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Deutschland – Uruguay · QuellenfassungArtikel 11 Zinsen

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(1)

(1) Zinsen, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden, kön- nen im anderen Staat besteuert werden.

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(2)

(2) Diese Zinsen können jedoch auch in dem Vertragsstaat, aus dem sie stammen, nach dem Recht dieses Staates besteu- ert werden; die Steuer darf aber, wenn der Nutzungsberechtigte der Zinsen im anderen Vertragsstaat ansässig ist, 10 vom Hun- dert des Bruttobetrags der Zinsen nicht übersteigen.

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(3)

(3) Ungeachtet des Absatzes 2 gilt Folgendes: a) Zinsen, die aus der Bundesrepublik Deutschland stammen und an die Regierung der Republik Östlich des Uruguay ge- zahlt werden, sind von der deutschen Steuer befreit; b) Zinsen, die aus der Republik Östlich des Uruguay stammen und für ein durch Gewährleistungen der Bundesrepublik Deutschland für Ausfuhren oder Direktinvestitionen im Aus- land gedecktes Darlehen oder an die Regierung der Bundes- republik Deutschland, die Deutsche Bundesbank, die Kredit- anstalt für Wiederaufbau oder die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft gezahlt werden, sind von der uruguayischen Steuer befreit.

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(4)

(4) Ungeachtet des Absatzes 2 können Zinsen im Sinne des Absatzes 1 nur in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Empfänger ansässig ist, wenn der Empfänger der Zinsen der Nutzungsberechtigte ist und die Zinszahlung a) im Zusammenhang mit dem Verkauf gewerblicher, kaufmän- nischer oder wissenschaftlicher Ausrüstung auf Kredit steht, b) im Zusammenhang mit dem Verkauf von Waren durch ein Unternehmen an ein anderes Unternehmen auf Kredit steht oder c) für ein von einer Bank gewährtes Darlehen zur langfristigen Finanzierung von Investitionsprojekten geleistet wird.

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(5)

(5) Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck „Zinsen“ be- deutet Einkünfte aus Forderungen jeder Art, auch wenn die For- derungen durch Pfandrechte an Grundstücken gesichert sind, und insbesondere Einkünfte aus öffentlichen Anleihen und aus Obligationen einschließlich der damit verbundenen Aufgelder und der Gewinne aus Losanleihen. Zuschläge für verspätete Zah- lung gelten nicht als Zinsen im Sinne dieses Artikels. Der Aus- druck „Zinsen“ umfasst jedoch nicht die in Artikel 10 behandel- ten Einkünfte.

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(6)

(6) Die Absätze 1 bis 4 sind nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen Vertragsstaat, aus dem die Zinsen stammen, eine Geschäfts - tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte ausübt und die Forderung, für die die Zinsen gezahlt werden, tatsächlich zu die- ser Betriebsstätte gehört. In diesem Fall ist Artikel 7 anzuwen- den.

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(7)

(7) Zinsen gelten dann als aus einem Vertragsstaat stammend, wenn der Schuldner eine in diesem Staat ansässige Person ist. Hat aber der Schuldner der Zinsen, ohne Rücksicht darauf, ob er in einem Vertragsstaat ansässig ist oder nicht, in einem Ver- tragsstaat eine Betriebsstätte und ist die Schuld, für die die Zin- sen gezahlt werden, für Zwecke der Betriebsstätte eingegangen worden und trägt die Betriebsstätte die Zinsen, so gelten die Zin- sen als aus dem Staat stammend, in dem die Betriebsstätte liegt.

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(8)

(8) Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungs - berechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten besondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Zinsen, ge- messen an der zugrunde liegenden Forderung, den Betrag, den Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehungen vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den letzteren Be- trag angewendet. In diesem Fall kann der übersteigende Betrag nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats und unter Berück- sichtigung der anderen Bestimmungen dieses Abkommens be- steuert werden.

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Quellen, Fassung und Grenzen
Quellenfassung
de-uruguay-2011-base | Signed2010-03-09 | Published2011-10-24 | BGBl. 2011 II S. 954 (consent law); S. 955–978 (agreement and integral protocol) | Signed: 2010-03-09 | Gazette publication: 2011-10-24
Quellenform
Exact official original-publication PDF; unchanged native-text machine transcription; no derivative PDF
Quellenumfang
Consent law, authentic German/Spanish agreement, execution/signatures and integral protocol; original source only, not consolidated current law
Abgerufen
2026-10-01
Text- und Sprachumfang
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Textsprache und Status
de · authentic-language-transcription · machine-transcription
Fundstelle
BGBl. 2011 II S. 954 (consent law); S. 955–978 (agreement and integral protocol)
SHA-256
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BGBl. 2011 II S. 954 (consent law); S. 955–978 (agreement and integral protocol) | de-uruguay-2011-base | de-uruguay-2011-base | Signed2010-03-09 | Published2011-10-24 | BGBl. 2011 II S. 954 (consent law); S. 955–978 (agreement and integral protocol) | Signed: 2010-03-09 | Gazette publication: 2011-10-24 | Article 11 | de | Pending qualified human wording, completeness, alignment and legal review. No human approval. | /library/treaties/de-uruguay-2011-base/de/articles/article-11/

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Sprachwechsel behält übereinstimmende Artikel- und Absatzkennungen bei. Die Zuordnung bestätigt keine geprüfte rechtliche oder übersetzerische Gleichwertigkeit.

BGBl. 2011 II S. 954 (consent law); S. 955–978 (agreement and integral protocol)

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Quellendetails · Präambel und Protokoll

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