(1) Bei einer in der Bundesrepublik Deutschland ansäs-
sigen Person wird die Steuer wie folgt festgesetzt:
a) Soweit nicht Buchstabe b anzuwenden ist, werden
von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer
die Einkünfte aus Quellen innerhalb Jamaikas sowie
die in Jamaika gelegenen Vermögenswerte ausge-
nommen, die nach diesem Abkommen in Jamaika be-
steuert werden können. Die Bundesrepublik Deutsch-
land behält aber das Recht, die auf diese Weise aus-
genommenen Einkünfte und Vermögenswerte bei der
Festsetzung des Steuersatzes zu berücksichtigen. Auf
Dividenden sind die vorstehenden Bestimmungen nur
anzuwenden, wenn die Dividenden an eine in der
Bundesrepublik Deutschland ansässige Gesellschaft
von einer in Jamaika ansässigen Gesellschaft gezahlt
werden, deren stimmberechtigte Anteile zu minde-
stens 25 vom Hundert unmittelbar der deutschen Ge-
sellschaft gehören. Von der Bemessungsgrundlage der
deutschen Steuer werden ebenfalls Beteiligungen aus-
genommen, deren Dividenden, falls solche gezahlt
werden, nach dem vorhergehenden Satz von der
Steuerbemessungsgrundlage auszunehmen wären.
b) Auf die von den nachstehenden Einkünften aus
Quellen innerhalb Jamaikas zu erhebende deutsche
Einkommensteuer und Körperschaftsteuer einschließ-
lich der Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer und
Körperschaftsteuer wird unter Beachtung der Vor-
schriften des deutschen Steuerrechts über die An-
rechnung ausländischer Steuern die jamaikanische
Steuer angerechnet, die nach jamaikanischem Recht
und in Übereinstimmung mit diesem Abkommen ge-
zahlt worden ist für
aa) Dividenden, die nicht unter Buchstabe a fallen
und für die Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe b gilt;
bb) Zinsen, die unter Artikel 11 Absatz 2 fallen;
cc) Lizenzgebühren, die unter Artikel 12 Absatz 2
fallen;
dd) Gewinne, die unter Artikel 13 Absatz 3 fallen;
ee) Vergütungen, die unter Artikel 16 fallen;
ff) Einkinfte, die unter Artikel 17 fallen.
Der anzurechnende Betrag darf jedoch nicht den Teil
der vor der Anrechnung ermittelten deutschen Steuer
übersteigen, der auf diese Einkünfte entfalit.
Ist in den Fallen aa, bb und cc des Buchstabens b die
c)
. jamaikanische Steuer von Dividenden, Zinsen oder
den Lizenzgebühren im Sinne des Artikels 12 Ab-
satz 3 auf Grund von Sondermaßnahmen, die nach
jamaikanischem Recht zur Förderung der wirtschaft-
lichen Entwicklung in Jamaika getroffen worden sind,
ganz ausgesetzt oder auf einen Satz ermäßigt worden,
der unter den in den Artikeln 10, 11 und 12 vorge-
sehenen Steuersätzen liegt, so wird auf die deutsche
Einkommensteuer und Körperschaftsteuer einschlieB-
lich der Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer und
Körperschaftsteuer von diesen Dividenden, Zinsen
und Lizenzgebühren ein Betrag angerechnet, der dem
in den entsprechenden Artikeln vorgesehenen Steuer-
satz entspricht. Der nach dem vorhergehenden Satz
anzurechnende Betrag darf jedoch den Betrag der
jamaikanischen Steuer nicht übersteigen, der ohne
diese Ermäßigung zu zahlen gewesen wäre.
(2) Unter Beachtung der jamaikanischen Rechtsvor-
schriften über die Anrechnung von außerhalb des jamai-
kanischen Hoheitsgebiets gezahlten Steuern auf die
jamaikanische Steuer (wodurch der hier niedergelegte
allgemeine Grundsatz nicht berührt wird) gilt folgendes:
a) Die deutsche Steuer, die nach dem Recht der Bundes-
republik Deutschland und in Übereinstimmung mit
diesem Abkommen entweder unmittelbar oder im Ab-
zugswege von den Gewinnen oder Einkünften aus
Quellen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland zu
zahlen ist (bei Dividenden aber mit Ausnahme der
Steuer, die von den Gewinnen zu zahlen ist, aus denen
die Dividende gezahlt wird), wird auf alle jamaika-
nischen Steuern angerechnet, die unter Zugrunde-
legung derselben Gewinne oder Einkünfte, auf Grund
deren die deutsche Steuer berechnet wird, ermittelt
werden.
b
Zahlt eine in der Bundesrepublik Deutschland ansäs-
sige Gesellschaft eine Dividende an eine in Jamaika
ansässige Gesellschaft, die unmittelbar oder mittelbar
über mindestens 25 vom Hundert der stimmberech-
tigten Anteile der erstgenannten Gesellschaft verfügt,
so ist bei der Anrechnung (neben der deutschen
Steuer, die nach Buchstabe a angerechnet werden
kann) die deutsche Steuer zu berücksichtigen, die
von der erstgenannten Gesellschaft auf die Gewinne
zu zahlen ist, aus denen die Dividende gezahlt wird.
Für die Zwecke dieses Absatzes umfaßt der Ausdruck
c
„deutsche Steuer“ nicht die nicht nach dem Gewinn
berechnete Gewerbesteuer und die Vermögensteuer.
d
Für die Zwecke dieses Absatzes gelten Gewinne und
Vergütungen für einen in einem Vertragstaat ausge-
übten (auch freien) Beruf als Einkünfte aus Quellen
innerhalb dieses Staates.
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Germany / Jamaica; BGBl. 1976 II S. 1194; edition de-jamaica-1976-base | BGBl. 1976 II S. 1194 | signed 1974-10-08 | published 1976-07-17 | Signed: 1974-10-08 | Gazette publication: 1976-07-17; article 23; Deutsch; unreviewed source text, current applicability unverified; /editions/de-jamaica-1976-base/de/articles/article-23/
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de-jamaica-1976-base | BGBl. 1976 II S. 1194 | signed 1974-10-08 | published 1976-07-17 | Signed: 1974-10-08 | Gazette publication: 1976-07-17
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Current applicability
Not verified
Gazette publication date
1976-07-17
Provenance
agent source-triage of pinned original; neither date is treaty entry/application
Signature date
1974-10-08
Edition notes and known limitations
Original source edition; not a verified current-law consolidation. Unknown as current law. Signed 1974-10-08; consent law 1976-07-14; gazette publication 1976-07-17. Edition ID year is not a signature date. Treaty entry into force: 1976-09-13. Roster general application: 1973-01-01 (not a universal tax-specific rule). Cached official article entry statements (may refer to multiple instruments): 13. September 1976. Evidence is the retained 2026-10-01 agent audit of source PDF, 2026-01-01 roster and cached official HTML, not a fresh current-law determination. Bounded agent triage, no qualified wording/alignment/legal review. No exhaustive verification of all later 2026 developments. Matching digest proves retained source identity, not legal force.
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