(1) Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats kön-
nen nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, das
Unternehmen übt seine Tätigkeit im anderen Vertragsstaat
durch eine dort gelegene Betriebsstätte aus. Übt das Unterneh-
men seine Tätigkeit auf diese Weise aus, so können die Gewin-
ne des Unternehmens im anderen Staat besteuert werden,
jedoch nur insoweit, als sie dieser Betriebsstätte zugerechnet
werden können.
(2) Übt ein Unternehmen eines Vertragsstaats seine Tätigkeit
im anderen Vertragsstaat durch eine dort gelegene Betriebs-
stätte aus, so werden vorbehaltlich des Absatzes 3 in jedem
Vertragsstaat dieser Betriebsstätte die Gewinne zugerechnet,
die sie hätte erzielen können, wenn sie eine gleiche oder ähn-
liche Tätigkeit unter gleichen oder ähnlichen Bedingungen als
selbständiges Unternehmen ausgeübt hätte und im Verkehr
mit dem Unternehmen, dessen Betriebsstätte sie ist, völlig un-
abhängig gewesen wäre.
(3) Bei der Ermittlung der Gewinne einer Betriebsstätte wer-
den die für diese Betriebsstätte entstandenen Aufwendungen,
einschließlich der Geschäftsführungs- und allgemeinen Verwal-
tungskosten, zum Abzug zugelassen, gleichgültig, ob sie in
dem Staat, in dem die Betriebsstätte liegt, oder anderswo ent-
standen sind. Nicht zum Abzug zugelassen sind dagegen
Beträge, die die Betriebsstätte (nicht zur Erstattung tatsäch-
licher Aufwendungen) als Lizenzgebühren, Vergütungen oder
andere vergleichbare Zahlungen für die Nutzung von Patenten
oder anderen Rechten oder als Provisionen für bestimmte
Dienstleistungen oder für Geschäftsführungstätigkeiten oder,
ausgenommen Kreditinstitute, als Zinsen für der Betriebsstätte
gewährte Darlehen gegebenenfalls an das Stammhaus des
Unternehmens oder an eine seiner Geschäftsstellen entrichtet.
Desgleichen bleiben bei der Ermittlung der Gewinne einer
Betriebsstätte Beträge unberücksichtigt, die die Betriebsstätte
dem Stammhaus des Unternehmens oder einer seiner
Geschäftsstellen (nicht zur Erstattung tatsächlicher Aufwen-
dungen) als Lizenzgebühren, Vergütungen oder andere ver-
gleichbare Zahlungen für die Nutzung von Patenten oder ande-
ren Rechten oder als Provisionen für bestimmte Dienstleistun-
gen oder für Geschäftsführungstätigkeiten oder, ausgenommen
Kreditinstitute, als Zinsen für dem Stammhaus oder einer seiner
Geschäftsstellen gewährte Darlehen in Rechnung stellt.
(4) Soweit es in einem Vertragsstaat üblich ist, die einer
Betriebsstätte zuzurechnenden Gewinne durch Aufteilung der
Gesamtgewinne des Unternehmens auf seine einzelnen Teile zu
ermitteln, schließt Absatz 2 nicht aus, dass dieser Vertragsstaat
die zu besteuernden Gewinne nach der üblichen Aufteilung
ermittelt; die gewählte Gewinnaufteilung muss jedoch derart
sein, dass das Ergebnis mit den Grundsätzen dieses Artikels
übereinstimmt.
(6) Bei der Anwendung der vorstehenden Absätze dieses
Artikels sind die der Betriebsstätte zuzurechnenden Gewinne
jedes Jahr auf dieselbe Art zu ermitteln, es sei denn, dass aus-
reichende Gründe dafür bestehen, anders zu verfahren.
(7) Dieser Artikel gilt auch für die Einkünfte aus der Betei-
ligung an einer Personengesellschaft. Er erstreckt sich auch auf
Vergütungen, die ein Gesellschafter einer Personengesellschaft
von der Gesellschaft für seine Tätigkeit im Dienst der Gesell-
schaft, für die Gewährung von Darlehen oder für die Überlas-
sung von Wirtschaftsgütern bezieht, wenn diese Vergütungen
nach dem Steuerrecht des Vertragsstaats, in dem die Betriebs-
stätte gelegen ist, den Einkünften des Gesellschafters aus die-
ser Betriebsstätte zugerechnet werden.
(8) Gehören zu den Gewinnen Einkünfte, die in anderen Ar-
tikeln dieses Abkommens behandelt werden, so werden die
Bestimmungen jener Artikel durch die Bestimmungen dieses
Artikels nicht berührt.
de-ghana-2006-base | BGBl. 2006 II S. 1018 | Signed: 2004-08-12 | Gazette publication: 2006-12-07
Quellenform
official-publication PDF with native text layer; reader is a machine transcription
Quellenumfang
original implementing law, bilingual base treaty and accompanying protocol; not a current consolidated text
Abgerufen
2026-09-30
Text- und Sprachumfang
Unreviewed coordinate-based machine transcription of this original source edition only. Printed line breaks, hyphens and uncertain token spacing are retained, not silently corrected. Treaty preamble, closing formula, protocol and shared signatures are separate retained assets, not part of the last article. Full supplements: /review/de-ghana-2006-base/. PDF page links identify pages, not verified paragraph correspondence.
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Protokolle und spätere Instrumente
The protocol printed with this agreement is separately preserved in source supplements; it has not been merged into treaty articles. Subsequent protocols, amendments, MLI effects, replacements and suspensions are unresolved. This is not a consolidated current-law instrument. Source-triage warnings: No later amendment identified in roster I.1 or cached/fetched BMF article. The October1 HTML section was checked and matches the cache; this is not exhaustive currentness certification. Ghana is not listed in roster I.2 as of2026-01-01. A country-page omission does not prove absence of all later MLI/legal developments.
Textsprache und Status
de · authentic-language-transcription · machine-transcription
BGBl. 2006 II S. 1018 | de-ghana-2006-base | de-ghana-2006-base | BGBl. 2006 II S. 1018 | Signed: 2004-08-12 | Gazette publication: 2006-12-07 | Article 7 | de | Pending human wording, completeness, source-authority, currentness, alignment and rendering review. No legal review performed. | /library/treaties/de-ghana-2006-base/de/articles/article-7/
Quellen, Fassung und Grenzen
Quellenfassung
de-ghana-2006-base | BGBl. 2006 II S. 1018 | Signed: 2004-08-12 | Gazette publication: 2006-12-07
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