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Deutschland – Tunesien · QuellenfassungArtikel 23 Vermeidung der Doppelbesteuerung im Ansässigkeitsstaat

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(1)

(1) Bei einer in der Tunesischen Republik ansässigen Person wird die Steuer wie folgt festgesetzt: a) Können Einkünfte oder Vermögen nach diesem Abkommen in der Bundesrepublik Deutschland besteuert werden, so wird die auf diese Einkünfte oder dieses Vermögen in der Bundesrepublik Deutschland gezahlte Steuer auf die Steuer angerechnet, die in der Tunesischen Republik auf diese Ein- künfte oder dieses Vermögen erhoben wird. Der anzurechnende Betrag darf jedoch den Teil der vor der Anrechnung ermittelten Einkommen- oder Vermögensteuer nicht übersteigen, der auf die Einkünfte oder das Vermögen entfällt, die in der Bundesrepublik Deutschland besteuert werden können. b) Für die Anwendung dieses Absatzes umfasst die in der Bundesrepublik Deutschland gezahlte Steuer die Steuer, die in der Bundesrepublik Deutschland hätte gezahlt werden müssen, die aber Gegenstand einer Befreiung oder Ermäßi- gung nach innerstaatlichem deutschem Recht war.

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(2)

(2) Bei einer in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen Person wird die Steuer wie folgt festgesetzt: a) Von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer wer- den die Einkünfte aus der Tunesischen Republik sowie die in der Tunesischen Republik gelegenen Vermögenswerte aus- genommen, die nach diesem Abkommen in der Tunesischen Republik besteuert werden können und nicht unter Buch - stabe b fallen. Für Dividenden im Sinne des Artikels 10 Absatz 3 gilt Satz 1 nur dann, wenn diese Dividenden von einer in der Tunesi- schen Republik ansässigen Gesellschaft an eine in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Gesellschaft (jedoch nicht an eine Personengesellschaft) gezahlt werden, die unmittelbar über mindestens 10 vom Hundert des Kapitals der erstgenannten Gesellschaft verfügt. Für die Zwecke der Steuern vom Vermögen werden von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer ebenfalls Beteiligungen ausgenommen, deren Ausschüttungen, falls solche gezahlt würden, nach den vorhergehenden Sätzen von der Steuerbemessungsgrundlage auszunehmen wären. b) Auf die deutsche Steuer vom Einkommen für die folgenden Einkünfte wird unter Beachtung der Vorschriften des deut- schen Steuerrechts über die Anrechnung ausländischer Steuern die tunesische Steuer angerechnet, die nach tunesi- schem Recht und in Übereinstimmung mit diesem Abkom- men für diese Einkünfte gezahlt worden ist: aa) Dividenden, die nicht unter Buchstabe a fallen; bb) Zinsen; cc) Lizenzgebühren; dd) Einkünfte, die nach Artikel 13 Absatz 2 in der Tunesi- schen Republik besteuert werden können; ee) Einkünfte, die nach Artikel 15 Absatz 3 in der Tunesi- schen Republik besteuert werden können; ff) Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen; gg) Einkünfte im Sinne des Artikels 17. c) Statt Buchstabe a ist Buchstabe b anzuwenden auf Einkünfte im Sinne der Artikel 7 und 10 und die diesen Einkünften zu- grunde liegenden Vermögenswerte, wenn die in Deutschland ansässige Person nicht nachweist, dass die Betriebsstätte in dem Wirtschaftsjahr, in dem sie den Gewinn erzielt hat, oder die in der Tunesischen Republik ansässige Gesellschaft in  dem Wirtschaftsjahr, für das sie die Ausschüttung vor - genommen hat, ihre Bruttoerträge ausschließlich oder fast ausschließlich aus unter Nummer 4 des Protokolls fallenden Tätigkeiten bezogen hat; Gleiches gilt für unbewegliches Vermögen, das einer Betriebsstätte dient und die daraus erzielten Einkünfte (Artikel 6 Absatz 4) sowie für Gewinne aus  der Veräußerung dieses unbeweglichen Vermögens (Artikel 13 Absatz 1) und des beweglichen Vermögens, das Betriebsvermögen der Betriebsstätte darstellt (Artikel  13 Absatz 3). d) Die Bundesrepublik Deutschland behält aber das Recht, die nach diesem Abkommen von der deutschen Steuer ausge- nommenen Einkünfte und Vermögenswerte bei der Fest - setzung des Steuersatzes zu berücksichtigen. e) Die Doppelbesteuerung wird durch Steueranrechnung nach Buchstabe b vermieden, aa) wenn in den Vertragsstaaten Einkünfte oder Vermögen unterschiedlichen Abkommensbestimmungen zugeord- net oder verschiedenen Personen zugerechnet werden (außer nach Artikel 9) und dieser Konflikt sich nicht durch ein Verfahren nach Artikel 25 Absatz 3 regeln lässt und wenn aufgrund dieser unterschiedlichen Zuordnung oder Zurechnung die betreffenden Einkünfte oder das Vermögen unbesteuert blieben oder niedriger als ohne diesen Konflikt besteuert würden oder bb) wenn die Bundesrepublik Deutschland nach Konsul - tation auf diplomatischem Weg andere Einkünfte noti - fiziert, bei denen es die Anrechnungsmethode nach Buchstabe b anzuwenden beabsichtigt. Die Doppel - besteuerung wird für die notifizierten Einkünfte durch Steueranrechnung nach Buchstabe b vom ersten Tag des Kalenderjahrs vermieden, das dem Kalenderjahr folgt, in dem die Notifikation übermittelt wurde. f) Auf Einkünfte, die in der Tunesischen Republik steuerbefreit sind, ist statt Buchstabe a Buchstabe b anzuwenden; hiervon ausgenommen sind Dividenden im Sinne des Buchstabens a, Satz 2.

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Quellen, Fassung und Grenzen
Quellenfassung
de-tunisia-2018-base | BGBl. 2018 II S. 710 (consent law); S. 711–735 (convention and protocol) | signed 2018-02-08 | published 2018-12-28 | Signed: 2018-02-08 | Gazette publication: 2018-12-28
Quellenform
Official original-publication PDF with native text layer; machine reader is not the facsimile
Quellenumfang
Consent law, German/French replacement convention and integral protocol; not consolidated current law
Abgerufen
2026-10-01
Text- und Sprachumfang
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Prüfstatus
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Aktualität
Original source edition; not a verified current-law consolidation. Signed 2018-02-08; consent law 2018-12-11; gazette publication 2018-12-28. Treaty entry 2019-12-16, not application. Roster general application 2020-01-01 is not a universal tax-specific rule. Entry notice dated 2020-02-06, published 2020-03-11. Article URL retains the old 1976 date; entry-notice URL retains 2018 although its printed notice is from 2020. Replaces the convention signed 1975-12-23 and its closing protocol. The retained entry notice states their expiry at the end of 2019-12-15; treaty Article 30(3) preserves application to earlier tax periods. No old treaty body is used. Roster II V denotes a negotiating protocol, not an operative amendment. Later amendments, MLI effects and developments after the 2026-01-01 roster snapshot have not been exhaustively verified. Unreviewed machine transcription. Original 2018 publication only, not a verified current-law consolidation. No qualified human wording, legal, alignment, public indexing or deployment approval. Preview only; noindex is not access control. The new 26-page source contains German and French. Both are transcribed from this 2018 PDF only. Closing page 21 declares German, Arabic and French authentic; French prevails in divergent German/Arabic interpretation. Arabic is linked separately by BMF but was NOT fetched or parsed. No complete authentic-language-set claim, English text or translation. Replaces the convention signed 1975-12-23 and its closing protocol. The retained entry notice states their expiry at the end of 2019-12-15; treaty Article 30(3) preserves application to earlier tax periods. No old treaty body is used. Roster II V denotes a negotiating protocol, not an operative amendment. Later amendments, MLI effects and developments after the 2026-01-01 roster snapshot have not been exhaustively verified.
Protokolle und spätere Instrumente
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Textsprache und Status
de · authentic-language-transcription · machine-transcription
Fundstelle
BGBl. 2018 II S. 710 (consent law); S. 711–735 (convention and protocol)
SHA-256
7de0880f35d30dae25056ec347b7326f84b2954a72c6bf746e6213407a3b2a73

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BGBl. 2018 II S. 710 (consent law); S. 711–735 (convention and protocol) | de-tunisia-2018-base | de-tunisia-2018-base | BGBl. 2018 II S. 710 (consent law); S. 711–735 (convention and protocol) | signed 2018-02-08 | published 2018-12-28 | Signed: 2018-02-08 | Gazette publication: 2018-12-28 | Article 23 | de | Pending independent qualified human wording, completeness, currentness, alignment and rendering review. No human approvals. | /library/treaties/de-tunisia-2018-base/de/articles/article-23/

Disclaimers

Sprachwechsel behält übereinstimmende Artikel- und Absatzkennungen bei. Die Zuordnung bestätigt keine geprüfte rechtliche oder übersetzerische Gleichwertigkeit.

BGBl. 2018 II S. 710 (consent law); S. 711–735 (convention and protocol)

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