tax-treaties.com
Abkommen wechselnQUELLENFASSUNG
Artikel finden

Deutschland – Syrien · QuellenfassungArtikel 22 Vermeidung der Doppelbesteuerung im Wohnsitzstaat

Unreviewed · applicability unverified

(1)

(1) Bei einer in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen Person wird die Steuer wie folgt festgesetzt: a) Vorbehaltlich einer Anrechnung ausländischer Steuern nach Buchstabe b werden von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer die Einkünfte aus der Arabischen Repu- blik Syrien ausgenommen, die nach diesem Abkommen in der Arabischen Republik Syrien besteuert werden können. Für Einkünfte aus Dividenden gelten die vorstehenden Bestimmungen nur dann, wenn diese Dividenden an eine in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Gesellschaft (jedoch nicht an eine Personengesellschaft) von einer in der Arabischen Republik Syrien ansässigen Gesellschaft gezahlt werden, deren Kapital zu mindestens 10 vom Hun- dert unmittelbar der deutschen Gesellschaft gehört, und bei der Ermittlung der Gewinne der ausschüttenden Gesell- schaft nicht abgezogen worden sind. b) Auf die deutsche Steuer vom Einkommen für die folgenden Einkünfte wird unter Beachtung der Vorschriften des deut- schen Steuerrechts über die Anrechnung ausländischer Steuern die syrische Steuer angerechnet, die nach dem Recht der Arabischen Republik Syrien und in Übereinstim- mung mit diesem Abkommen für diese Einkünfte gezahlt worden ist: aa) Dividenden, die nicht unter Buchstabe a fallen; bb) Zinsen; cc) Lizenzgebühren; dd) Einkünfte, die nach Artikel 13 Absatz 2 in der Ara- bischen Republik Syrien besteuert werden können; ee) Einkünfte, die nach Artikel 15 Absatz 3 in der Ara- bischen Republik Syrien besteuert werden können; ff) Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen; gg) Einkünfte im Sinne des Artikels 17. c) Statt der Bestimmungen des Buchstabens a sind die Bestimmungen des Buchstabens b anzuwenden auf Einkünfte im Sinne der Artikel 7 und 10 und die diesen Ein- künften zugrunde liegenden Vermögenswerte, wenn die in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Person nicht nachweist, dass die Betriebsstätte in dem Wirtschaftsjahr, in dem sie den Gewinn erzielt hat, oder die in der Arabischen Republik Syrien ansässige Gesellschaft in dem Wirtschafts- jahr, für das sie die Ausschüttung vorgenommen hat, ihre Bruttoerträge ausschließlich oder fast ausschließlich aus unter § 8 Absatz 1 Nummer 1 bis 6 des deutschen Außen- steuergesetzes fallenden Tätigkeiten bezogen hat; Gleiches gilt für unbewegliches Vermögen, das einer Betriebsstätte dient, und die daraus erzielten Einkünfte (Artikel 6 Absatz 4) sowie für Gewinne aus der Veräußerung dieses unbeweg- lichen Vermögens (Artikel 13 Absatz 1) und des beweglichen Vermögens, das Betriebsvermögen der Betriebsstätte dar- stellt (Artikel 13 Absatz 3). d) Die Bundesrepublik Deutschland behält aber das Recht, die nach den Bestimmungen dieses Abkommens von der deutschen Steuer ausgenommenen Einkünfte bei der Fest- setzung ihres Steuersatzes zu berücksichtigen. e) Ungeachtet der Bestimmungen des Buchstabens a wird die Doppelbesteuerung durch Steueranrechnung nach Buch- stabe b vermieden, aa) wenn in den Vertragsstaaten Einkünfte unterschied- lichen Abkommensbestimmungen zugeordnet oder verschiedenen Personen zugerechnet werden (außer nach Artikel 9) und dieser Konflikt sich nicht durch ein Verfahren nach Artikel 24 Absatz 3 regeln lässt und wenn aufgrund dieser unterschiedlichen Zuordnung oder Zurechnung die betreffenden Einkünfte unbe- steuert blieben oder niedriger als ohne diesen Konflikt besteuert würden; oder bb) wenn die Bundesrepublik Deutschland nach gehöriger Konsultation mit der zuständigen Behörde der Ara- bischen Republik Syrien auf diplomatischem Weg andere Einkünfte oder Veräußerungsgewinne notifi- ziert, bei denen sie die Anrechnungsmethode nach Buchstabe b anzuwenden beabsichtigt. Die Doppel- besteuerung wird für die notifizierten Einkünfte durch Steueranrechnung vom ersten Tag des Kalenderjahres vermieden, das dem Kalenderjahr folgt, in dem die Notifikation übermittelt wurde.

PDF-Seite · 14PDF-Seite · 15

(2)

(2) Bei einer in der Arabischen Republik Syrien ansässigen Person wird die Steuer wie folgt festgesetzt: a) Bezieht eine in der Arabischen Republik Syrien ansässige Person Einkünfte, die nach diesem Abkommen in der Bun- desrepublik Deutschland besteuert werden können, so rechnet die Arabische Republik Syrien auf die Steuer dieser Person den Betrag an, der der in der Bundesrepublik Deutschland gezahlten Steuer vom Einkommen entspricht. Der anzurechnende Betrag darf jedoch den Teil der vor der Anrechnung ermittelten Steuer vom Einkommen nicht über- steigen, der auf die Einkünfte entfällt, die in der Bundes- republik Deutschland besteuert werden können. b) Einkünfte einer in der Arabischen Republik Syrien ansässi- gen Person, die nach dem Abkommen von der Besteuerung in der Arabischen Republik Syrien auszunehmen sind, können gleichwohl in der Arabischen Republik Syrien bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkommen der Person einbezogen werden.

PDF-Seite · 15
Quellen, Fassung und Grenzen
Quellenfassung
de-syria-2010-base | BGBl. 2010 II S. 1359 | signed 2010-02-17 | published 2010-11-23 | Signed: 2010-02-17 | Gazette publication: 2010-11-23
Quellenform
official-publication PDF with native text layer; reader is a machine transcription
Quellenumfang
original implementing law, bilingual base treaty and accompanying protocol; not a current consolidated text
Abgerufen
2026-09-30
Text- und Sprachumfang
This source supplies German and English versions. The signing clause also identifies Arabic as authentic; that third version is NOT present in this reader. Missing here does not mean globally unavailable. Unreviewed coordinate-based machine transcription of this original source edition only. Printed line breaks, hyphens and uncertain token spacing are retained, not silently corrected. Treaty preamble, closing formula, protocol and shared signatures are separate retained assets, not part of the last article. Full supplements: /review/de-syria-2010-base/. PDF page links identify pages, not verified paragraph correspondence.
Prüfstatus
Pending human wording, completeness, source-authority, currentness, alignment and rendering review. No legal review performed.
Aktualität
Original source edition; not a verified current-law consolidation. Unknown as current law. Signed 2010-02-17; consent law 2010-11-18; gazette publication 2010-11-23. Edition ID year is not a signature date. Treaty entry into force: not resolved as a single source-bound field by the retained audit. Roster general application: 2011-01-01 (not a universal tax-specific rule). Evidence is the retained 2026-10-01 agent audit of source PDF, 2026-01-01 roster and cached official HTML, not a fresh current-law determination. Bounded agent triage, no qualified wording/alignment/legal review. No exhaustive verification of all later 2026 developments. Matching digest proves retained source identity, not legal force.
Protokolle und spätere Instrumente
Printed signature protocol retained separately and not merged into articles. MLI application and complete later amendments, replacements or suspensions are NOT verified. No developments after the retained roster snapshot are certified. This is NOT a current consolidated instrument. Source-triage warnings: Bounded agent triage, no qualified wording/alignment/legal review. No exhaustive verification of all later 2026 developments. Matching digest proves retained source identity, not legal force.
Textsprache und Status
de · authentic-language-transcription · machine-transcription
Fundstelle
BGBl. 2010 II S. 1359
SHA-256
8adc70bd4a9cdcc70d00dbe44c59271dec4a55666d07f551164f0be8e247646a

Fundstelle

Copyable citation

BGBl. 2010 II S. 1359 | de-syria-2010-base | de-syria-2010-base | BGBl. 2010 II S. 1359 | signed 2010-02-17 | published 2010-11-23 | Signed: 2010-02-17 | Gazette publication: 2010-11-23 | Article 22 | de | Pending human wording, completeness, source-authority, currentness, alignment and rendering review. No legal review performed. | /library/treaties/de-syria-2010-base/de/articles/article-22/

Disclaimers

Sprachwechsel behält übereinstimmende Artikel- und Absatzkennungen bei. Die Zuordnung bestätigt keine geprüfte rechtliche oder übersetzerische Gleichwertigkeit.

BGBl. 2010 II S. 1359

Ungeprüfte Maschinentranskription. Keine geprüfte aktuelle Konsolidierung oder Rechtsberatung. Spätere Änderungen können fehlen.

Quellendetails · Präambel und Protokoll

Source-page links are references, not human paragraph verification.

Quellen, Fassung und Grenzen

Abkommen wechseln