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34 articles · Deutsch

Source & edition
Country pairs / Germany / Liechtenstein

Germany / Liechtenstein · 2012 source edition

Artikel 31 Anwendung des Abkommens in bestimmten Fällen

Deutsch · original source edition

Unreviewed · applicability unverified
Original & source
§ PDF page 11
(1) Eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft, die Einkünfte aus dem anderen Vertragsstaat bezieht, hat nur dann im anderen Vertragsstaat Anspruch auf alle Vergünstigungen nach diesem Abkommen, wenn sie im erstgenannten Vertrags- staat aktiv gewerblich tätig ist und die aus dem anderen Ver- tragsstaat bezogenen Einkünfte im Zusammenhang mit dieser gewerblichen Tätigkeit bezogen werden oder aus Anlass dieser Tätigkeit anfallen. Als aktive gewerbliche Tätigkeit im Sinne die- ses Artikels gelten nicht: a) die Platzierung oder Verwaltung von Kapitalanlagen für eigene Rechnung, es sei denn, es handelt sich bei dieser Tätigkeit um Bank- oder Versicherungstätigkeiten oder Wert- papierhandel einer Bank oder Versicherungsgesellschaft oder eines zugelassenen Wertpapierhändlers; b) die Vergabe von Finanzierungsmitteln, bei denen die aus diesen Mitteln erzielten Erträge nicht uneingeschränkt der Besteuerung im erstgenannten Vertragsstaat unterliegen; c) die Verwertung immaterieller Wirtschaftsgüter, insbesondere die Vergabe von unter Artikel 12 Absatz 2 fallenden Rechten, die nicht durch eigene aktive gewerbliche oder beauftragte Tätigkeit geschaffen wurden. Der Erwerb von außerhalb des erstgenannten Vertragsstaats geschaffenen immateriellen Wirtschaftsgütern gilt nicht als aktive gewerbliche Tätigkeit; dies gilt auch dann, wenn der Erwerb aufgrund eines Auf- tragsverhältnisses erfolgt.
§ PDF page 12
(2) Übt eine in einem der Vertragsstaaten ansässige Gesell- schaft im anderen Vertragsstaat eine gewerbliche Tätigkeit aus, durch die Einkünfte erzielt werden, gilt für die Inanspruchnahme von Vergünstigungen nach diesem Abkommen für diese Ein - künfte ergänzend zu den Anforderungen des Absatzes 1, dass die gewerbliche Tätigkeit im erstgenannten Vertragsstaat gegenüber der gewerblichen Tätigkeit im anderen Vertragsstaat in qualitativer wie quantitativer Hinsicht erheblich sein muss.
§ PDF page 12
(3) Einem deutschen Investmentfonds oder einer deutschen Investmentaktiengesellschaft oder einem liechtensteinischen OGAW oder einem liechtensteinischen Investmentunternehmen werden die Vergünstigungen nach diesem Abkommen – im Fall des Buchstaben a jedoch mit Ausnahme der Vergünstigungen gemäß Artikel 10 Absatz 2 Buchstaben a und b – für aus dem anderen Vertragsstaat stammende Einkünfte gewährt, sofern a) die Aktien oder Anteile an einer anerkannten Börse gehandelt werden, oder b) mindestens 90 Prozent der Aktien oder Anteile des Invest- mentfonds, der Investmentaktiengesellschaft, des OGAW oder des Investmentunternehmens Personen gehören, die, hätten sie die Einkünfte unmittelbar bezogen, nach diesem Abkommen oder einem Abkommen, das der Vertragsstaat, aus dem die Einkünfte stammen, mit einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat, auf den das Abkom- men über den Europäischen Wirtschaftsraum anwendbar ist, abgeschlossen hat, Anspruch auf die gleichen Abkommens- vergünstigungen hätten, oder c) mindestens 75 Prozent der Aktien oder Anteile des Invest- mentfonds, der Investmentaktiengesellschaft, des OGAW oder des Investmentunternehmens Personen gehören, die, hätten sie die Einkünfte unmittelbar bezogen, nach diesem Abkommen Anspruch auf die gleichen Abkommensvergüns- tigungen hätten, oder d) nur insoweit und in der Höhe gewährt, als die Personen, denen die Aktien oder Anteile des Investmentfonds, der Investmentaktiengesellschaft, des OGAW oder des Invest- mentunternehmens gehören, hätten sie die Einkünfte un - mittelbar bezogen, nach diesem Abkommen oder einem Abkommen, das der Vertragsstaat, aus dem die Einkünfte stammen, mit einem anderen Vertragsstaat abgeschlossen hat, Anspruch auf die in diesen Abkommen gewährten Ab- kommensvergünstigungen hätten.
§ PDF page 12
(4) Dieses Abkommen ist nicht dahingehend auszulegen, dass a) soweit nicht Absatz 1 anzuwenden ist, ein Vertragsstaat gehindert ist, seine innerstaatlichen Rechtsvorschriften zur Missbrauchsvermeidung oder zur Verhinderung der Steuer- umgehung oder Steuerhinterziehung anzuwenden; b) ein Vertragstaat daran gehindert ist, nach seinem nationalen Recht Abkommensvergünstigungen ganz oder teilweise zu verweigern, um Gestaltungen entgegenzutreten, deren Be- günstigung Sinn und Zweck des Abkommens – wozu ins - besondere auch die Vermeidung einer Nichtbesteuerung in beiden Vertragsstaaten (Doppel-Nichtbesteuerung) oder einer mehrfachen Inanspruchnahme von Abkommensver- günstigungen gehört – widersprechen würde; c) die Bundesrepublik Deutschland daran gehindert wird, die Beträge zu besteuern, die nach dem Vierten, Fünften oder Siebten Teil des deutschen Außensteuergesetzes in die Ein- künfte einer in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen Person einzubeziehen sind.
§ PDF page 12
(5) Wenn aufgrund der vorstehenden Bestimmungen eine Doppelbesteuerung eintritt, konsultieren die zuständigen Behör- den einander nach Artikel 25 Absatz 3, wie die Doppelbesteue- rung zu vermeiden ist.
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Germany / Liechtenstein; BGBl. 2012 II S. 1462; edition de-liechtenstein-2012-base | BGBl. 2012 II S. 1462 | signed 2011-11-17 | published 2012-12-10 | Signed: 2011-11-17 | Gazette publication: 2012-12-10; article 31; Deutsch; unreviewed source text, current applicability unverified; /editions/de-liechtenstein-2012-base/de/articles/article-31/

Disclaimers

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Source & edition

BGBl. 2012 II S. 1462

  • Original PDF Official source website ↗

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Edition
de-liechtenstein-2012-base | BGBl. 2012 II S. 1462 | signed 2011-11-17 | published 2012-12-10 | Signed: 2011-11-17 | Gazette publication: 2012-12-10
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Deutsch
Review
Unreviewed; qualified human review pending
Current applicability
Not verified
Gazette publication date
2012-12-10
Provenance
agent source-triage of pinned original; neither date is treaty entry/application
Signature date
2011-11-17
Edition notes and known limitations

Original source edition; not a verified current-law consolidation. Unknown as current law. Signed 2011-11-17; consent law 2012-12-05; gazette publication 2012-12-10. Edition ID year is not a signature date. Treaty entry into force: 2012-12-19. Roster general application: 2013-01-01 (not a universal tax-specific rule). Cached official article entry statements (may refer to multiple instruments): 19. Dezember 2012, 29. Oktober 2021. Evidence is the retained 2026-10-01 agent audit of source PDF, 2026-01-01 roster and cached official HTML, not a fresh current-law determination. Later instruments listed above are not incorporated. No exhaustive later-2026 or BEPS-MLI verification; absence of a relationship is not proof of non-application. No qualified human wording, completeness or accuracy approval. Binary hash proves identity only.

Printed signature protocol retained separately and not merged into articles. Later amending protocol signed 2020-10-27, entered into force 2021-10-29, general application 2022-01-01; NOT included in this base source. Tax-specific application needs review. MLI application and complete later amendments, replacements or suspensions are NOT verified. No developments after the retained roster snapshot are certified. This is NOT a current consolidated instrument. Source-triage warnings: Later instruments listed above are not incorporated. No exhaustive later-2026 or BEPS-MLI verification; absence of a relationship is not proof of non-application. No qualified human wording, completeness or accuracy approval. Binary hash proves identity only. Known related/later instruments NOT included in this source (agent triage, not exhaustive): amending-protocol; signature date: 2020-10-27; entry into force: 2021-10-29; general application from: 2022-01-01; limit: No later instrument text incorporated. Entry date unresolved unless explicitly stated. / separate-assistance-or-information-exchange-agreement-not-substituted; signature date: 2009-09-02; limit: Distinct scope; do not conflate with requested income/capital convention or its predecessor.

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