(1) Bei einer in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen
Person wird die Steuer wie folgt festgesetzt:
a) Von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer
werden die Einkünfte aus Turkmenistan sowie die in Turk -
menistan gelegenen Vermögenswerte ausgenommen, die
nach diesem Abkommen in Turkmenistan besteuert werden
können und nicht unter Buchstabe b fallen.
Für Einkünfte aus Dividenden gelten die vorstehenden Be-
stimmungen nur dann, wenn diese Dividenden an eine in der
Bundesrepublik Deutschland ansässige Gesellschaft (jedoch
nicht an eine Personengesellschaft) von einer in Turkmenistan
ansässigen Gesellschaft gezahlt werden, deren Kapital zu
mindestens 25 vom Hundert unmittelbar der deutschen
Gesellschaft gehört, und bei der Ermittlung der Gewinne der
ausschüttenden Gesellschaft nicht abgezogen worden sind.
Für die Zwecke der Steuern vom Vermögen werden von der
Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer ebenfalls
Beteiligungen ausgenommen, deren Ausschüttungen, falls
solche gezahlt würden, nach den vorhergehenden Sätzen
von der Steuerbemessungsgrundlage auszunehmen wären.
b) Auf die deutsche Steuer vom Einkommen für die folgenden
Einkünfte wird unter Beachtung der Vorschriften des deut-
schen Steuerrechts über die Anrechnung ausländischer
Steuern die turkmenische Steuer angerechnet, die nach turk-
menischem Recht und in Übereinstimmung mit diesem Ab-
kommen für diese Einkünfte gezahlt worden ist:
aa) Dividenden, die nicht unter Buchstabe a fallen;
bb) Zinsen;
cc) Lizenzgebühren;
dd) Einkünfte, die nach Artikel 13 Absatz 2 in Turkmenistan
besteuert werden können;
ee) Einkünfte, die nach Artikel 15 Absatz 3 in Turkmenistan
besteuert werden können;
ff)
Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen;
gg) Einkünfte im Sinne des Artikels 17.
c) Statt der Bestimmungen des Buchstabens a sind die Bestim-
mungen des Buchstabens b anzuwenden auf Einkünfte
im Sinne der Artikel 7 und 10 und die diesen Einkünften zu-
grunde liegenden Vermögenswerte, wenn die in der Bundes-
republik Deutschland ansässige Person nicht nachweist,
dass die Betriebsstätte in dem Wirtschaftsjahr, in dem sie
den Gewinn erzielt hat, oder die in Turkmenistan ansässige
Gesellschaft in dem Wirtschaftsjahr, für das sie die Ausschüt-
tung vorgenommen hat, ihre Bruttoerträge ausschließlich
oder fast ausschließlich aus unter § 8 Absatz 1 Nummern 1
bis 6 des deutschen Außensteuergesetzes fallenden Tätig -
keiten bezieht; Gleiches gilt für unbewegliches Vermögen,
das einer Betriebsstätte dient, und die daraus erzielten
Einkünfte (Artikel 6 Absatz 4) sowie für die Gewinne aus der
Veräußerung dieses unbeweglichen Vermögens (Artikel 13
Absatz 1) und des beweglichen Vermögens, das Betriebsver-
mögen der Betriebsstätte darstellt (Artikel 13 Absatz 3).
d) Die Bundesrepublik Deutschland behält aber das Recht, die
nach den Bestimmungen dieses Abkommens von der deut-
schen Steuer ausgenommenen Einkünfte und Vermögens-
werte bei der Festsetzung des Steuersatzes für das übrige
Einkommen oder Vermögen zu berücksichtigen.
e) Ungeachtet der Bestimmungen des Buchstabens a wird die
Doppelbesteuerung durch Steueranrechnung nach Buch -
stabe b vermieden,
aa) wenn in den Vertragsstaaten Einkünfte oder Vermögen
unterschiedlichen Abkommensbestimmungen zugeord-
net oder verschiedenen Personen zugerechnet werden
(außer nach Artikel 9) und dieser Konflikt sich nicht
durch ein Verfahren nach Artikel 25 Absatz 3 regeln lässt
und wenn aufgrund dieser unterschiedlichen Zuordnung
oder Zurechnung die betreffenden Einkünfte oder Ver-
mögenswerte unbesteuert blieben oder niedriger als
ohne diesen Konflikt besteuert würden oder
bb) wenn die zuständige Behörde der Bundesrepublik
Deutschland nach Konsultation mit der zuständigen
Behörde von Turkmenistan auf diplomatischem Weg
andere Einkünfte notifiziert, bei denen sie die Anrech-
nungsmethode nach Buchstabe b anzuwenden beab-
sichtigt. Die Doppelbesteuerung wird für die mitgeteilten
Einkünfte durch Steueranrechnung nach Buchstabe b
vom ersten Tag des Kalenderjahres vermieden, das dem
Kalenderjahr folgt, in dem die Mitteilung übermittelt
wurde.
(2) Bei einer in Turkmenistan ansässigen Person wird die
Steuer wie folgt festgesetzt:
Bezieht eine in Turkmenistan ansässige Person Einkünfte oder
hat sie Vermögen und können diese Einkünfte oder dieses Ver-
mögen nach diesem Abkommen in der Bundesrepublik Deutsch-
land besteuert werden, so gestattet Turkmenistan
a) auf die vom Einkommen dieser Person zu erhebende Steuer
den Betrag anzurechnen, der der in der Bundesrepublik
Deutschland gezahlten Steuer vom Einkommen entspricht;
b) auf die vom Vermögen dieser Person zu erhebende Steuer
den Betrag anzurechnen, der der in der Bundesrepublik
Deutschland gezahlten Steuer vom Vermögen entspricht.
Diese anzurechnenden Beträge dürfen jedoch in keinem Fall den
Teil der vor der Anrechnung ermittelten Steuer vom Einkommen
oder vom Vermögen übersteigen, der auf die Einkünfte, die in der
Bundesrepublik Deutschland besteuert werden können, oder auf
das Vermögen, das dort besteuert werden kann, entfällt.
Einkünfte oder Vermögen einer in Turkmenistan ansässigen Per-
son, die nach irgendeiner Bestimmung dieses Abkommens von
der Besteuerung in Turkmenistan ausgenommen sind, können
gleichwohl in Turkmenistan bei der Berechnung der Steuer für
das übrige Einkommen oder Vermögen dieser dort ansässigen
Person einbezogen werden.
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Germany / Turkmenistan; BGBl. 2017 II S. 573; edition de-turkmenistan-2017-base | BGBl. 2017 II S. 573 | signed 2016-08-29 | published 2017-06-12 | Signed: 2016-08-29 | Gazette publication: 2017-06-12 | Signature-date conflict: pinned law and DE/RU closing say 29 August 2016 (2016-08-29); roster says 25 August 2016 (25.08.2016). Unresolved, neither source rewritten.; article 23; Deutsch; unreviewed source text, current applicability unverified; /editions/de-turkmenistan-2017-base/de/articles/article-23/
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de-turkmenistan-2017-base | BGBl. 2017 II S. 573 | signed 2016-08-29 | published 2017-06-12 | Signed: 2016-08-29 | Gazette publication: 2017-06-12 | Signature-date conflict: pinned law and DE/RU closing say 29 August 2016 (2016-08-29); roster says 25 August 2016 (25.08.2016). Unresolved, neither source rewritten.
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Current applicability
Not verified
Gazette publication date
2017-06-12
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Signature date
2016-08-29
Signature date conflict
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