diesem Staat, einem seiner Länder, einer ihrer Gebietskörperschaften oder einer anderen juristischen Person des öffentlichen Rechts geleis - teten Dienste gezahlt werden, können nur in diesem Staat be - steuert werden. b) Diese Vergütungen können jedoch nur im anderen Vertrags - staat besteuert werden, wenn die Dienste in diesem Staat ge - leistet werden und die natürliche Person in diesem Staat an - sässig ist und i) ein Staatsangehöriger dieses Staates ist oder ii) nicht ausschließlich deshalb in diesem Staat ansässig ge - worden ist, um die Dienste zu leisten. (2) a) Ruhegehälter, die von einem Vertragsstaat, einem seiner Län - der, einer ihrer Gebietskörperschaften oder einer anderen juristischen Person des öffentlichen Rechts dieses Staates oder aus von diesem Staat, einem seiner Länder, einer ihrer Gebietskörperschaften oder einer anderen juristischen Per- son des öffentlichen Rechts errichteten Sondervermögen an eine natürliche Person für die diesem Staat, einem seiner Länder, einer ihrer Gebietskörperschaften oder einer anderen juristischen Person des öffentlichen Rechts geleisteten Diens - te gezahlt werden, können nur in diesem Staat besteuert wer- den. b) Diese Ruhegehälter können jedoch nur im anderen Vertrags - staat besteuert werden, wenn die natürliche Person in die - sem Staat ansässig und ein Staatsangehöriger dieses Staa - tes ist. (3) Auf Löhne, Gehälter, Ruhegehälter und ähnliche Vergütun - gen für Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit einer Ge - schäftstätigkeit eines Vertragsstaats, eines seiner Länder, einer ihrer Gebietskörperschaften oder einer anderen juristischen Per- son des öffentlichen Rechts dieses Staates erbracht werden, sind die Artikel 15, 16, 17 oder 18 anzuwenden. Article 1 8 Pensions, Annuities and Sim ilar Paym ents (1) Subject to the provisions of paragraph 2 of Article 19, pen - sions and similar payments or annuities paid to a resident of a Contracting State from the other Contracting State shall only be taxable in the first-mentioned State. (2) Notwithstanding the provisions of paragraph 1, payments received by an individual being a resident of a Contracting State from the statutory social insurance of the other Contracting State shall be taxable only in that other State. (3) Notwithstanding the provisions of paragraph 1, recurrent or non-recurrent payments made by one of the Contracting States or a political subdivision thereof to a person resident in the other Contracting State as compensation for political perse - cution or for an injury or damage sustained as a result of war (in - cluding restitution payments) or of military or civil alternative service or of a crime, vaccination or a similar event shall be tax - able only in the first-mentioned State. (4) The term “annuities” means certain amounts payable peri- odically at stated times, for life or for a specified or ascertainable period of time, under an obligation to make the payments in re - turn for adequate and full consideration in money or money ’s worth. Article 1 9 G overnm ent Service (1) (a) Salaries, wages and other similar remuneration, other than a pension, paid by a Contracting State, a Land, a political sub - division or a local authority thereof or some other legal entity under public law of that State to an individual in respect of services rendered to that State, Land, political subdivision or local authority or some other legal entity under public law shall be taxable only in that State. (b) However, such remuneration shall be taxable only in the oth - er Contracting State if the services are rendered in that State and if the individual is a resident of that State who: (i) is a national of that State or (ii) did not become a resident of that State solely for the pur- pose of rendering the services. (2) (a) Any pension paid by, or out of funds created by, a Contract- ing State, a Land, a political subdivision or a local authority thereof or some other legal entity under public law of that State to an individual in respect of services rendered to that State, Land, political subdivision or local authority or some other legal entity under public law shall be taxable only in that State. (b) However, such pension shall be taxable only in the other Contracting State if the individual is a resident of, and a na - tional of, that State. (3) The provisions of Articles 15, 16, 17 or 18 shall apply to salaries, wages, pensions, and other similar remuneration in re - spect of services rendered in connection with a business carried on by a Contracting State, a Land, a political subdivision or a lo - cal authority thereof or some other legal entity under public law of that State. 83 4 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de (4) Absatz 1 gilt entsprechend für Vergütungen, die im Rah - men eines Programms der wirtschaftlichen Zusammenarbeit eines Vertragsstaats, eines seiner Länder oder einer ihrer Ge - bietskörperschaften aus Mitteln, die ausschließlich von diesem Staat, dem Land oder der Gebietskörperschaft bereitgestellt wer- den, an Fachkräfte oder freiwillige Helfer gezahlt werden, die in den anderen Vertragsstaat mit dessen Zustimmung entsandt worden sind. (5) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für Vergütungen, die vom oder für das Goethe-Institut oder den Deutschen Akade - mischen Austauschdienst der Bundesrepublik Deutschland ge - zahlt werden. Eine entsprechende Behandlung der Vergütungen anderer vergleichbarer Einrichtungen der Vertragsstaaten kann durch die zuständigen Behörden im gegenseitigen Einvernehmen vereinbart werden. Werden diese Vergütungen im Gründungs - staat der Einrichtung nicht besteuert, so gilt Artikel 15. Artikel 20 G astprofessoren, Forscher und Lehrer Eine natürliche Person, die sich auf Einladung eines Vertrags - staats oder einer Universität, Hochschule, Schule, eines Muse - ums oder einer anderen kulturellen Einrichtung dieses Staates oder im Rahmen eines amtlichen Kulturaustauschs in diesem Vertragsstaat höchstens zwei Jahre lang lediglich zur Ausübung einer Lehrtätigkeit, zum Halten von Vorlesungen oder zur Aus - übung einer Forschungstätigkeit bei dieser Einrichtung aufhält und die im anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort unmittel- bar vor der Einreise in den erstgenannten Staat ansässig war, ist in dem erstgenannten Staat mit ihren für diese Tätigkeit bezoge - nen Vergütungen von der Steuer befreit, vorausgesetzt, dass die - se Vergütungen von außerhalb dieses Staates bezogen werden. Artikel 21 Studenten, Praktikanten und Lehrlinge (1) Zahlungen, die Studenten, Praktikanten oder Lehrlinge, die sich in einem Vertragsstaat ausschließlich zum Studium oder zur Ausbildung aufhalten und im anderen Vertragsstaat ansässig sind oder dort unmittelbar vor der Einreise in den erstgenannten Staat ansässig waren, für Unterhalt, Studium oder Ausbildung erhal- ten, dürfen im erstgenannten Staat nicht besteuert werden, so - fern diese Zahlungen aus Quellen außerhalb dieses Staates stammen. (2) In Bezug auf Absatz 1 haben Studenten, Praktikanten oder Lehrlinge im Sinne des Absatzes 1 während des Studiums oder der Ausbildung außerdem im Hinblick auf nicht unter Absatz 1 fallende Zuschüsse, Stipendien und Vergütungen aus unselb - ständiger Arbeit Anspruch auf die gleichen Steuerbefreiungen, -vergünstigungen oder -ermäßigungen, die im Gastland ansässi- gen Personen unter gleichen Verhältnissen gewährt werden. Artikel 22 Andere Einkünfte (1) Einkünfte einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person, die in den vorstehenden Artikeln nicht behandelt wurden, kön - nen ohne Rücksicht auf ihre Herkunft nur in diesem Staat besteu - ert werden. (2) Absatz 1 ist auf andere Einkünfte als solche aus unbeweg - lichem Vermögen nicht anzuwenden, wenn der in einem Ver- tragsstaat ansässige Empfänger im anderen Vertragsstaat eine Geschäftstätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrich - tung ausübt und die Rechte oder Vermögenswerte, für die die Einkünfte gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehören. In diesem Fall ist Artikel 7 bezie - hungsweise Artikel 14 anzuwenden. (4) The provisions of paragraph 1 shall likewise apply in re - spect of remuneration paid, under a development assistance programme of a Contracting State, a Land, a political subdivision or a local authority thereof, out of funds exclusively supplied by that State, Land, political subdivision or local authority, to a spe - cialist or volunteer seconded to the other Contracting State with the consent of that other State. (5) The provisions of paragraphs 1 and 2 shall likewise apply in respect of remuneration paid by or for the Goethe Institute or the German Academic Exchange Service (“Deutscher Akademi - scher Austauschdienst”) of the Federal Republic of Germany. Corresponding treatment of the remuneration of other comparable institutions of the Contracting States may be arranged by the competent authorities by mutual agreement. If such remunera - tion is not taxed in the State where the institution was founded, the provisions of Article 15 shall apply. Article 20 Visiting Professors, Researchers and Teachers An individual who visits a Contracting State at the invitation of that State or of a university, college, school, museum or other cultural institution of that State or under an official programme of cultural exchange for a period not exceeding two years solely for the purpose of teaching, giving lectures or carrying out research at such institution and who is, or was immediately before that visit, a resident of the other Contracting State shall be exempt from tax in the first-mentioned State on his remuneration for such activity, provided that such remuneration is derived by him from outside that State. Article 21 Students and Business Apprentices (1) Payments which a student or business apprentice who is or was immediately before visiting a Contracting State a resident of the other Contracting State and who is present in the first- mentioned State solely for the purpose of his education or train - ing receives for the purpose of his maintenance, education or training shall not be taxed in that State, provided that such pay - ments arise from sources outside that State. (2) With respect to paragraph 1, in respect of grants, scholar- ships and remuneration from employment not covered by para - graph 1, a student or business apprentice described in para - graph 1 shall, in addition, be entitled during such education or training to the same exemptions, reliefs or reductions in respect of taxes available under the same conditions to residents of the State which he is visiting. Article 22 O ther Incom e (1) Items of income of a resident of a Contracting State, wher- ever arising, not dealt with in the foregoing Articles of this Agree - ment shall be taxable only in that State. (2) The provisions of paragraph 1 shall not apply to income, other than income from immovable property, if the recipient of such income, being a resident of a Contracting State, carries on business in the other Contracting State through a permanent es - tablishment situated therein, or performs in that other State in - dependent personal services from a fixed base situated therein, and the right or property in respect of which the income is paid is effectively connected with such permanent establishment or fixed base. In such case the provisions of Article 7 or Article 14, as the case may be, shall apply. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 83 5 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de Artikel 23 Verm ögen (1) Unbewegliches Vermögen, das einer in einem Vertrags - staat ansässigen Person gehört und im anderen Vertragsstaat liegt, kann im anderen Staat besteuert werden. (2) Bewegliches Vermögen, das Betriebsvermögen einer Be - triebsstätte ist, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats im an - deren Vertragsstaat hat, oder das zu einer festen Einrichtung ge - hört, die einer in einem Vertragsstaat ansässigen natürlichen Person für die Ausübung einer selbständigen Arbeit im anderen Vertragsstaat zur Verfügung steht, kann im anderen Staat besteu - ert werden. (3) Seeschiffe und Luftfahrzeuge, die von einem Unternehmen eines Vertragsstaats im internationalen Verkehr betrieben wer- den, sowie bewegliches Vermögen, das dem Betrieb dieser Schiffe oder Luftfahrzeuge dient, können nur in diesem Staat be - steuert werden. (4) Alle anderen Vermögensteile einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person können nur in diesem Staat besteuert wer- den. Artikel 24 Beseitigung der D oppelbesteuerung (1) In den Philippinen wird die Doppelbesteuerung wie folgt beseitigt: Vorbehaltlich der Rechtsvorschriften der Philippinen über die Anrechnung einer außerhalb der Philippinen zu entrichtenden Steuer auf die philippinische Steuer sowie der dort vorgesehe - nen Beschränkungen wird die auf Einkünfte aus der Bundes - republik Deutschland zu zahlende deutsche Steuer auf die von diesen Einkünften zu entrichtende philippinische Steuer ange - rechnet. (2) Bei einer in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen Person wird die Steuer wie folgt festgesetzt: a) Von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer wer- den die Einkünfte aus den Philippinen sowie die in den Philip - pinen gelegenen Vermögenswerte ausgenommen, die nach diesem Abkommen in den Philippinen besteuert werden kön - nen und nicht unter Buchstabe b fallen. Für Einkünfte aus Dividenden gelten die vorstehenden Be - stimmungen nur dann, wenn diese Dividenden an eine in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Gesellschaft (jedoch nicht an eine Personengesellschaft) von einer in den Philip - pinen ansässigen Gesellschaft gezahlt werden, deren Kapi- tal zu mindestens 10 Prozent unmittelbar der deutschen Ge - sellschaft gehört, und bei der Ermittlung der Gewinne der ausschüttenden Gesellschaft nicht abgezogen worden sind. Von der Bemessungsgrundlage der Steuern vom Vermögen werden Beteiligungen ausgenommen, deren Ausschüttun - gen, falls solche gezahlt werden, nach den vorhergehenden Sätzen davon auszunehmen wären. b) Auf die deutsche Steuer vom Einkommen für die folgenden Einkünfte wird unter Beachtung der Vorschriften des deut- schen Steuerrechts über die Anrechnung ausländischer Steu - ern die philippinische Steuer angerechnet, die nach philippi- nischem Recht und in Übereinstimmung mit diesem Abkommen für diese Einkünfte gezahlt worden ist: i) Dividenden, die nicht unter Buchstabe a fallen; ii) Zinsen; iii) Lizenzgebühren; iv) Einkünfte, die nach Artikel 13 Absatz 2 in den Philippinen besteuert werden können; v) Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen; vi) Einkünfte im Sinne des Artikels 17. Article 23 C apital (1) Capital represented by immovable property, owned by a resident of a Contracting State and situated in the other Con - tracting State, may be taxed in that other State. (2) Capital represented by movable property forming part of the business property of a permanent establishment which an enterprise of a Contracting State has in the other Contracting State or by movable property pertaining to a fixed base available to an individual, who is a resident of a Contracting State, in the other Contracting State for the purpose of performing independ - ent personal services, may be taxed in that other State. (3) Capital represented by ships and aircraft operated in inter- national traffic by an enterprise of a Contracting State, and by movable property pertaining to the operation of such ships and aircraft, shall be taxable only in that State. (4) All other elements of capital of a resident of a Contracting State shall be taxable only in that State. Article 24 Elim ination of D ouble Taxation (1) In the Philippines, double taxation shall be eliminated as follows: Subject to the laws of the Philippines and the limitations thereof regarding the allowance of a credit against Philippine tax of tax payable in any country other than the Philippines, German tax payable in respect of income derived from the Federal Republic of Germany shall be allowed as credit against the Philippine tax payable in respect of that income. (2) Tax shall be determined in the case of a resident of the Federal Republic of Germany as follows: (a) Unless foreign tax credit is to be allowed under sub-para - graph (b), there shall be exempted from the assessment ba - sis of the German tax any item of income arising in the Philip - pines and any item of capital situated within the Philippines which, according to this Agreement, may be taxed in the Philippines. In the case of items of income from dividends the preceding provision shall apply only to such dividends as are paid to a company (not including partnerships) being a resident of the Federal Republic of Germany by a company being a resident of the Philippines at least 10 per cent of the capital of which is owned directly by the German company and which were not deducted when determining the profits of the company distributing these dividends. There shall be exempted from the assessment basis of the taxes on capital any shareholding the dividends of which if paid, would be exempted, according to the foregoing sen - tences. (b) Subject to the provisions of German tax law regarding credit for foreign tax, there shall be allowed as a credit against Ger- man tax on income payable in respect of the following items of income the Philippines tax paid under the laws of the Philippines and in accordance with this Agreement: (i) dividends not dealt with in sub-paragraph (a); (ii) interest; (iii)royalties; (iv)items of income that may be taxed in the Philippines according to paragraph 2 of Article 13; (v) directors ’ fees; (vi)items of income in the meaning of Article 17. 83 6 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de c) Statt der Bestimmungen des Buchstabens a sind die Bestim - mungen des Buchstabens b anzuwenden auf Einkünfte im Sinne der Artikel 7 und 10 und die diesen Einkünften zugrunde liegenden Vermögenswerte, wenn die in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Person nicht nachweist, dass die Betriebsstätte in dem Wirtschaftsjahr, in dem sie den Gewinn erzielt hat, oder die in den Philippinen ansässige Gesellschaft in dem Wirtschaftsjahr, für das sie die Ausschüttung vor - genommen hat, ihre Bruttoerträge ausschließlich oder fast ausschließlich aus unter § 8 Absatz 1 Nr. 1 bis 6 des deut- schen Außensteuergesetzes fallenden Tätigkeiten bezogen hat; Gleiches gilt für unbewegliches Vermögen, das einer Be - triebsstätte dient, und die daraus erzielten Einkünfte (Artikel 6 Absatz 4) sowie für die Gewinne aus der Veräußerung dieses unbeweglichen Vermögens (Artikel 13 Absatz 1) und des be - weglichen Vermögens, das Betriebsvermögen der Betriebs - stätte darstellt (Artikel 13 Absatz 3). d) Die Bundesrepublik Deutschland behält aber das Recht, die nach den Bestimmungen dieses Abkommens von der deut- schen Steuer ausgenommenen Einkünfte und Vermögens - werte bei der Festsetzung ihres Steuersatzes zu berücksich - tigen. e) Ungeachtet der Bestimmungen des Buchstabens a wird die Doppelbesteuerung durch Steueranrechnung nach Buch - stabe b vermieden, i) wenn in den Vertragsstaaten Einkünfte oder Vermögen unterschiedlichen Abkommensbestimmungen zugeord - net oder verschiedenen Personen zugerechnet werden (außer nach Artikel 9) und dieser Konflikt sich nicht durch ein Verfahren nach Artikel 26 Absatz 3 regeln lässt und wenn aufgrund dieser unterschiedlichen Zuordnung oder Zurechnung die betreffenden Einkünfte oder das Vermö - gen unbesteuert blieben oder niedriger als ohne diesen Konflikt besteuert würden oder ii) wenn die Bundesrepublik Deutschland nach gehöriger Konsultation mit der zuständigen philippinischen Behörde auf diplomatischem Weg den Philippinen andere Einkünf- te notifiziert, bei denen sie die Anrechnungsmethode nach Buchstabe b anzuwenden beabsichtigt. Die Dop - pelbesteuerung wird für die notifizierten Einkünfte durch Steueranrechnung vom ersten Tag des Kalenderjahres vermieden, das dem Kalenderjahr folgt, in dem die Noti- fikation übermittelt wurde. Artikel 25 G leichbehandlung (1) Staatsangehörige eines Vertragsstaats dürfen im anderen Vertragsstaat keiner Besteuerung oder damit zusammenhängen - den Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder belas - tender ist als die Besteuerung und die damit zusammenhängen - den Verpflichtungen, denen Staatsangehörige des anderen Staates unter gleichen Verhältnissen insbesondere hinsichtlich der Ansässigkeit unterworfen sind oder unterworfen werden kön - nen. Diese Bestimmung gilt ungeachtet des Artikels 1 auch für Personen, die in keinem Vertragsstaat ansässig sind. (2) Die Besteuerung einer Betriebsstätte, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, darf im ande - ren Staat nicht ungünstiger sein als die Besteuerung von Unter- nehmen des anderen Staates, die die gleiche Tätigkeit ausüben. Diese Bestimmung ist nicht so auszulegen, als verpflichte sie einen Vertragsstaat, den im anderen Vertragsstaat ansässigen Personen Steuerfreibeträge, -vergünstigungen und -ermäßigun - gen aufgrund des Personenstands oder der Familienlasten zu ge - währen, die er nur seinen ansässigen Personen gewährt. (3) Sofern nicht Artikel 9 Absatz 1, Artikel 11 Absatz 8 oder Artikel 12 Absatz 6 anzuwenden ist, sind Zinsen, Lizenzgebüh - ren und andere Entgelte, die ein Unternehmen eines Vertrags - staats an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person zahlt, bei der Ermittlung der steuerpflichtigen Gewinne dieses Unter- (c) The provisions of sub-paragraph (b) shall apply instead of the provisions of sub-paragraph (a) to items of income as defined in Articles 7 and 10 and to the assets from which such in - come is derived if the resident of the Federal Republic of Ger- many does not prove that the gross income of the permanent establishment in the business year in which the profit has been realised or of the company resident in the Philippines in the business year for which the dividends were paid was derived exclusively or almost exclusively from activities with - in the meaning of nos. 1 to 6 of paragraph 1 of section 8 of the German Law on External Tax Relations (Aussensteuerge - setz); the same shall apply to immovable property used by a permanent establishment and to income from this immovable property of the permanent establishment (paragraph 4 of Article 6) and to profits from the alienation of such immov - able property (paragraph 1 of Article 13) and of the movable property forming part of the business property of the perma - nent establishment (paragraph 3 of Article 13). (d) The Federal Republic of Germany, however, retains the right to take into account in the determination of its rate of tax the items of income and capital, which are under the provisions of this Agreement exempted from German tax. (e) Notwithstanding the provisions of sub-paragraph (a) double taxation shall be avoided by allowing a tax credit as laid down in sub-paragraph (b) (i) if in the Contracting States items of income or capital are placed under differing provisions of this Agreement or at- tributed to different persons (except pursuant to Article 9) and this conflict cannot be settled by a procedure in ac - cordance with paragraph 3 of Article 26 and if as a result of this difference in placement or attribution the relevant income or capital would remain untaxed or be taxed low - er than without this conflict or (ii) if after due consultation with the competent authority of the Philippines, the Federal Republic of Germany notifies the Philippines through diplomatic channels of other items of income to which it intends to apply the provisions of sub-paragraph (b). Double Taxation is then avoided for the notified income by allowing a tax credit from the first day of the calendar year, next following that in which the notification was made. Article 25 N on-discrim ination (1) Nationals of a Contracting State shall not be subjected in the other Contracting State to any taxation or any requirement connected therewith which is other or more burdensome than the taxation and connected requirements to which nationals of that other State in the same circumstances, especially with re - spect to residence, are or may be subjected. This provision shall, notwithstanding the provisions of Article 1, also apply to persons who are not residents of one or both of the Contracting States. (2) The taxation on a permanent establishment which an en - terprise of a Contracting State has in the other Contracting State shall not be less favourably levied in that other State than the tax - ation levied on enterprises of that other State carrying on the same activities. This provision shall not be construed as obliging a Contracting State to grant to residents of the other Contracting State any personal allowances, reliefs and reductions for taxa - tion purposes on account of civil status or family responsibilities which it grants only to its own residents. (3) Except where the provisions of paragraph 1 of Article 9, paragraph 8 of Article 11, or paragraph 6 of Article 12, apply, in - terest, royalties and other disbursements paid by an enterprise of a Contracting State to a resident of the other Contracting State shall, for the purpose of determining the taxable profits of such Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 83 7 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de nehmens unter den gleichen Bedingungen wie Zahlungen an eine im erstgenannten Staat ansässige Person zum Abzug zuzu - lassen. Dementsprechend sind Schulden, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats gegenüber einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person hat, bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Vermögens dieses Unternehmens unter den gleichen Bedingun - gen wie Schulden gegenüber einer im erstgenannten Staat an - sässigen Person zum Abzug zuzulassen. (4) Unternehmen eines Vertragsstaates, deren Kapital ganz oder teilweise unmittelbar oder mittelbar einer im anderen Ver- tragsstaat ansässigen Person oder mehreren solchen Personen gehört oder ihrer Kontrolle unterliegt, dürfen im erstgenannten Staat keiner Besteuerung oder damit zusammenhängenden Ver- pflichtung unterworfen werden, die anders oder belastender ist als die Besteuerung und die damit zusammenhängenden Ver- pflichtungen, denen andere ähnliche Unternehmen des erstge - nannten Staates unterworfen sind oder unterworfen werden kön - nen. (5) Dieser Artikel gilt ungeachtet des Artikels 2 für Steuern jeder Art und Bezeichnung. Artikel 26 Verständigungsverfahren (1) Ist eine Person der Auffassung, dass Maßnahmen eines Vertragsstaats oder beider Vertragsstaaten für sie zu einer Be - steuerung führen oder führen werden, die diesem Abkommen nicht entspricht, so kann sie unbeschadet der nach dem inner- staatlichen Recht dieser Staaten vorgesehenen Rechtsmittel ih - ren Fall der zuständigen Behörde des Vertragsstaats, in dem sie ansässig ist, oder, sofern ihr Fall von Artikel 25 Absatz 1 erfasst wird, der zuständigen Behörde des Vertragsstaats unterbreiten, dessen Staatsangehöriger sie ist. Der Fall muss innerhalb von drei Jahren nach der ersten Mitteilung der Maßnahme unterbrei- tet werden, die zu einer diesem Abkommen nicht entsprechen - den Besteuerung führt. (2) Hält die zuständige Behörde die Einwendung für begründet und ist sie selbst nicht in der Lage, eine befriedigende Lösung herbeizuführen, so wird sie sich bemühen, den Fall durch Verständigung mit der zuständigen Behörde des anderen Ver- tragsstaats so zu regeln, dass eine dem Abkommen nicht ent- sprechende Besteuerung vermieden wird. Die Verständigungs - regelung ist ungeachtet der Fristen des innerstaatlichen Rechts der Vertragsstaaten durchzuführen. (3) Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten werden sich bemühen, Schwierigkeiten oder Zweifel, die bei der Ausle - gung oder Anwendung dieses Abkommens entstehen, durch Verständigung zu beseitigen. Sie können auch gemeinsam be - raten, um eine Doppelbesteuerung in Fällen zu beseitigen, die im Abkommen nicht behandelt sind. (4) Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten können zur Herbeiführung einer Einigung im Sinne der vorstehenden Absät- ze unmittelbar miteinander verkehren, gegebenenfalls auch durch eine aus ihnen oder ihren Vertretern bestehende gemeinsame Kommission. Artikel 27 Inform ationsaustausch (1) Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten tauschen die Informationen aus, die zur Durchführung dieses Abkommens oder zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts betreffend Steuern jeder Art und Bezeichnung, die für Rechnung eines Vertragsstaats, eines seiner Länder oder einer ihrer Gebietskörperschaften erhoben werden, voraussichtlich er- heblich sind, soweit die diesem Recht entsprechende Besteue - rung nicht diesem Abkommen widerspricht. Der Informations - austausch ist durch Artikel 1 und 2 nicht eingeschränkt. (2) Alle Informationen, die ein Vertragsstaat nach Absatz 1 er- halten hat, sind ebenso geheim zu halten wie die aufgrund des innerstaatlichen Rechts dieses Staates beschafften Informatio - enterprise, be deductible under the same conditions as if they had been paid to a resident of the first-mentioned State. Similar- ly, any debts of an enterprise of a Contracting State to a resident of the other Contracting State shall, for the purpose of determin - ing the taxable capital of such enterprise, be deductible under the same conditions as if they had been contracted to a resident of the first-mentioned State. (4) Enterprises of a Contracting State, the capital of which is wholly or partly owned or controlled, directly or indirectly, by one or more residents of the other Contracting State, shall not be subjected in the first-mentioned State to any taxation or any re - quirement connected therewith which is other or more burden - some than the taxation and connected requirements to which other similar enterprises of the first-mentioned State are or may be subjected. (5) The provisions of this Article shall, notwithstanding the pro - visions of Article 2, apply to taxes of every kind and description. Article 26 M utual Agreem ent Procedure (1) Where a person considers that the actions of one or both of the Contracting States result or will result for him in taxation not in accordance with the provisions of this Agreement, he may, irrespective of the remedies provided by the domestic law of those States, present his case to the competent authority of the Contracting State of which he is a resident or, if his case comes under paragraph 1 of Article 25, to that of the Contracting State of which he is a national. The case must be presented within three years from the first notification of the action resulting in tax - ation not in accordance with the provisions of this Agreement. (2) The competent authority shall endeavour, if the objection appears to it to be justified and if it is not itself able to arrive at a satisfactory solution, to resolve the case by mutual agreement with the competent authority of the other Contracting State, with a view to the avoidance of taxation which is not in accordance with this Agreement. Any agreement reached shall be implement- ed notwithstanding any time limits in the domestic law of the Contracting States. (3) The competent authorities of the Contracting States shall endeavour to resolve by mutual agreement any difficulties or doubts arising as to the interpretation or application of this Agreement. They may also consult together for the elimination of double taxation in cases not provided for in this Agreement. (4) The competent authorities of the Contracting States may communicate with each other directly, including through a joint commission consisting of themselves or their representatives, for the purpose of reaching an agreement in the sense of the pre - ceding paragraphs. Article 27 Exchange of Inform ation (1) The competent authorities of the Contracting States shall exchange such information as is forseeably relevant for carrying out the provisions of this Agreement or to the administration or enforcement of the domestic laws concerning taxes of every kind and description imposed on behalf of a Contracting State, of a Land, or a political subdivision or local authority thereof, insofar as the taxation thereunder is not contrary to this Agreement. The exchange of information is not restricted by Articles 1 and 2. (2) Any information received under paragraph 1 by a Contract- ing State shall be treated as secret in the same manner as infor- mation obtained under the domestic laws of that State and shall 83 8 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de nen und dürfen nur den Personen oder Behörden (einschließlich der Gerichte und Verwaltungsbehörden) zugänglich gemacht werden, die mit der Veranlagung oder Erhebung, der Vollstre - ckung oder Strafverfolgung oder mit der Entscheidung von Rechtsmitteln hinsichtlich der in Absatz 1 genannten Steuern oder mit der Aufsicht darüber befasst sind. Diese Personen oder Behörden dürfen die Informationen nur für diese Zwecke verwen - den. Sie dürfen die Informationen in einem öffentlichen Gerichts - verfahren oder in einer Gerichtsentscheidung offenlegen. (3) Absätze 1 und 2 sind nicht so auszulegen, als verpflichte - ten sie einen Vertragsstaat, a) zur Erteilung von Informationen Verwaltungsmaßnahmen durchzuführen, die von den Gesetzen oder der Verwaltungs - praxis dieses oder des anderen Vertragsstaats abweichen; b) Informationen zu erteilen, die nach den Gesetzen oder im üblichen Verwaltungsverfahren dieses oder des anderen Ver- tragsstaats nicht beschafft werden können; c) Informationen zu erteilen, die ein Handels-, Industrie-, Ge - werbe- oder Berufsgeheimnis oder ein Geschäftsverfahren preisgeben würden oder deren Erteilung der öffentlichen Ord - nung widerspräche. (4) Ersucht ein Vertragsstaat gemäß diesem Artikel um Infor- mationen, so nutzt der andere Vertragsstaat die ihm zur Verfü - gung stehenden Möglichkeiten zur Beschaffung der erbetenen Informationen, selbst wenn er diese Informationen für seine eigenen steuerlichen Zwecke nicht benötigt. Die im vorhergehen - den Satz enthaltene Verpflichtung unterliegt den Beschränkun - gen gemäß Absatz 3, aber diese Beschränkungen sind in keinem Fall so auszulegen, als könne ein Vertragsstaat die Erteilung von Informationen nur deshalb ablehnen, weil er kein innerstaatliches steuerliches Interesse an diesen Informationen hat. (5) Absatz 3 ist in keinem Fall so auszulegen, als könne ein Vertragsstaat die Erteilung von Informationen nur deshalb ableh - nen, weil sich die Informationen bei einer Bank, einem sonstigen Finanzinstitut, einem Bevollmächtigten, Vertreter oder Treuhän - der befinden oder weil sie sich auf Eigentumsanteile an einer Per- son beziehen. Artikel 28 Verfahrensregeln für die Q uellenbesteuerung (1) Werden in einem Vertragsstaat die Steuern von Dividen - den, Zinsen, Lizenzgebühren oder sonstigen von einer im ande - ren Vertragsstaat ansässigen Person bezogenen Einkünften im Abzugsweg erhoben, so wird das Recht des erstgenannten Staa - tes zur Vornahme des Steuerabzugs zu dem nach seinem inner- staatlichen Recht vorgesehenen Satz durch dieses Abkommen nicht berührt. Die im Abzugsweg erhobene Steuer ist auf Antrag des Steuerpflichtigen zu erstatten, wenn und soweit sie durch das Abkommen ermäßigt wird oder entfällt. (2) Anträge auf Erstattung müssen innerhalb von zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Zahlung der Abzugsteuer auf die Dividen - den, Zinsen, Lizenzgebühren oder anderen Einkünfte eingereicht werden. (3) Ungeachtet des Absatzes 1 wird jeder Vertragsstaat Ver- fahren dafür schaffen, dass Zahlungen von Einkünften, die nach diesem Abkommen im Quellenstaat keiner oder nur einer ermä - ßigten Steuer unterliegen, ohne oder nur mit dem Steuerabzug erfolgen können, der im jeweiligen Artikel vorgesehen ist. (4) Der Vertragsstaat, aus dem die Einkünfte stammen, kann eine Bescheinigung der zuständigen Behörde über die Ansässig - keit im anderen Vertragsstaat verlangen. (5) Die zuständigen Behörden können in gegenseitigem Ein - vernehmen die Durchführung dieses Artikels regeln und gegebe - nenfalls andere Verfahren zur Durchführung der im Abkommen vorgesehenen Steuerermäßigungen oder -befreiungen festlegen. be disclosed only to persons or authorities (including courts and administrative bodies) concerned with the assessment or collec - tion of, the enforcement or prosecution in respect of, or the determination of appeals in relation to the taxes referred to in paragraph 1 or the oversight of the above. Such persons or au - thorities shall use the information only for such purposes. They may disclose the information in public court proceedings or in judicial decisions. (3) In no case shall the provisions of paragraphs 1 and 2 be construed so as to impose on a Contracting State the obligation: (a) to carry out administrative measures for the supply of infor- mation at variance with the laws and administrative practice of that or of the other Contracting State; (b) to supply information which is not obtainable under the laws or in the normal course of the administration of that or of the other Contracting State; (c) to supply information which would disclose any trade, busi- ness, industrial, commercial or professional secret or trade process, or information, the disclosure of which would be contrary to public policy (ordre public). (4) If information is requested by a Contracting State in accor- dance with this Article, the other Contracting State shall use its information gathering measures to obtain the requested informa - tion, even though that other State may not need such information for its own tax purposes. The obligation contained in the preced - ing sentence is subject to the limitations of paragraph 3 but in no case shall such limitations be construed to permit a Contracting State to decline to supply information solely because it has no domestic tax interest in such information. (5) In no case shall the provisions of paragraph 3 be construed to permit a Contracting State to decline to supply information solely because the information is held by a bank, other financial institution, nominee or person acting in an agency or a fiduciary capacity or because it relates to ownership interests in a person. Article 28 Procedural Rules for Taxation at Source (1) If in one of the Contracting States the taxes on dividends, interest, royalties or other items of income derived by a person who is a resident of the other Contracting State are levied by withholding at source, the right of the first-mentioned State to apply the withholding of tax at the rate provided under its domestic law shall not be affected by the provisions of this Agreement. The tax withheld at source shall be refunded on application by the taxpayer if and to the extent that it is reduced by this Agreement or ceases to apply. (2) Refund applications must be submitted within two years from the date of payment of the withholding tax on the dividends, interest, royalties or other items of income. (3) Notwithstanding paragraph 1, each Contracting State shall provide for procedures to the effect that payments of income subject under this Agreement to no tax or only to reduced tax in the state of source may be made without deduction of tax or with deduction of tax only at the rate provided in the relevant Article. (4) The Contracting State in which the items of income arise may ask for a certificate by the competent authority on the residence in the other Contracting State. (5) The competent authorities may by mutual agreement implement the provisions of this Article and if necessary establish other procedures for the implementation of tax reductions or exemptions provided for under this Agreement. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 83 9 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de Artikel 29 Anw endung des Abkom m ens in bestim m ten Fällen Dieses Abkommen ist nicht so auszulegen, als hindere es ei- nen Vertragsstaat, seine innerstaatlichen Rechtsvorschriften zur Verhinderung der Steuerumgehung oder Steuerhinterziehung an - zuwenden. Führt die vorstehende Bestimmung zu einer Doppel- besteuerung, konsultieren die zuständigen Behörden einander nach Artikel 26 Absatz 3, wie die Doppelbesteuerung zu besei - tigen ist. Artikel 3 0 M itglieder diplom atischer M issionen oder konsularischer Vertretungen (1) Dieses Abkommen berührt nicht die steuerlichen Vorrech - te, die den Mitgliedern diplomatischer Missionen oder konsula - rischer Vertretungen nach den allgemeinen Regeln des Völker- rechts oder aufgrund besonderer Übereinkünfte zustehen. (2) Ungeachtet des Artikels 4 gilt eine natürliche Person, die Mitglied einer diplomatischen Mission oder einer konsularischen Vertretung eines Vertragsstaats ist, die im anderen Vertragsstaat oder in einem dritten Staat gelegen ist, für die Zwecke dieses Ab - kommens als im Entsendestaat ansässig, wenn sie a) nach dem Völkerrecht im Empfangsstaat mit Einkünften aus Quellen außerhalb dieses Staates oder mit außerhalb dieses Staates gelegenem Vermögen nicht steuerpflichtig ist und b) im Entsendestaat den gleichen Verpflichtungen bezüglich der Steuer von ihrem gesamten Einkommen oder vom Vermögen unterworfen ist wie die in diesem Staat ansässigen Personen. Artikel 3 1 Protokoll Das angefügte Protokoll ist Bestandteil dieses Abkommens. Artikel 3 2 Inkrafttreten (1) Dieses Abkommen bedarf der Ratifikation; die Ratifika - tionsurkunden werden so bald wie möglich in Manila ausge - tauscht. (2) Dieses Abkommen tritt am Tag des Austausches der Rati- fikationsurkunden in Kraft und ist in beiden Vertragsstaaten anzu - wenden a) bei den im Abzugsweg erhobenen Steuern auf die Beträge, die am oder nach dem 1. Januar des Kalenderjahrs gezahlt werden, das dem Jahr folgt, in dem dieses Abkommen in Kraft getreten ist; b) bei den übrigen Steuern auf die Steuern, die für Zeiträume ab dem 1. Januar des Kalenderjahrs erhoben werden, das auf das Jahr folgt, in dem dieses Abkommen in Kraft getreten ist. (3) Mit Inkrafttreten dieses Abkommens tritt das am 22. Juli 1983 in Manila unterzeichnete Abkommen zwischen der Bundes - republik Deutschland und der Republik der Philippinen zur Ver- meidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen außer Kraft. Seine Bestim - mungen gelten bis zur in Absatz 2 geregelten Anwendbarkeit die - ses Abkommens fort. Auf Sachverhalte, die vor dem Inkraft- treten dieses Abkommens liegen, bleiben die Bestimmungen des in Manila am 22. Juli 1983 unterzeichneten Abkommens anwend - bar. Artikel 3 3 Kündigung Dieses Abkommen bleibt auf unbestimmte Zeit in Kraft, jedoch kann jeder der Vertragsstaaten bis zum 30. Juni eines jeden Article 29 Application of the Agreem ent in Special C ases This Agreement shall not be interpreted to mean that a Con - tracting State is prevented from applying its domestic legal pro - visions on the prevention of tax evasion or tax avoidance. If the foregoing provision results in double taxation, the competent au - thorities shall consult each other pursuant to paragraph 3 of Article 26 on how to eliminate double taxation. Article 3 0 M em bers of D iplom atic M issions or C onsular Posts (1) Nothing in this Agreement shall affect the fiscal privileges of members of diplomatic missions or consular posts under the general rules of international law or under the provisions of spe - cial agreements. (2) Notwithstanding the provisions of Article 4, an individual who is a member of a diplomatic mission or a consular post of a Contracting State which is situated in the other Contracting State or in a third State shall be deemed for the purposes of this Agree - ment to be a resident of the sending State if: (a) in accordance with international law he is not liable to tax in the receiving State in respect of income from sources outside that State or on capital situated outside that State, and (b) he is liable in the sending State to the same obligations in re - lation to tax on his total income or on capital as are residents of that State. Article 3 1 Protocol The attached Protocol shall be an integral part of this Agree - ment. Article 3 2 Entry into Force (1) This Agreement shall be ratified; the instruments of ratifica - tion shall be exchanged as soon as possible in Manila. (2) This Agreement shall enter into force on the day of the ex - change of the instruments of ratification and shall have effect in both Contracting States: (a) in the case of taxes withheld at source, in respect of amounts paid on or after the first day of January of the calendar year next following that in which this Agreement entered into force; (b) in the case of other taxes, in respect of taxes levied for peri- ods beginning on or after the first day of January of the calendar year next following that in which this Agreement en - tered into force. (3) With the entry into force of this Agreement, the Agreement between the Federal Republic of Germany and the Republic of the Philippines for the Avoidance of Double Taxation with Re - spect to Taxes on Income and on Capital, signed in Manila on 22 nd July 1983 shall expire. Its provisions shall continue to be applicable until this Agreement shall become effective as provid - ed for in paragraph 2 of this Article. The provisions of the Agree - ment signed in Manila on 22 nd July 1983 shall continue to apply to all tax cases having occurred prior to the date upon which this Agreement has entered into force. Article 3 3 Term ination This Agreement shall continue in effect for an unlimited period but either of the Contracting States may, on or before the thirti- 840 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de eth day of June in any calendar year beginning after the expira - tion of a period of five years from the date of its entry into force, give the other Contracting State, through diplomatic channels, written notice of termination and, in such event, this Agreement shall cease to have effect: (a) in the case of taxes withheld at source, in respect of amounts paid on or after the first day of January of the calendar year next following that in which notice of termination is given; (b) in the case of other taxes, in respect of taxes levied for peri- ods beginning on or after the first day of January of the cal- endar year next following that in which notice of termination is given. Done at Berlin on 9 September 2013 in duplicate, each in the German and English languages, both texts being equally authen - tic. Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 841 Kalenderjahrs nach Ablauf von fünf Jahren, vom Tag des Inkraft- tretens an gerechnet, das Abkommen gegenüber dem anderen Vertragsstaat auf diplomatischem Weg schriftlich kündigen; in diesem Fall ist das Abkommen nicht mehr anzuwenden a) bei den im Abzugsweg erhobenen Steuern auf die Beträge, die am oder nach dem 1. Januar des Kalenderjahrs gezahlt werden, das auf das Kündigungsjahr folgt; b) bei den übrigen Steuern auf die Steuern, die für Zeiträume ab dem 1. Januar des Kalenderjahrs erhoben werden, das auf das Kündigungsjahr folgt. Geschehen zu Berlin am 9. September 2013 in zwei Ausferti- gungen, jede in deutscher und englischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist. Für die Bundesrepublik Deutschland For the Federal Republic of Germany Martin Ney Für die Republik der Philippinen For the Republic of the Philippines Cesar Purisima Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de Die Bundesrepublik Deutschland und die Republik der Philip - pinen haben die nachstehenden Bestimmungen zum Abkommen vom 9. September 2013 zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermö - gen vereinbart: 1. Zu A rtikel 2: Der in Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe b genannte Ausdruck „Zu - schläge“ bezieht sich auf Ergänzungsabgaben, die auf der Grundlage des Betrags der Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- oder Vermögensteuer berechnet werden, derzeit zum Beispiel der auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer erhobene Soli- daritätszuschlag. 2. Zu A rtikel 7: a) Verkauft ein Unternehmen eines Vertragsstaats durch eine Betriebsstätte im anderen Vertragsstaat Güter oder Waren oder übt es dort eine Geschäftstätigkeit aus, so werden die Gewinne dieser Betriebsstätte nicht auf der Grundlage des vom Unternehmen hierfür erzielten Gesamtbetrags, sondern nur auf der Grundlage des Betrags ermittelt, der der tatsäch - lichen Verkaufs- oder Geschäftstätigkeit der Betriebsstätte zuzurechnen ist. b) Hat ein Unternehmen eine Betriebsstätte im anderen Ver- tragsstaat, so werden im Fall von Verträgen, insbesondere über Entwürfe, Lieferungen, Einbau oder Bau von gewerb - lichen, kaufmännischen oder wissenschaftlichen Ausrüstun - gen oder Einrichtungen, oder von öffentlichen Aufträgen, die Gewinne dieser Betriebsstätte nicht auf der Grundlage des Gesamtvertragspreises, sondern nur auf der Grundlage des Teils des Vertrages ermittelt, der tatsächlich von der Betriebs - stätte in dem Vertragsstaat durchgeführt wird, in dem die Be - triebsstätte liegt. Gewinne aus der Lieferung von Waren an die Betriebsstätte oder Gewinne im Zusammenhang mit dem Teil des Vertrages, der in dem Vertragsstaat durchgeführt wird, in dem der Sitz des Stammhauses des Unternehmens liegt, können nur in diesem Staat besteuert werden. c) Vergütungen für technische Dienstleistungen, einschließlich Studien oder Entwürfe wissenschaftlicher, geologischer oder technischer Art, oder für Konstruktionsverträge, einschließ - lich dazugehöriger Blaupausen, oder für Beratungs- oder Überwachungstätigkeit gelten als Vergütungen, auf die Arti- kel7 oder Artikel 14 des Abkommens anzuwenden ist. Stellt jedoch die Erteilung von Informationen über gewerbliche, kaufmännische oder wissenschaftliche Erfahrungen bei Wei- 842 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 The Federal Republic of Germany and the Republic of the Philippines have agreed on the following provisions to the Agree - ment of 9 September 2013 for the Avoidance of Double Taxation with respect to Taxes on Income and on Capital: 1. W ith reference to A rticle 2: The term “supplements” as mentioned in subparagraph (b) of paragraph 3 of Article 2 refers to additional taxes which are com - puted on the tax amount of the income tax, corporation tax, trade tax or capital tax, e.g., at present the solidarity surcharge (Soli- daritätszuschlag) on the income tax and corporation tax. 2. W ith reference to A rticle 7: (a) Where an enterprise of a Contracting State sells goods or merchandise or carries on business in the other Contracting State through a permanent establishment situated therein, the profits of that permanent establishment shall not be de - termined on the basis of the total amount received therefore by the enterprise but only on the basis of the amount which is attributable to the actual activity of the permanent estab - lishment for such sales or business. (b) In the case of contracts, in particular for the survey, supply, installation or construction of industrial, commercial or sci- entific equipment or premises, or of public works, where the enterprise has a permanent establishment in the other Con - tracting State, the profits of such permanent establishment shall not be determined on the basis of the total amount of the contract, but only on the basis of that part of the contract which is effectively carried out by the permanent establish - ment in the Contracting State in which it is situated. Profits derived from the supply of goods to that permanent estab - lishment or profits related to the part of the contract which is carried out in the Contracting State in which the head office of the enterprise is situated shall be taxable only in that State. (c) Payments received as a consideration for technical services, including studies or surveys of a scientific, geological or tech - nical nature, or for engineering contracts including blue prints related thereto, or for consultancy or supervisory services shall be deemed to be payments to which the provisions of Article 7 or Article 14 of the Agreement apply. If, however, the granting of information concerning industrial, commercial or scientific experience constitutes by far the principal purpose Protokoll zum Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik der Philippinen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen Protocol to the Agreement between the Federal Republic of Germany and the Republic of the Philippines for the Avoidance of Double Taxation with respect to Taxes on Income and on Capital Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de tem den Hauptzweck eines Vertrags dar und ist die im Ver- trag festgelegte Erbringung technischer Dienstleistungen nur ergänzender und weitgehend unbedeutender Art, fällt der Ge - samtbetrag der Vergütung unter Artikel 12. 3. Zu den A rtikeln 8, 10 und 25: Artikel 8 Absatz 2 und Artikel 10 Absatz 6 verstoßen nicht gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung nach Artikel 25. 4. Zu den A rtikeln 10 und 11: Ungeachtet der Artikel 10 und 11 können Dividenden und Zin - sen in dem Vertragsstaat, aus dem sie stammen, nach dem Recht dieses Staates besteuert werden, wenn sie a) auf Rechten oder Forderungen mit Gewinnbeteiligung, ein - schließlich der Einkünfte eines stillen Gesellschafters aus sei- ner Beteiligung als stiller Gesellschafter oder der Einkünfte aus partiarischen Darlehen oder Gewinnobligationen im Sinne des Steuerrechts der Bundesrepublik Deutschland, be - ruhen und b) bei der Ermittlung der Gewinne des Schuldners der Dividen - den oder Zinsen abzugsfähig sind. 5. Zu A rtikel 27 A bsatz 2: In den Philippinen bezieht sich der Ausdruck „der Aufsicht darüber“ ausschließlich auf das Congressional Oversight Committee nach Abschnitt 290 des National Internal Revenue Code von 1997. 6. Zu A rtikel 27: Soweit nach Artikel 27 personenbezogene Daten übermittelt wer- den, gelten ergänzend die nachfolgenden Bestimmungen: a) Die empfangende Stelle kann diese Daten in Übereinstim - mung mit Artikel 27 Absatz 2 nur zu dem von der übermit- telnden Stelle angegebenen Zweck verwenden und unterliegt dabei den durch die übermittelnde Stelle vorgeschriebenen Bedingungen. b) Ungeachtet der Bestimmungen des Artikels 27 Absatz 2 kön - nen die Informationen für andere Zwecke verwendet werden, wenn sie nach dem Recht beider Staaten für diese anderen Zwecke verwendet werden können und die zuständige Be - hörde des übermittelnden Staates dieser Verwendung zuge - stimmt hat. Ohne vorherige Zustimmung der zuständigen Be - hörde des übermittelnden Staates ist eine Verwendung für andere Zwecke nur zulässig, wenn sie zur Abwehr einer im Einzelfall bestehenden dringenden Gefahr für das Leben, die körperliche Unversehrtheit oder die persönliche Freiheit einer Person oder zum Schutz bedeutender Vermögenswerte er- forderlich ist und Gefahr im Verzug besteht. In diesem Fall ist die zuständige Behörde des übermittelnden Staates unver- züglich um nachträgliche Genehmigung der anderweitigen Verwendung zu ersuchen. Wird die Genehmigung verweigert, ist die weitere Verwendung der Informationen für den anderen Zweck unzulässig; ein durch die anderweitige Verwendung der Informationen entstandener Schaden ist zu ersetzen. c) Auf Ersuchen unterrichtet die empfangende Stelle die über- mittelnde Stelle im Einzelfall über die Verwendung der über- mittelten Daten und die dadurch erzielten Ergebnisse. d) Die übermittelnde Stelle ist verpflichtet, auf die Richtigkeit der zu übermittelnden Daten und ihre voraussichtliche Erheblich - keit im Sinne des Artikels 27 Absatz 1 Satz 1 und die Verhält- nismäßigkeit in Bezug auf den mit der Übermittlung verfolg - ten Zweck zu achten. Voraussichtlich erheblich sind die Daten, wenn im konkreten Fall die ernstliche Möglichkeit be - steht, dass der andere Vertragsstaat ein Besteuerungsrecht hat, und keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Daten Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 843 of a contract and the provision of technical services stipula - ted in the contract is only of an ancillary and largely unimpor- tant character, the whole amount of the consideration shall be treated under Article 12. 3. W ith reference to A rticles 8, 10 and 25: It is understood that the provisions of paragraph 2 of Article 8 and paragraph 6 of Article 10 do not contravene the principle of non-discrimination under Article 25. 4. W ith reference to A rticles 10 and 11: Notwithstanding the provisions of Articles 10 and 11 of this Agreement, dividends and interest may be taxed in the Con - tracting States in which they arise, and according to the law of that State, (a) if they are derived from rights or debt claims carrying a right to participate in profits, including income derived by a silent partner (“stiller Gesellschafter’’) from his participation as such, or from a loan with an interest rate linked to borrower’s profit (“partiarisches Darlehen”) or from profit sharing bonds (“Gewinnobligationen’’) within the meaning of the tax law of the Federal Republic of Germany and (b) under the condition that they are deductible in the determina - tion of profits of the debtor of such income. 5. W ith reference to paragraph 2 of A rticle 27: In the Philippines, the term “oversight of the above” shall pertain only to the Congressional Oversight Committee under Section 290 of the National Internal Revenue Code of 1997. 6. W ith reference to A rticle 27 Insofar as personal data are supplied under Article 27, the follo - wing additional provisions shall apply: (a) The receiving agency may use such data in compliance with paragraph 2 of Article 27 only for the purpose stated by the supplying agency and shall be subject to the conditions pre - scribed by the supplying agency. (b) Notwithstanding the provisions of paragraph 2 of Article 27, the information may be used for other purposes, if under the law of both States it may be used for these other purposes and the competent authority of the supplying State has agreed to this use. Use for other purposes without the prior approval of the supplying State is permissible only if it is nee - ded to avert in the individual case at hand an imminent thre - at to a person of loss of life, bodily harm or loss of liberty, or to protect significant assets and there is danger inherent in any delay. In such a case the competent authority of the sup - plying State must be asked without delay for retroactive au - thorisation of the change in use. If authorisation is refused, the information may no longer be used for the other purpose; any damage which has been caused by the change in use of the information must be compensated. (c) The receiving agency shall on request inform the supplying agency on a case-by-case basis about the use of the sup - plied data and the results achieved thereby. (d) The supplying agency shall be obliged to exercise vigilance as to the accuracy of the data to be supplied and their for- seeable relevance within the meaning of the first sentence of paragraph 1 of Article 27 and the proportionality to the purpo - se for which they are supplied. Data are forseeably relevant if in the concrete case at hand there is the serious possibility that the other Contracting State has a right to tax and there is nothing to indicate that the data are already known to the Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de 844 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2014 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2014 der zuständigen Behörde des anderen Vertragsstaats bereits bekannt sind oder dass die zuständige Behörde des anderen Vertragsstaats ohne die Information von dem Gegenstand des Besteuerungsrechts Kenntnis erlangt. Erweist sich, dass unrichtige Daten oder Daten, die nicht übermittelt werden durften, übermittelt worden sind, so ist dies der empfangen - den Stelle unverzüglich mitzuteilen. Diese ist verpflichtet, die Berichtigung oder Löschung solcher Daten unverzüglich vor- zunehmen. Sind Daten ohne Ersuchen übermittelt worden, hat die empfangende Stelle unverzüglich zu prüfen, ob die Daten für den Zweck erforderlich sind, für den sie übermittelt worden sind; nicht benötigte Daten hat sie unverzüglich zu löschen. e) Erfolgt die Datenübermittlung auf Ersuchen, hat die empfan - gende Stelle die betroffene Person über die Datenerhebung durch die übermittelnde Stelle zu informieren. Die Informa - tion kann unterbleiben, soweit und solange eine Abwägung ergibt, dass das öffentliche Interesse an dem Unterbleiben der Information gegenüber dem Informationsinteresse der betroffenen Person überwiegt. f) Die betroffene Person ist auf Antrag über die zu ihrer Person übermittelten Daten sowie über deren vorgesehene Verwen - dung zu unterrichten. Buchstabe e Satz 2 gilt entsprechend. g) Wird eine Person infolge von Übermittlungen im Rahmen des Datenaustauschs nach diesem Abkommen rechtswidrig ge - schädigt, haftet ihr hierfür die empfangende Stelle nach Maß - gabe ihres innerstaatlichen Rechts. Diese kann sich im Ver- hältnis zur geschädigten Person zu ihrer Entlastung nicht darauf berufen, dass der Schaden durch die übermittelnde Stelle verursacht worden ist. h) Soweit das für die übermittelnde Stelle geltende innerstaat - liche Recht in Bezug auf die übermittelten personenbezoge - nen Daten besondere Löschungsvorschriften vorsieht, weist diese Stelle die empfangende Stelle darauf hin. In jedem Fall sind die übermittelten personenbezogenen Daten zu löschen, sobald sie für den Zweck, für den sie übermittelt worden sind, nicht mehr erforderlich sind. i) Die übermittelnde und die empfangende Stelle sind verpflich - tet, die Übermittlung und den Empfang von personenbezo - genen Daten aktenkundig zu machen. j) Die übermittelnde und die empfangende Stelle sind verpflich - tet, die übermittelten personenbezogenen Daten wirksam ge - gen unbefugten Zugang, unbefugte Veränderung und unbe - fugte Bekanntgabe zu schützen. competent authority of the other Contracting State or that the competent authority of the other Contracting State would learn of the taxable object without the information. If it emerges that inaccurate data or data which should not have been sup - plied have been supplied, the receiving agency shall be in - formed of this without delay. That agency shall be obliged to correct or erase such data without delay. If data have been supplied spontaneously, the receiving agency shall check without delay whether the data are needed for the purpose for which they were supplied; that agency shall immediately erase any data which is not needed. (e) If the supply of data is effected on request, the receiving agency shall inform the person concerned of the data col- lection by the supplying agency. The person concerned need not be informed if and as long as on balance it is considered that the public interest in not informing him outweighs his right to be informed. (f) Upon application, the person concerned shall be informed of the supplied data relating to him and of the use to which such data are to be put. The second sentence of paragraph (e) shall apply accordingly. (g) The receiving agency shall bear liability in accordance with its domestic laws in relation to any person suffering unlawful damage as a result of supply under the exchange of data pur- suant to this Agreement. In relation to the damaged person, the receiving agency may not plead to its discharge that the damage had been caused by the supplying agency. (h) Where the domestic law applicable to the supplying agency provides particular deadlines for the deletion of the personal data supplied, that agency shall inform the receiving agency accordingly. In any case, supplied personal data shall be era - sed once they are no longer required for the purpose for which they were supplied. (i) The supplying and the receiving agencies shall be obliged to keep official records of the supply and receipt of personal data. (j) The supplying and the receiving agencies shall be obliged to take effective measures to protect the personal data supplied against unauthorised access, unauthorised alteration and un - authorised disclosure. Das Bundesgesetzblatt im Internet: www.bundesgesetzblatt.de | Ein Service des Bundesanzeiger Verlag www.bundesanzeiger-verlag.de