Austria / Switzerland · Abkommen vom 30. Januar 1974 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Österreich zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (mit Verhandlungsprotokoll, Schlussprotokoll und Briefwechsel)
Official German source text, Stand 2012-11-14; treaty 1974-01-30
## [Schlussprotokoll](#annex_u1/lvl_u2)[16](#fn-d7e1016)
[16](#fnbck-d7e1016) Eingefügt durch Art. VIII des Prot. vom 21. März 2006, von der BVers genehmigt am 6. Okt. 2006 ([AS 2007 1253](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2007/201)[1251](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2007/200); [BBl 2006 5155](https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2006/616)). Bereinigt gemäss Art. III des Prot. vom 3. Sept. 2009, von der BVers genehmigt am 18. Juni 2010 ([AS 2011 823](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2011/122)[821](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2011/121); [BBl 2010 1303](https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2010/241)) und gemäss Art. I des Prot. vom 4. Juni 2012, von der BVers genehmigt am 23. Dez. 2011 und in Kraft seit 14. Nov. 2012 ([AS 2012 6941](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2012/838)[6939](https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2012/837); [BBl 2011 3749](https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2011/546)).
1. Zu Artikel 17 Absatz 2
Es besteht Einvernehmen, dass Personen, die Künstler oder Sportler lediglich vermitteln oder vermarkten, nicht unter Artikel 17 Absatz 2 fallen. In solchen Fällen können nur die auf die Künstler oder Sportler entfallenden Vergütungen im Sinne des Artikels 17 im Auftrittsstaat besteuert werden.
2. Zu Artikel 26
a) Es besteht Einvernehmen darüber, dass der ersuchende Vertragsstaat ein Begehren um Austausch von Informationen erst dann stellt, wenn er alle in seinem innerstaatlichen Steuerverfahren vorgesehenen üblichen Mittel zur Beschaffung der Informationen ausgeschöpft hat.b) Der Zweck der Verweisung auf Informationen, die voraussichtlich erheblich sind, besteht darin, einen möglichst weit gehenden Informationsaustausch in Steuerbelangen zu gewährleisten, ohne den Vertragsstaaten zu erlauben, «fishing expeditions» zu betreiben oder um Informationen zu ersuchen, deren Erheblichkeit hinsichtlich der Steuerbelange einer bestimmten steuerpflichtigen Person unwahrscheinlich ist. Die im Amtshilfeersuchen zu liefernden Angaben sind zwar wichtige verfahrenstechnische Voraussetzungen für die Vermeidung von «fishing expeditions»; sie sind jedoch nicht so auszulegen, dass sie einen wirksamen Informationsaustausch behindern.c) Es besteht Einvernehmen darüber, dass die Steuerbehörden des ersuchenden Staates bei der Stellung eines Amtshilfebegehrens nach Artikel 26 des Abkommens den Steuerbehörden des ersuchten Staates die nachstehenden Angaben zu liefern haben:(i) die Identifikation der steuerpflichtigen Person, wobei diese Identifikation auch auf andere Weise als durch Angabe des Namens und der Adresse erfolgen kann;(ii) die Zeitperiode, für welche die Informationen verlangt werden;(iii) eine Beschreibung der verlangten Informationen sowie Angaben hinsichtlich der Form, in der der ersuchende Staat diese Informationen vom ersuchten Staat zu erhalten wünscht;(iv) den Steuerzweck, für den die Informationen verlangt werden;(v) den Namen und die Adresse des mutmasslichen Informationsinhabers, soweit sie bekannt sind.d) Es besteht im Weiteren Einvernehmen darüber, dass Artikel 26 des Abkommens die Vertragsstaaten nicht dazu verpflichtet, Informationen auf automatischer oder spontaner Basis auszutauschen.e) Es besteht Einvernehmen darüber, dass im Falle des Austauschs von Informationen die im ersuchten Staat geltenden Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensrechts über die Rechte der Steuerpflichtigen vorbehalten bleiben, bevor die Informationen an den ersuchenden Staat übermittelt werden. Es besteht im Weiteren Einvernehmen darüber, dass diese Bestimmung dazu dient, dem Steuerpflichtigen ein ordnungsgemässes Verfahren zu gewähren und nicht bezweckt, den wirksamen Informationsaustausch zu verhindern oder übermässig zu verzögern.»3. Zu Artikel 26a
Eine Massnahme zur Vereitelung der Einforderung der Steueransprüche liegt auch dann vor, wenn die von einer Person aus unselbständiger Arbeit erzielten Einkünfte nicht dafür verwendet werden, die darauf lastenden Steuern zu entrichten, obwohl diese Person dazu wirtschaftlich in der Lage wäre.
4. Für die in Österreich ansässigen und unter Artikel 15 Absatz 1 fallenden Personen leistet die Schweizerische Eidgenossenschaft an das Bundesministerium für Finanzen jährlich eine Vergütung in Höhe von 12,5 Prozent der schweizerischen Steuereinnahmen aus der unselbständigen Arbeit. Sollte sich die Relation der Grenzgängerbewegungen zwischen den Vertragsstaaten wesentlich ändern, so wird die Frage eines bilateralen Steuerausgleichs verhandelt werden.
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Austria / Switzerland; SR 0.672.916.31; Fedlex German publication, Stand 2012-11-14; edition Official German source text, Stand 2012-11-14; treaty 1974-01-30; source section Schlussprotokoll16; Deutsch; source role publisher-source-edition; Publisher-labelled German original text; complete authentic-language set only if explicit source clause establishes it; unreviewed source text, current applicability unverified; /editions/at-ch-1974-fedlex-20121114-de-v1/de/supplements/source-annex_u1-lvl_u2/
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# [Unterschriften](#signature)
Zu Urkund dessen haben die hiezu gehörig Bevollmächtigten dieses Abkommen unterzeichnet und mit Siegeln versehen.
Geschehen zu Wien, am 30. Januar 1974, in zweifacher Urschrift.
Für die
Schweizerische Eidgenossenschaft:
Für die
Republik Österreich:
O. Rossetti
A. Twaroch
Edition
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