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Deutschland – Türkei · QuellenfassungArtikel 11 Zinsen

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(1)

(1) Zinsen, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden, können im anderen Staat besteuert werden.

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(2)

(2) Diese Zinsen können jedoch auch in dem Vertragsstaat, aus dem sie stammen, nach dem Recht dieses Staates besteu- ert werden; die Steuer darf aber, wenn der Nutzungsberechtigte der Zinsen im anderen Vertragsstaat ansässig ist, 10 Prozent des Bruttobetrags der Zinsen nicht übersteigen.

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(3)

(3) Ungeachtet des Absatzes 2 gilt Folgendes: a) Zinsen, die aus der Bundesrepublik Deutschland stammen und an die Regierung der Republik Türkei oder an die Zentralbank der Republik Türkei (Türkiye Cumhuriyet Merkez Bankası) gezahlt werden, sind von der deutschen Steuer befreit; b) Zinsen, die aus der Türkei stammen und an die Regierung der Bundesrepublik Deutschland oder an die Deutsche Bundes- bank gezahlt werden, sind von der türkischen Steuer befreit; c) Zinsen, die aus der Türkei stammen und für ein durch Gewährleistungen der Bundesrepublik Deutschland für Ausfuhren oder Direktinvestitionen im Ausland gedecktes Darlehen oder an die Kreditanstalt für Wiederaufbau oder an die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesell- schaft mbH gezahlt werden, sind von der türkischen Steuer befreit; d) Zinsen, die aus Deutschland stammen und an die türkische Eximbank (Türkiye İhracat Kredi Bankası A.Ş) gezahlt werden, sind von der deutschen Steuer befreit.

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(4)

(4) Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck „Zinsen“ bedeutet Einkünfte aus Forderungen jeder Art, auch wenn die Forderungen durch Pfandrechte an Grundstücken gesichert sind, und insbesondere Einkünfte aus öffentlichen Anleihen und aus Obligationen einschließlich der damit verbundenen Aufgelder und der Gewinne aus Losanleihen. Zuschläge für verspätete Zahlung gelten nicht als Zinsen im Sinne dieses Artikels.

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(5)

(5) Die Absätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte der Zinsen im anderen Vertragsstaat, aus dem die Zinsen stammen, eine gewerbliche Tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Forderung, für die die Zinsen gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Ein - richtung gehört. In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzuwenden.

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(6)

(6) Zinsen gelten dann als aus einem Vertragsstaat stammend, wenn der Schuldner eine in diesem Staat ansässige Person ist. Hat aber der Schuldner der Zinsen, ohne Rücksicht darauf, ob er in einem Vertragsstaat ansässig ist oder nicht, in einem Vertragsstaat eine Betriebsstätte oder eine feste Einrichtung und ist die Schuld, für die die Zinsen gezahlt werden, für Zwecke der Betriebsstätte oder der festen Einrichtung eingegangen worden und trägt die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung die Zin- sen, so gelten die Zinsen als aus dem Staat stammend, in dem die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung liegt.

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(7)

(7) Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungs - berechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten besondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Zinsen, gemessen an der zugrunde liegenden Forderung, den Betrag, den Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehun- gen vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den letzte- ren Betrag angewendet. In diesem Fall kann der übersteigende Betrag nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats und unter Berücksichtigung der anderen Bestimmungen dieses Abkom- mens besteuert werden.

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Quellen, Fassung und Grenzen
Quellenfassung
de-turkey-2012-base | BGBl. 2012 II S. 526 | Signed: 2011-09-19 | Gazette publication: 2012-05-30
Quellenform
official-publication PDF retained unchanged; reader derives from an evidenced native font-map encoding-recovery derivative, not OCR
Quellenumfang
original implementing law, bilingual base treaty and accompanying protocol; not a current consolidated text
Abgerufen
2026-09-30
Text- und Sprachumfang
The original signing clause identifies German, Turkish and English as authentic. Only German and English are supplied; the authentic Turkish version is NOT included. The clause gives English precedence in divergent interpretation of the German and Turkish texts. Unreviewed coordinate-based machine transcription of this original source edition only. Printed line breaks, hyphens and uncertain token spacing are retained, not silently corrected. Treaty preamble, closing formula, protocol and shared signatures are separate retained assets, not part of the last article. Full supplements: /review/de-turkey-2012-base/. PDF page links identify pages, not verified paragraph correspondence. Signed 2011-09-19; consent law 2012-05-24; Gazette publication 2012-05-30; treaty entry into force UNRESOLVED in pinned audit (retained official-article audit evidence); general application from 2011-01-01 (roster, not universal tax-specific start). Encoding-recovery method: only independently evidenced source font code00 /space Unicode mappings U+0007 to U+0020 changed in a separately hashed derivative. CFF blank glyphs, 278-unit advances, unchanged decoded page content streams and 22/22 identical page renders evidence this mapping. Word regrouping is logged; every nonspace character is conserved in sequence within its physical source line. No generated treaty wording and no OCR.
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Textsprache und Status
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Fundstelle
BGBl. 2012 II S. 526
SHA-256
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BGBl. 2012 II S. 526 | de-turkey-2012-base | de-turkey-2012-base | BGBl. 2012 II S. 526 | Signed: 2011-09-19 | Gazette publication: 2012-05-30 | Article 11 | de | Pending human wording, completeness, source-authority, currentness, alignment and rendering review. No legal review performed. | /library/treaties/de-turkey-2012-base/de/articles/article-11/

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BGBl. 2012 II S. 526

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Quellendetails · Präambel und Protokoll

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Quellen, Fassung und Grenzen

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