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Deutschland – Irland · QuellenfassungArtikel 27 Amtshilfe bei der Erhebung von Steuern

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(1)

(1) Die Vertragsstaaten leisten sich gegenseitige Amtshilfe bei der Erhebung von Steueransprüchen. Diese Amtshilfe ist durch Artikel 1 und 2 nicht eingeschränkt. Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten können in gegenseitigem Einvernehmen regeln, wie dieser Artikel durchzuführen ist.

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(2)

(2) Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck „Steuer - anspruch“ bedeutet einen Betrag, der aufgrund von Steuern jeder Art und Bezeichnung, die für Rechnung der Vertrags - staaten, eines Landes oder einer ihrer Gebietskörperschaften er- hoben werden, geschuldet wird, soweit die Besteuerung diesem Abkommen oder anderen Übereinkünften, denen die Vertrags- staaten als Vertragsparteien angehören, nicht widerspricht, so- wie mit diesem Betrag zusammenhängende Zinsen, Geldbußen und Kosten der Erhebung oder Sicherung.

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(3)

(3) Ist der Steueranspruch eines Vertragsstaats nach dem Recht dieses Staates vollstreckbar und wird er von einer Person geschuldet, die zu diesem Zeitpunkt nach dem Recht dieses Staates die Erhebung nicht verhindern kann, wird dieser Steuer- anspruch auf Ersuchen der zuständigen Behörde dieses Staates von der zuständigen Behörde des anderen Vertragsstaats für die Zwecke der Erhebung anerkannt. Der Steueranspruch wird vom anderen Staat nach dessen Rechtsvorschriften über die Voll - streckung und Erhebung seiner eigenen Steuern erhoben, als handele es sich bei dem Steueranspruch um einen Steuer - anspruch des anderen Staates.

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(4)

(4) Handelt es sich bei dem Steueranspruch eines Vertrags- staats um einen Anspruch, bei dem dieser Staat nach seinem Recht Maßnahmen zur Sicherung der Erhebung einleiten kann, wird dieser Steueranspruch auf Ersuchen der zuständigen Behörde dieses Staates zum Zwecke der Einleitung von Siche- rungsmaßnahmen von der zuständigen Behörde des anderen Vertragsstaats anerkannt. Der andere Staat leitet nach seinen Rechtsvorschriften Sicherungsmaßnahmen in Bezug auf diesen Steueranspruch ein, als wäre der Steueranspruch ein Steueran- spruch dieses anderen Staates, selbst wenn der Steueranspruch im Zeitpunkt der Einleitung dieser Maßnahmen im erstge- nannten Staat nicht vollstreckbar ist oder von einer Person geschuldet wird, die berechtigt ist, die Erhebung zu verhindern.

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(5)

(5) Ungeachtet der Absätze 3 und 4 unterliegt ein von einem Vertragsstaat für Zwecke der Absätze 3 oder 4 anerkannter Steueranspruch als solcher in diesem Staat nicht den Ver - jährungsfristen oder den Vorschriften über die vorrangige Behandlung eines Steueranspruchs nach dem Recht dieses Staates. Ferner hat ein Steueranspruch, der von einem Vertrags- staat für Zwecke der Absätze 3 oder 4 anerkannt wurde, in diesem Staat nicht den Vorrang, den dieser Steueranspruch nach dem Recht des anderen Vertragsstaats hat.

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(6)

(6) Verfahren im Zusammenhang mit dem Bestehen, der Gültigkeit oder der Höhe des Steueranspruchs eines Vertrags- staats können nicht bei den Gerichten oder Verwaltungsbehör- den des anderen Vertragsstaats eingeleitet werden.

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(7)

(7) Verliert der betreffende Steueranspruch, nachdem das Er- suchen eines Vertragsstaats nach den Absätzen 3 oder 4 gestellt wurde und bevor der andere Vertragsstaat den betreffenden Steueranspruch erhoben und an den erstgenannten Staat aus- gezahlt hat, a) im Falle eines Ersuchens nach Absatz 3 seine Eigenschaft als Steueranspruch des erstgenannten Staates, der nach dem Recht dieses Staates vollstreckbar ist und von einer Person geschuldet wird, die zu diesem Zeitpunkt nach dem Recht dieses Staates die Erhebung nicht verhindern kann, oder b) im Falle eines Ersuchens nach Absatz 4 seine Eigenschaft als Steueranspruch des erstgenannten Staates, für den dieser Staat nach seinem Recht Maßnahmen zur Sicherung der Erhebung einleiten kann, teilt die zuständige Behörde des erstgenannten Staates dies der zuständigen Behörde des anderen Staates unverzüglich mit und nach Wahl des anderen Staates setzt der erstgenannte Staat das Ersuchen entweder aus oder nimmt es zurück.

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(8)

(8) Dieser Artikel ist nicht so auszulegen, als verpflichte er einen Vertragsstaat, a) Verwaltungsmaßnahmen durchzuführen, die von den Ge - setzen und der Verwaltungspraxis dieses oder des anderen Vertragsstaats abweichen; b) Maßnahmen durchzuführen, die der öffentlichen Ordnung widersprächen; c) Amtshilfe zu leisten, wenn der andere Vertragsstaat nicht alle angemessenen Maßnahmen zur Erhebung oder Sicherung, die nach seinen Gesetzen oder seiner Verwaltungspraxis möglich sind, ausgeschöpft hat; d) Amtshilfe in Fällen zu leisten, in denen der Verwaltungs - aufwand für diesen Staat in einem eindeutigen Missverhältnis zu dem Nutzen steht, den der andere Vertragsstaat dadurch erlangt; e) Amtshilfe zu leisten, wenn die Steuern, für die die Amtshilfe erbeten wird, nach Auffassung dieses Staates entgegen allgemein anerkannten Besteuerungsgrundsätzen erhoben werden.

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Quellen, Fassung und Grenzen
Quellenfassung
de-ireland-2011-base | BGBl. 2011 II S. 1042 (consent law); S. 1043–1067 (agreement, protocol and joint declaration) | signed 2011-03-30 | published 2011-11-07 | Signed: 2011-03-30 | Gazette publication: 2011-11-07
Quellenform
Official original2011 PDF; reader from proved font-CMap-only derivative, not the original facsimile
Quellenumfang
Original consent law, DE/EN convention, integral protocol and joint declaration; not amended/current law
Abgerufen
2026-10-02
Text- und Sprachumfang
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Prüfstatus
Pending independent qualified human wording, completeness, currentness, alignment and rendering review. No human approvals.
Aktualität
Original source edition; not a verified current-law consolidation. Signed at Dublin 2011-03-30; consent law 2011-11-01; gazette publication 2011-11-07. Treaty entry 2012-11-28, not application; entry notice dated 2013-02-11, published 2013-03-20. Article 32(2) general application from 2013-01-01 is qualified by tax-specific rules and transitional paragraphs 32(3)–(5). Historical original edition only. Later amending protocols signed 2014-12-03 and 2021-01-19 and a 2025 official consolidation are documented in the cached BMF article; none of their amended wording is imported here. The cache is not fresh currentness proof. This new edition does not replace the held 2025 intake or override its central audit. Later amendments, MLI effects and present-day applicability are not certified. Unreviewed machine transcription. Original 2011 publication only, not a verified current-law consolidation. No qualified human wording, legal, alignment, indexing, deployment or publication approval. Noindex preview only; noindex is not access control. Historical original edition only. Later amending protocols signed 2014-12-03 and 2021-01-19 and a 2025 official consolidation are documented in the cached BMF article; none of their amended wording is imported here. The cache is not fresh currentness proof. This new edition does not replace the held 2025 intake or override its central audit. Later amendments, MLI effects and present-day applicability are not certified.
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Textsprache und Status
de · authentic-language-transcription · machine-transcription
Fundstelle
BGBl. 2011 II S. 1042 (consent law); S. 1043–1067 (agreement, protocol and joint declaration)
SHA-256
cb0eafbd040330600bb8c68e415d95c7360a5f9eebf1ddf2a25157b0705e3e7c

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BGBl. 2011 II S. 1042 (consent law); S. 1043–1067 (agreement, protocol and joint declaration) | de-ireland-2011-base | de-ireland-2011-base | BGBl. 2011 II S. 1042 (consent law); S. 1043–1067 (agreement, protocol and joint declaration) | signed 2011-03-30 | published 2011-11-07 | Signed: 2011-03-30 | Gazette publication: 2011-11-07 | Article 27 | de | Pending independent qualified human wording, completeness, currentness, alignment and rendering review. No human approvals. | /library/treaties/de-ireland-2011-base/de/articles/article-27/

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BGBl. 2011 II S. 1042 (consent law); S. 1043–1067 (agreement, protocol and joint declaration)

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