(1) Bei einer in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen
Person wird die Steuer wie folgt festgesetzt:
a) Von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer wer-
den die Einkünfte aus den Vereinigten Mexikanischen Staa-
ten sowie die in den Vereinigten Mexikanischen Staaten
gelegenen Vermögenswerte ausgenommen, die nach
diesem Abkommen in den Vereinigten Mexikanischen Staa-
ten besteuert werden können und nicht unter Buchstabe b
fallen.
Für Einkünfte aus Dividenden gelten die vorstehenden
Bestimmungen nur dann, wenn diese Dividenden an eine in
der Bundesrepublik Deutschland ansässige Gesellschaft
(jedoch nicht an eine Personengesellschaft) von einer in den
Vereinigten Mexikanischen Staaten ansässigen Gesellschaft
gezahlt werden, deren Kapital zu mindestens 10 vom Hun-
dert unmittelbar der deutschen Gesellschaft gehört, und bei
der Ermittlung der Gewinne der ausschüttenden Gesell-
schaft nicht abgezogen worden sind.
Für die Zwecke der Steuern vom Vermögen werden von der
Bemessungsgrundlage der Steuer ebenfalls Beteiligungen
ausgenommen, deren Ausschüttungen, falls solche gezahlt
würden, nach den vorhergehenden Sätzen von der Steuer-
bemessungsgrundlage auszunehmen wären.
b) Auf die deutsche Steuer vom Einkommen für die folgenden
Einkünfte wird unter Beachtung der Vorschriften des deut-
schen Steuerrechts über die Anrechnung ausländischer
Steuern die mexikanische Steuer angerechnet, die nach
dem Recht der Vereinigten Mexikanischen Staaten und in
Übereinstimmung mit diesem Abkommen für diese Einkünf-
te gezahlt worden ist:
aa) Dividenden, die nicht unter Buchstabe a fallen;
bb) Zinsen;
cc) Lizenzgebühren;
dd) Einkünfte, die nach Artikel 13 Absatz 2 und 3 in den Ver-
einigten Mexikanischen Staaten besteuert werden kön-
nen;
ee) Einkünfte, die nach Artikel 15 Absatz 3 in den Vereinig-
ten Mexikanischen Staaten besteuert werden können;
ff)
Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen;
gg) Einkünfte, die nach Artikel 17 besteuert werden können;
hh) Einkünfte im Sinne des Artikels 21 Absatz 2.
c) Statt der Bestimmungen des Buchstabens a sind die
Bestimmungen des Buchstabens b anzuwenden auf Ein-
künfte im Sinne der Artikel 7 und 10 und die diesen Einkünf-
ten zugrunde liegenden Vermögenswerte, wenn die in der
Bundesrepublik Deutschland ansässige Person nicht nach-
weist, dass die Betriebsstätte in dem Wirtschaftsjahr, in dem
sie den Gewinn erzielt hat, oder die in den Vereinigten Mexi-
kanischen Staaten ansässige Gesellschaft in dem Wirt-
schaftsjahr, für das sie die Ausschüttung vorgenommen hat,
ihre Bruttoerträge ausschließlich oder fast ausschließlich aus
unter § 8 Absatz 1 Nr. 1 bis 6 des deutschen Außensteuerge-
setzes fallenden Tätigkeiten bezieht; Gleiches gilt für unbe-
wegliches Vermögen, das einer Betriebsstätte dient und die
daraus erzielten Einkünfte (Artikel 6 Absatz 4) sowie für die
Gewinne aus der Veräußerung dieses unbeweglichen Ver-
mögens (Artikel 13 Absatz 1) und des beweglichen Vermö-
gens, das Betriebsvermögen der Betriebsstätte darstellt
(Artikel 13 Absatz 4).
d) Die Bundesrepublik Deutschland behält aber das Recht, die
nach den Bestimmungen dieses Abkommens von der deut-
schen Steuer ausgenommenen Einkünfte und Vermögens-
werte bei der Festsetzung ihres Steuersatzes zu berücksich-
tigen.
e) Ungeachtet der Bestimmungen des Buchstabens a wird die
Doppelbesteuerung durch Steueranrechnung nach Buchsta-
be b vermieden,
aa) wenn in den Vertragsstaaten Einkünfte oder Vermögen
unterschiedlichen Abkommensbestimmungen zugeord-
net oder verschiedenen Personen zugerechnet werden
(außer nach Artikel 9) und dieser Konflikt sich nicht
durch ein Verfahren nach Artikel 25 Absatz 3 regeln lässt
und wenn aufgrund dieser unterschiedlichen Zuordnung
oder Zurechnung die betreffenden Einkünfte oder das
Vermögen unbesteuert blieben oder niedriger als ohne
diesen Konflikt besteuert würden oder
bb) wenn die Bundesrepublik Deutschland nach Konsultati-
on mit der zuständigen Behörde der Vereinigten Mexika-
nischen Staaten auf diplomatischem Weg den Vereinig-
ten Mexikanischen Staaten andere Einkünfte notifiziert,
bei denen sie die Anrechnungsmethode nach Buchsta-
be b anzuwenden beabsichtigt. Die Doppelbesteuerung
wird für die notifizierten Einkünfte durch Steueranrech-
nung vom ersten Tag des Kalenderjahres vermieden,
das dem Kalenderjahr folgt, in dem die Notifikation
übermittelt wurde.
(2) In Übereinstimmung mit dem Recht der Vereinigten Mexi-
kanischen Staaten und vorbehaltlich der dort vorgesehenen
Beschränkungen, unter Beachtung künftiger, seine tragenden
Prinzipien wahrender Änderungen, rechnen die Vereinigten
Mexikanischen Staaten bei in den Vereinigten Mexikanischen
Staaten ansässigen Personen auf die mexikanische Steuer Fol-
gendes an:
a) Die deutsche Steuer, die auf aus der Bundesrepublik
Deutschland stammende Einkünfte oder auf dort gelegene
Vermögenswerte gezahlt wurde, bis zur Höhe der in den Ver-
einigten Mexikanischen Staaten auf solche Einkünfte oder
Vermögenswerte zu entrichtenden Steuer und
b) im Falle einer Gesellschaft, der mindestens 10 vom Hundert
des Kapitals einer Gesellschaft gehören, die in der Bundes-
republik Deutschland ansässig ist und von der die erstge-
nannte Gesellschaft Dividenden bezieht, die deutsche Steu-
er, die die ausschüttende Gesellschaft auf die Gewinne ent-
richtet hat, für die die Dividenden gezahlt werden.
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Germany / Mexico; BGBl. 2009 II S. 746; edition de-mexico-2009-base | BGBl. 2009 II S. 746 | signed 2008-07-09 | published 2009-07-16 | Signed: 2008-07-09 | Gazette publication: 2009-07-16; article 23; Deutsch; unreviewed source text, current applicability unverified; /editions/de-mexico-2009-base/de/articles/article-23/
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de-mexico-2009-base | BGBl. 2009 II S. 746 | signed 2008-07-09 | published 2009-07-16 | Signed: 2008-07-09 | Gazette publication: 2009-07-16
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Signature date
2008-07-09
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