Germany / Tunisia · 2018 replacement edition

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Replaces the convention signed 1975-12-23 and its closing protocol. The retained entry notice states their expiry at the end of 2019-12-15; treaty Article 30(3) preserves application to earlier tax periods. No old treaty body is used. Roster II V denotes a negotiating protocol, not an operative amendment. Later amendments, MLI effects and developments after the 2026-01-01 roster snapshot have not been exhaustively verified.

Original PDF SHA-256: 7de0880f35d30dae25056ec347b7326f84b2954a72c6bf746e6213407a3b2a73

Source identity and available body

Edition
de-tunisia-2018-base
Class
Original publication, not synthesized or consolidated
Source
BGBl. 2018 II S. 710 (consent law); S. 711–735 (convention and protocol)
Scope
26 physical pages; 31 articles in each of DE and FR; all 5 protocol sections; closing and signers retained
Native spans
3038
Paragraph groups
{'de': 119, 'fr': 119}
Arabic
Not acquired; no Arabic reader
Exact official URL (inert)
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Internationales_Steuerrecht/Staatenbezogene_Informationen/Laender_A_Z/Tunesien/2018-12-28-Tunesien-Abkommen-DBA-Gesetz.pdf?__blob=publicationFile&v=1

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Physical page 1 · printed 710

710 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

Gesetz
zu dem Abkommen vom 8. Februar 2018
zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Tunesischen Republik
zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen
Vom 11. Dezember 2018
Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz
beschlossen:
Artikel 1
Dem in Tunis am 8. Februar 2018 unterzeichneten Abkommen zwischen der
Bundesrepublik Deutschland und der Tunesischen Republik zur Vermeidung der
Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Ver-
mögen wird zugestimmt. Das Abkommen wird nachstehend veröffentlicht.
Artikel 2
(1) Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
(2) Der Tag, an dem das Abkommen nach seinem Artikel 30 Absatz 2 in Kraft
tritt, ist im Bundesgesetzblatt bekannt zu geben.
Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt. Es ist im Bundesgesetzblatt
zu verkünden.
Berlin, den 11. Dezember 2018
D e r B u n d e s p r ä s i d e n t
S t e i n m e i e r
D i e B u n d e s k a n z l e r i n
Dr. A n g e l a M e r k e l
D e r B u n d e s m i n i s t e r d e r F i n a n z e n
O l a f S c h o l z
D e r B u n d e s m i n i s t e r d e s A u s w ä r t i g e n
H e i k o M a a s
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Physical page 2 · printed 711

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 711

German

Abkommen
zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Tunesischen Republik
zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen
Die Bundesrepublik Deutschland
und
die Tunesische Republik –
von dem Wunsch geleitet, ihre wirtschaftlichen Beziehungen
durch den Abbau steuerlicher Hindernisse zu fördern –
sind wie folgt übereingekommen:
Artikel 1
Persönlicher Geltungsbereich
Dieses Abkommen gilt für Personen, die in einem Vertragsstaat
oder in beiden Vertragsstaaten ansässig sind.
Artikel 2
Unter das Abkommen fallende Steuern
(1) Dieses Abkommen gilt, ohne Rücksicht auf die Art der Er-
hebung, für Steuern vom Einkommen und vom Vermögen, die für
Rechnung eines Vertragsstaats, eines seiner Länder oder einer
ihrer Gebietskörperschaften erhoben werden.
(2) Als Steuern vom Einkommen und vom Vermögen gelten
alle Steuern, die vom Gesamteinkommen, vom Gesamtvermögen
oder von Teilen des Einkommens oder des Vermögens erhoben
werden, einschließlich der Steuern vom Gewinn aus der Veräu-
ßerung beweglichen oder unbeweglichen Vermögens, der Lohn-
summensteuern sowie der Steuern vom Vermögenszuwachs.
(3) Zu den zurzeit bestehenden Steuern, für die das Abkom-
men gilt, gehören insbesondere
a) in der Tunesischen Republik:
– die Körperschaftsteuer (l’impôt sur les sociétés),
– die Steuer vom Einkommen natürlicher Personen (l’impôt
sur le revenu des personnes physiques),
– die Abgabe für gewerbliche Betriebe und selbstständige
Tätigkeiten (la taxe sur les établissements à caractère
industriel, commercial ou professionnel)
(im Folgenden als „tunesische Steuer“ bezeichnet);

French

Convention
entre la République fédérale d’Allemagne
et la République Tunisienne
en vue d’éviter les doubles impositions
en matière d’impôts sur le revenu et sur la fortune
La République fédérale d’Allemagne
et
la République Tunisienne –
désireuses de promouvoir leurs relations économiques par la
suppression des barrières fiscales –
sont convenues des dispositions suivantes:
Article 1
Personnes visées
La présente Convention s’applique aux personnes qui sont
des résidents d’un État contractant ou des deux États contrac-
tants.
Article 2
Impôts visés
(1) La présente Convention s’applique aux impôts sur le
revenu et sur la fortune perçus pour le compte d’un État contrac-
tant, de l’un de ses Länder ou de l’une de ses subdivisions
politiques ou de leurs collectivités locales, quel que soit le
système de perception.
(2) Sont considérés comme impôts sur le revenu et sur la for-
tune les impôts perçus sur le revenu total, sur la fortune totale
ou sur des éléments du revenu ou de la fortune, y compris les
impôts sur les gains provenant de l’aliénation de biens mobiliers
ou immobiliers, les impôts sur le montant global des salaires
payés par les entreprises, ainsi que les impôts sur les plus-
values.
(3) Les impôts actuels auxquels s’applique la Convention sont
notamment:
a) en ce qui concerne la République Tunisienne:
– l’impôt sur les sociétés,
– l’impôt sur le revenu des personnes physiques,
– la taxe sur les établissements à caractère industriel, com-
mercial ou professionnel.
(ci-après dénommés «impôt tunisien»);
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Physical page 3 · printed 712

712 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

b) in der Bundesrepublik Deutschland:
– die Einkommensteuer,
– die Körperschaftsteuer,
– die Gewerbesteuer und
– die Vermögensteuer
einschließlich der hierauf erhobenen Zuschläge
(im Folgenden als „deutsche Steuer“ bezeichnet).
(4) Das Abkommen gilt auch für alle Steuern gleicher oder im
Wesentlichen ähnlicher Art, die nach der Unterzeichnung des Ab-
kommens neben den bestehenden Steuern oder an deren Stelle
erhoben werden. Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten
teilen einander die in ihren Steuergesetzen eingetretenen wesent-
lichen Änderungen mit.
Artikel 3
Allgemeine Begriffsbestimmungen
(1) Im Sinne dieses Abkommens, wenn der Zusammenhang
nichts anderes erfordert,
a) bedeutet der Ausdruck „Tunesische Republik“ das Hoheits-
gebiet und die Meeresgebiete, über die die Tunesische
Republik die Staatshoheit ausübt (Festland, Inseln, Binnen-
und Hoheitsgewässer und der darüber befindliche Luftraum)
und sonstige Meeresgebiete, soweit die Tunesische Republik
dort in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht Hoheitsbefug-
nisse ausübt;
b) bedeutet der Ausdruck „Bundesrepublik Deutschland“ das
Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland sowie das an
das Küstenmeer angrenzende Gebiet des Meeresbodens,
des Meeresuntergrunds und der darüber befindlichen
Wassersäule, soweit die Bundesrepublik Deutschland dort in
Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und ihren innerstaat-
lichen Rechtsvorschriften souveräne Rechte und Hoheitsbe-
fugnisse zum Zwecke der Erforschung, Ausbeutung, Erhal-
tung und Bewirtschaftung der lebenden und nicht lebenden
natürlichen Ressourcen ausübt;
c) bedeuten die Ausdrücke „ein Vertragsstaat“ und „der andere
Vertragsstaat“, je nach dem Zusammenhang, die Bundes -
republik Deutschland oder die Tunesische Republik;
d) bedeutet der Ausdruck „Person“ natürliche Personen, Gesell-
schaften und alle anderen Personenvereinigungen;
e) bedeutet der Ausdruck „Gesellschaft“ juristische Personen
oder Rechtsträger, die für die Besteuerung wie juristische
Personen behandelt werden;
f) bedeuten die Ausdrücke „Unternehmen eines Vertragsstaats“
und „Unternehmen des anderen Vertragsstaats“, je nachdem,
ein Unternehmen, das von einer in einem Vertragsstaat
ansässigen Person betrieben wird, oder ein Unternehmen,
das von einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person
betrieben wird;
g) bedeutet der Ausdruck „internationaler Verkehr“ jede Beför-
derung mit einem Seeschiff oder Luftfahrzeug, das von einem
Unternehmen mit tatsächlicher Geschäftsleitung in einem
Vertragsstaat betrieben wird, es sei denn, das Seeschiff oder
Luftfahrzeug wird ausschließlich zwischen Orten im anderen
Vertragsstaat betrieben;
h) bedeutet der Ausdruck „Staatsangehöriger“
aa) in Bezug auf die Tunesische Republik
alle natürlichen Personen, die die tunesische Staats -
angehörigkeit besitzen, sowie alle juristischen Personen,
Personengesellschaften und anderen Personenvereini-
gungen, die nach dem in der Tunesischen Republik
geltenden Recht errichtet worden sind;

French

b) en ce qui concerne la République fédérale d’Allemagne:
– l’impôt sur le revenu (Einkommensteuer),
– l’impôt sur les sociétés (Körperschaftsteuer),
– l’impôt commercial (Gewerbesteuer) et
– l’impôt sur la fortune (Vermögensteuer)
y compris les surtaxes perçues sur ces impôts
(ci-après dénommés «impôt allemand»).
(4) La Convention s’applique aussi aux impôts de nature iden-
tique ou analogue qui seraient établis après la date de signature
de la Convention et qui s’ajouteraient aux impôts actuels ou qui
les remplaceraient. Les autorités compétentes des États contrac-
tants se communiquent les modifications significatives appor-
tées à leurs législations fiscales.
Article 3
Définitions générales
(1) Au sens de la présente Convention, à moins que le
contexte n’exige une interprétation différente:
a) l’expression «République Tunisienne» désigne le territoire et
les espaces maritimes sur lesquels la République Tunisienne
exerce sa souveraineté (territoire continental, îles, eaux inté-
rieures, mers territoriales et espaces aériens les surplombant)
ainsi que les autres espaces maritimes sur lesquels la Répu-
blique Tunisienne exerce sa juridiction conformément au droit
international;
b) l’expression «République fédérale d’Allemagne» désigne le
territoire de la République fédérale d’Allemagne, ainsi que la
zone des fonds marins, de leur sous-sol et de la colonne
d’eau surjacente, adjacente à la mer territoriale, pour autant
que la République fédérale d’Allemagne, conformément au
droit international et à sa législation interne, y exerce des
droits souverains et sa juridiction aux fins de l’exploration,
de  l’exploitation, de la conservation et de la gestion des
ressources naturelles, biologiques et non biologiques;
c) les expressions «un État contractant» et «l’autre État contrac-
tant» désignent selon le contexte la République fédérale
d’Allemagne ou la RépubliqueTunisienne;
d) le terme «personne» désigne les personnes physiques, les
sociétés et tous autres groupements de personnes;
e) le terme «société» désigne toute personne morale ou toute
entité qui est considérée comme une personne morale aux
fins d’imposition;
f) les expressions «entreprise d’un État contractant» et «entre-
prise de l’autre État contractant» désignent respectivement
une entreprise exploitée par un résident d’un État contractant
et une entreprise exploitée par un résident de l’autre État
contractant;
g) l’expression «trafic international» désigne tout transport
effectué par un navire ou un aéronef exploité par une entre-
prise dont le siège de direction effective est situé dans un
État contractant, sauf lorsque le navire ou l’aéronef n’est
exploité qu’entre des points situés dans l’autre État contrac-
tant;
h) le terme «national» désigne:
aa) en ce qui concerne la République Tunisienne, toute per-
sonne physique qui possède la nationalité tunisienne
ainsi que toute personne morale, société de personnes
ou tout autre groupement de personnes constitués
conformément à la législation en vigueur en République
Tunisienne;
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Physical page 4 · printed 713

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 713

German

bb) in Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland
alle Deutschen im Sinne des Grundgesetzes für die Bun-
desrepublik Deutschland sowie alle juristischen Perso-
nen, Personengesellschaften und anderen Personen -
vereinigungen, die nach dem in der Bundesrepublik
Deutschland geltenden Recht errichtet worden sind;
i) bedeutet der Ausdruck „zuständige Behörde“
aa) in der Tunesischen Republik den Finanzminister oder
seinen gehörig befugten Vertreter;
bb) in der Bundesrepublik Deutschland das Bundesministe-
rium der Finanzen oder die Behörde, an die es seine
Befugnisse delegiert hat.
(2) Bei der Anwendung des Abkommens durch einen Ver-
tragsstaat hat, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfor-
dert, jeder im Abkommen nicht definierte Ausdruck die Bedeu-
tung, die ihm im Anwendungszeitraum nach dem Recht dieses
Staates über die Steuern zukommt, für die das Abkommen gilt,
wobei die Bedeutung dieses Ausdrucks nach dem in diesem
Staat anzuwendenden Steuerrecht den Vorrang vor einer Bedeu-
tung hat, die er nach anderem Recht dieses Staates hat.
Artikel 4
Ansässige Person
(1) Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck „eine
in einem Vertragsstaat ansässige Person“ eine Person, die nach
dem Recht dieses Staates dort aufgrund ihres Wohnsitzes, ihres
ständigen Aufenthalts, des Ortes ihrer Geschäftsleitung oder
eines anderen ähnlichen Merkmals steuerpflichtig ist, und um-
fasst auch diesen Staat, seine Länder und ihre Gebietskörper-
schaften. Der Ausdruck umfasst jedoch nicht eine Person, die in
diesem Staat nur mit Einkünften aus Quellen in diesem Staat
oder mit in diesem Staat gelegenem Vermögen steuerpflichtig
ist.
(2) Ist nach Absatz 1 eine natürliche Person in beiden Ver-
tragsstaaten ansässig, so gilt Folgendes:
a) Die Person gilt als nur in dem Staat ansässig, in dem sie über
eine ständige Wohnstätte verfügt; verfügt sie in beiden Staa-
ten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als nur in dem
Staat ansässig, zu dem sie die engeren persönlichen und
wirtschaftlichen Beziehungen hat (Mittelpunkt der Lebens -
interessen);
b) kann nicht bestimmt werden, in welchem Staat die Person
den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen hat, oder verfügt sie
in keinem der Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt
sie als nur in dem Staat ansässig, in dem sie ihren gewöhn -
lichen Aufenthalt hat;
c) hat die Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt in beiden Staa-
ten oder in keinem der Staaten, so gilt sie als nur in dem
Staat ansässig, dessen Staatsangehörige sie ist;
d) ist die Person Staatsangehörige beider Staaten oder keines
der Staaten, so regeln die zuständigen Behörden der Ver-
tragsstaaten die Frage durch Verständigung.
(3) Ist nach Absatz 1 eine andere als eine natürliche Person in
beiden Vertragsstaaten ansässig, so gilt sie als in dem Staat an-
sässig, in dem sich der Ort ihrer tatsächlichen Geschäftsleitung
befindet.
(4) Eine Personengesellschaft gilt als in dem Vertragsstaat an-
sässig, in dem sich der Ort ihrer tatsächlichen Geschäftsleitung
befindet.

French

bb) en ce qui concerne la République fédérale d’Allemagne,
tout Allemand au sens de la Loi fondamentale pour
la  République fédérale d’Allemagne ainsi que toute
personne morale, société de personnes ou tout autre
groupement de personnes constitués conformément à
la législation en vigueur en République fédérale d’Alle-
magne;
i) l’expression «autorité compétente» désigne:
aa) en ce qui concerne la République Tunisienne, le Ministre
des Finances ou son représentant dûment autorisé,
bb) en ce qui concerne la République fédérale d’Allemagne,
le Ministère fédéral des Finances ou l’autorité à laquelle
il a délégué ses pouvoirs.
(2) Pour l’application de la Convention à un moment donné
par un État contractant, tout terme ou expression qui n’y est pas
défini a, sauf si le contexte exige une interprétation différente, le
sens que lui attribue, à ce moment, le droit de cet État concer-
nant les impôts auxquels s’applique la Convention, le sens
attribué à ce terme ou expression par le droit fiscal de cet État
prévalant sur le sens que lui attribuent les autres branches du
droit de cet État.
Article 4
Résident
(1) Au sens de la présente Convention, l’expression «résident
d’un État contractant» désigne toute personne qui, en vertu de
la législation de cet État, est assujettie à l’impôt dans cet État,
en raison de son domicile, de sa résidence, de son siège de
direction ou de tout autre critère de nature analogue et s’applique
aussi à cet État, à ses Länder ou ses subdivisions politiques et
à leurs collectivités locales. Toutefois, cette expression ne com-
prend pas les personnes qui ne sont assujetties à l’impôt dans
cet État que pour les revenus de sources situées dans cet État
ou pour la fortune qui y est située.
(2) Lorsque, selon les dispositions du paragraphe 1, une per-
sonne physique est un résident des deux États contractants, sa
situation est réglée de la manière suivante:
a) cette personne est considérée comme un résident du seul
État où elle dispose d’un foyer d’habitation permanent; si elle
dispose d’un foyer d’habitation permanent dans les deux
États, elle est considérée comme un résident du seul État
avec lequel ses liens personnels et économiques sont les
plus étroits (centre des intérêts vitaux);
b) si l’État où cette personne a le centre de ses intérêts vitaux
ne peut pas être déterminé ou si elle ne dispose d’un foyer
d’habitation permanent dans aucun des États, elle est consi-
dérée comme un résident du seul État où elle séjourne de
façon habituelle;
c) si cette personne séjourne de façon habituelle dans les deux
États ou si elle ne séjourne de façon habituelle dans aucun
d’eux, elle est considérée comme un résident du seul État
dont elle possède la nationalité;
d) si cette personne possède la nationalité des deux États ou si
elle ne possède la nationalité d’aucun d’eux, les autorités
compétentes des États contractants tranchent la question
d’un commun accord.
(3) Lorsque, selon les dispositions du paragraphe 1, une per-
sonne autre qu’une personne physique est un résident des deux
États contractants, elle est considérée comme un résident de
l’État où son siège de direction effective est situé.
(4) Une société de personnes est considérée comme un
résident de l’État contractant où son siège de direction effective
est situé.
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Physical page 5 · printed 714

714 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

Artikel 5
Betriebsstätte
(1) Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck
„Betriebsstätte“ eine feste Geschäftseinrichtung, durch die die
Tätigkeit eines Unternehmens ganz oder teilweise ausgeübt wird.
(2) Der Ausdruck „Betriebsstätte“ umfasst insbesondere
a) einen Ort der Leitung,
b) eine Zweigniederlassung,
c) eine Geschäftsstelle,
d) eine Fabrikationsstätte,
e) eine Werkstätte und
f) ein Bergwerk, ein Öl- oder Gasvorkommen, einen Steinbruch
oder eine andere Stätte der Ausbeutung natürlicher Ressour-
cen.
(3) Eine Bauausführung oder Montage ist nur dann eine
Betriebsstätte, wenn ihre Dauer sechs Monate überschreitet.
(4) Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen dieses
Artikels gelten nicht als Betriebsstätten
a) Einrichtungen, die ausschließlich zur Lagerung, Ausstellung
oder Auslieferung von Gütern oder Waren des Unternehmens
benutzt werden;
b) Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die
ausschließlich zur Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung
unterhalten werden;
c) Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die
ausschließlich zu dem Zweck unterhalten werden, durch ein
anderes Unternehmen bearbeitet oder verarbeitet zu werden;
d) eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschließlich zu dem
Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen Güter oder
Waren einzukaufen oder Informationen zu beschaffen;
e) eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschließlich zu dem
Zweck unterhalten wird, für das Unternehmen andere Tätig-
keiten auszuüben, die vorbereitender Art sind oder eine Hilfs-
tätigkeit darstellen;
f) eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschließlich zu dem
Zweck unterhalten wird, mehrere der unter den Buch -
staben  a  bis  e genannten Tätigkeiten auszuüben, voraus -
gesetzt, dass die sich daraus ergebende Gesamttätigkeit der
festen Geschäftseinrichtung vorbereitender Art ist oder eine
Hilfstätigkeit darstellt.
(5) Ist eine Person – mit Ausnahme eines unabhängigen Ver-
treters im Sinne des Absatzes 7 – für ein Unternehmen tätig und
besitzt sie in einem Vertragsstaat die Vollmacht, im Namen des
Unternehmens Verträge abzuschließen, und übt sie die Vollmacht
dort gewöhnlich aus, so wird das Unternehmen ungeachtet der
Absätze 1 und 2 so behandelt, als habe es in diesem Staat für
alle von der Person für das Unternehmen ausgeübten Tätigkeiten
eine Betriebsstätte, es sei denn, diese Tätigkeiten beschränken
sich auf die im Absatz 4 genannten Tätigkeiten, die, würden sie
durch eine feste Geschäftseinrichtung ausgeübt, diese Einrich-
tung nach dem genannten Absatz nicht zu einer Betriebsstätte
machten.
(6) Ein Versicherungsunternehmen eines Vertragsstaats wird
so behandelt, als habe es eine Betriebstätte in dem anderen
Vertragsstaat, wenn es in diesem anderen Staat durch einen
Angestellten oder einen Vertreter – mit Ausnahme der in Absatz 7
erwähnten Personen – Prämien einzieht oder dort gelegene
Risiken versichert.

French

Article 5
Établissement stable
(1) Au sens de la présente Convention, l’expression «établis-
sement stable» désigne une installation fixe d’affaires par l’inter-
médiaire de laquelle une entreprise exerce tout ou partie de son
activité.
(2) L’expression «établissement stable» comprend notam-
ment:
a) un siège de direction;
b) une succursale;
c) un bureau;
d) une usine;
e) un atelier et
f) une mine, un puits de pétrole ou de gaz, une carrière ou tout
autre lieu d’extraction de ressources naturelles.
(3) Un chantier de construction ou de montage ne constitue
un établissement stable que si sa durée dépasse six mois.
(4) Nonobstant les dispositions précédentes du présent
article, on considère qu’il n’y a pas «établissement stable» si:
a) il est fait usage d’installations aux seules fins de stockage,
d’exposition ou de livraison de marchandises appartenant à
l’entreprise;
b) des marchandises appartenant à l’entreprise sont entre -
posées aux seules fins de stockage, d’exposition ou de
livraison;
c) des marchandises appartenant à l’entreprise sont entre -
posées aux seules fins de transformation par une autre
entreprise;
d) une installation fixe d’affaires est utilisée aux seules fins
d’acheter des marchandises ou de réunir des informations,
pour l’entreprise;
e) une installation fixe d’affaires est utilisée aux seules fins
d’exercer, pour l’entreprise, toute autre activité de caractère
préparatoire ou auxiliaire;
f) une installation fixe d’affaires est utilisée aux seules fins de
l’exercice cumulé d’activités mentionnées aux alinéas a) à e),
à condition que l’activité d’ensemble de l’installation fixe d’af-
faires résultant de ce cumul garde un caractère préparatoire
ou auxiliaire.
(5) Nonobstant les dispositions des paragraphes 1 et  2,
lorsqu’une personne – autre qu’un agent jouissant d’un statut
indépendant auquel s’applique le paragraphe 7 – agit pour le
compte d’une entreprise et dispose dans un État contractant
de pouvoirs qu’elle y exerce habituellement lui permettant de
conclure des contrats au nom de l’entreprise, cette entreprise est
considérée comme ayant un établissement stable dans cet État
pour toutes les activités que cette personne exerce pour l’entre-
prise, à moins que les activités de cette personne ne soient
limitées à celles qui sont mentionnées au paragraphe 4 et qui, si
elles étaient exercées par l’intermédiaire d’une installation fixe
d’affaires, ne permettraient pas de considérer cette installation
comme un établissement stable selon les dispositions de ce
paragraphe.
(6) Une entreprise d’assurance d’un État contractant est
considérée comme ayant un établissement stable dans l’autre
État contractant si elle perçoit des primes sur le territoire de cet
État ou assure des risques qui y sont encourus par l’intermédiaire
d’un employé ou par l’intermédiaire d’un représentant qui n’entre
pas dans la catégorie des personnes visées par le paragraphe 7
ci-après.
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Physical page 6 · printed 715

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 715

German

(7) Ein Unternehmen wird nicht schon deshalb so behandelt,
als habe es eine Betriebsstätte in einem Vertragsstaat, weil es
dort seine Tätigkeit durch einen Makler, Kommissionär oder einen
anderen unabhängigen Vertreter ausübt, sofern diese Personen
im Rahmen ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit handeln.
(8) Allein dadurch, dass eine in einem Vertragsstaat ansässige
Gesellschaft eine Gesellschaft beherrscht oder von einer Gesell-
schaft beherrscht wird, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist
oder dort (entweder durch eine Betriebsstätte oder auf andere
Weise) ihre Tätigkeit ausübt, wird keine der beiden Gesellschaf-
ten zur Betriebsstätte der anderen.
Artikel 6
Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen
(1) Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Per-
son aus unbeweglichem Vermögen (einschließlich der Einkünfte
aus Land und Forstwirtschaft) bezieht, das im anderen Vertrags-
staat liegt, können im anderen Staat besteuert werden.
(2) Der Ausdruck „unbewegliches Vermögen“ hat die Bedeu-
tung, die ihm nach dem Recht des Vertragsstaats zukommt, in
dem das Vermögen liegt. Der Ausdruck umfasst in jedem Fall das
Zubehör zum unbeweglichen Vermögen, das lebende und tote
Inventar land- und forstwirtschaftlicher Betriebe, die Rechte, für
die die Vorschriften des Privatrechts über Grundstücke gelten,
Nutzungsrechte an unbeweglichem Vermögen sowie Rechte auf
veränderliche oder feste Vergütungen für die Ausbeutung oder
das Recht auf Ausbeutung von Mineralvorkommen, Quellen und
anderen natürlichen Ressourcen; Seeschiffe und Luftfahrzeuge
gelten nicht als unbewegliches Vermögen.
(3) Absatz 1 gilt für Einkünfte aus der unmittelbaren Nutzung,
der Vermietung oder Verpachtung sowie jeder anderen Art der
Nutzung unbeweglichen Vermögens.
(4) Die Absätze 1 und 3 gelten auch für Einkünfte aus unbe-
weglichem Vermögen eines Unternehmens und für Einkünfte aus
unbeweglichem Vermögen, das der Ausübung eines freien Be-
rufs dient.
Artikel 7
Unternehmensgewinne
(1) Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats können
nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, das Unter-
nehmen übt seine Tätigkeit im anderen Vertragsstaat durch eine
dort gelegene Betriebsstätte aus. Übt das Unternehmen seine
Tätigkeit auf diese Weise aus, so können die Gewinne des
Unternehmens im anderen Staat besteuert werden, jedoch nur
insoweit, als sie dieser Betriebsstätte zugerechnet werden
können.
(2) Übt ein Unternehmen eines Vertragsstaats seine Tätigkeit
im anderen Vertragsstaat durch eine dort gelegene Betriebsstätte
aus, so werden vorbehaltlich des Absatzes 3 in jedem Vertrags-
staat dieser Betriebsstätte die Gewinne zugerechnet, die sie hät-
te erzielen können, wenn sie eine gleiche oder ähnliche Tätigkeit
unter gleichen oder ähnlichen Bedingungen als selbstständiges
Unternehmen ausgeübt hätte und im Verkehr mit dem Unterneh-
men, dessen Betriebsstätte sie ist, völlig unabhängig gewesen
wäre.
(3) Bei der Ermittlung der Gewinne einer Betriebsstätte wer-
den die für diese Betriebsstätte entstandenen Aufwendungen,
einschließlich der Geschäftsführungs- und allgemeinen Verwal-
tungskosten, zum Abzug zugelassen, gleichgültig, ob sie in dem
Staat, in dem die Betriebsstätte liegt, oder anderswo entstanden
sind.
(4) Soweit es in einem Vertragsstaat üblich ist, die einer
Betriebsstätte zuzurechnenden Gewinne durch Aufteilung der
Gesamtgewinne des Unternehmens auf seine einzelnen Teile zu
ermitteln, schließt Absatz 2 nicht aus, dass dieser Vertragsstaat

French

(7) Une entreprise n’est pas considérée comme ayant un éta-
blissement stable dans un État contractant du seul fait qu’elle y
exerce son activité par l’entremise d’un courtier, d’un commis-
sionnaire général ou de tout autre agent jouissant d’un statut
indépendant, à condition que ces personnes agissent dans le
cadre ordinaire de leur activité.
(8) Le fait qu’une société qui est un résident d’un État contrac-
tant contrôle ou est contrôlée par une société qui est un résident
de l’autre État contractant ou qui y exerce son activité (que ce
soit par l’intermédiaire d’un établissement stable ou non) ne suffit
pas, en lui-même, à faire de l’une quelconque de ces sociétés
un établissement stable de l’autre.
Article 6
Revenus immobiliers
(1) Les revenus qu’un résident d’un État contractant tire de
biens immobiliers (y compris les revenus des exploitations agri-
coles ou forestières) situés dans l’autre État contractant sont
imposables dans cet autre État.
(2) L’expression «biens immobiliers» a le sens que lui attribue
le droit de l’État contractant où les biens considérés sont situés.
L’expression comprend en tous cas les accessoires, le cheptel
mort ou vif des exploitations agricoles et forestières, les droits
auxquels s’appliquent les dispositions du droit privé concernant
la propriété foncière, l’usufruit des biens immobiliers et les droits
à des paiements variables ou fixes pour l’exploitation ou la
concession de l’exploitation de gisements minéraux, sources et
autres ressources naturelles; les navires et aéronefs ne sont pas
considérés comme des biens immobiliers.
(3) Les dispositions du paragraphe 1 s’appliquent aux revenus
provenant de l’exploitation directe, de la location ou de l’affer-
mage ainsi que de toute autre forme d’exploitation des biens
immobiliers.
(4) Les dispositions des paragraphes  1 et  3 s’appliquent
également aux revenus provenant des biens immobiliers d’une
entreprise ainsi qu’aux revenus des biens immobiliers servant à
l’exercice d’une profession indépendante.
Article 7
Bénéfices des entreprises
(1) Les bénéfices d’une entreprise d’un État contractant ne
sont imposables que dans cet État, à moins que l’entreprise
n’exerce son activité dans l’autre État contractant par l’intermé-
diaire d’un établissement stable qui y est situé. Si l’entreprise
exerce son activité d’une telle façon, les bénéfices de l’entreprise
sont imposables dans l’autre État, mais uniquement dans la
mesure où ils sont imputables à cet établissement stable.
(2) Sous réserve des dispositions du paragraphe 3, lorsqu’une
entreprise d’un État contractant exerce son activité dans l’autre
État contractant par l’intermédiaire d’un établissement stable
qui y est situé, il est imputé, dans chaque État contractant, à cet
établissement stable les bénéfices qu’il aurait pu réaliser s’il avait
constitué une entreprise distincte exerçant des activités iden-
tiques ou analogues dans des conditions identiques ou ana-
logues et traitant en toute indépendance avec l’entreprise dont
il constitue un établissement stable.
(3) Pour déterminer les bénéfices d’un établissement stable,
sont admises en déduction les dépenses exposées aux fins
poursuivies par cet établissement stable, y compris les dépenses
de direction et les frais généraux d’administration ainsi exposés,
soit dans l’État où est situé cet établissement stable, soit ailleurs.
(4) S’il est d’usage, dans un État contractant, de déterminer
les bénéfices imputables à un établissement stable sur la base
d’une répartition des bénéfices totaux de l’entreprise entre ses
diverses parties, aucune disposition du paragraphe 2 n’empêche
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Physical page 7 · printed 716

716 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

die zu besteuernden Gewinne nach der üblichen Aufteilung
ermittelt; die gewählte Gewinnaufteilung muss jedoch derart sein,
dass das Ergebnis mit den Grundsätzen dieses Artikels überein-
stimmt.
(5) Aufgrund des bloßen Einkaufs von Gütern oder Waren für
das Unternehmen wird einer Betriebsstätte kein Gewinn zuge-
rechnet.
(6) Bei der Anwendung der vorstehenden Absätze dieses
Artikels sind die der Betriebsstätte zuzurechnenden Gewinne
jedes Jahr auf dieselbe Art zu ermitteln, es sei denn, dass aus-
reichende Gründe dafür bestehen, anders zu verfahren.
(7) Dieser Artikel gilt auch für die Einkünfte aus der Beteiligung
an einer Personengesellschaft. Er erstreckt sich auch auf Vergü-
tungen, die ein Gesellschafter einer Personengesellschaft von
dieser Gesellschaft für seine Tätigkeit im Dienst der Gesellschaft,
für die Gewährung von Darlehen oder für die Überlassung
von Wirtschaftsgütern bezieht, wenn diese Vergütungen nach
dem Steuerrecht des Vertragsstaats, in dem die Betriebsstätte
gelegen ist, den Einkünften des Gesellschafters aus dieser
Betriebsstätte zugerechnet werden.
(8) Gehören zu den Gewinnen Einkünfte, die in anderen
Artikeln dieses Abkommens behandelt werden, so werden die
Bestimmungen jener Artikel durch die Bestimmungen dieses
Artikels nicht berührt.
Artikel 8
Seeschifffahrt und Luftfahrt
(1) Gewinne aus dem Betrieb von Seeschiffen oder Luftfahr-
zeugen im internationalen Verkehr können nur in dem Vertrags-
staat besteuert werden, in dem sich der Ort der tatsächlichen
Geschäftsleitung des Unternehmens befindet.
(2) Für Zwecke dieses Artikels beinhaltet der Ausdruck „Ge-
winne aus dem Betrieb von Seeschiffen oder Luftfahrzeugen im
internationalen Verkehr“ auch die Gewinne aus
a) der gelegentlichen Vermietung von leeren Seeschiffen oder
Luftfahrzeugen und
b) der Nutzung oder Vermietung von Containern (einschließlich
Trailern und zugehöriger Ausstattung, die dem Transport der
Container dienen),
wenn diese Tätigkeiten zum Betrieb von Seeschiffen oder Luft-
fahrzeugen im internationalen Verkehr gehören.
(3) Befindet sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung
eines Unternehmens der Seeschifffahrt an Bord eines Schiffes,
so gilt er als in dem Vertragsstaat gelegen, in dem der Heimat-
hafen des Schiffes liegt, oder, wenn kein Heimathafen vorhanden
ist, in dem Vertragsstaat, in dem die Person ansässig ist, die das
Schiff betreibt.
(4) Absatz 1 gilt auch für Gewinne aus der Beteiligung an
einem Pool, einer Betriebsgemeinschaft oder einer internationa-
len Betriebsstelle.
Artikel 9
Verbundene Unternehmen
(1) Wenn
a) ein Unternehmen eines Vertragsstaats unmittelbar oder
mittelbar an der Geschäftsleitung, der Kontrolle oder dem
Kapital eines Unternehmens des anderen Vertragsstaats
beteiligt ist oder
b) dieselben Personen unmittelbar oder mittelbar an der Ge-
schäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapital eines Unter-
nehmens eines Vertragsstaats und eines Unternehmens des
anderen Vertragsstaats beteiligt sind
und in diesen Fällen die beiden Unternehmen in ihren kaufmän-
nischen oder finanziellen Beziehungen an vereinbarte oder auf-
erlegte Bedingungen gebunden sind, die von denen abweichen,
die unabhängige Unternehmen miteinander vereinbaren würden,

French

cet État contractant de déterminer les bénéfices imposables
selon la répartition en usage; la méthode de répartition adoptée
doit cependant être telle que le résultat obtenu soit conforme aux
principes contenus dans le présent article.
(5) Aucun bénéfice n’est imputé à un établissement stable du
fait qu’il a simplement acheté des marchandises pour l’entre-
prise.
(6) Aux fins des paragraphes précédents, les bénéfices à
imputer à l’établissement stable sont déterminés chaque année
selon la même méthode, à moins qu’il n’existe des motifs vala-
bles et suffisants de procéder autrement.
(7) Les dispositions du présent article s’appliquent également
aux revenus provenant d’une participation dans une société de
personnes. Elles s’étendent aussi aux rémunérations qu’un
associé d’une société de personnes touche de celle-ci pour son
activité au service de la société, pour l’octroi de prêts ou pour la
mise à disposition de biens économiques lorsque, selon la légis-
lation fiscale de l’État contractant où est situé l’établissement
stable, ces rémunérations sont incluses dans les revenus que
l’associé tire dudit établissement stable.
(8) Lorsque les bénéfices comprennent des éléments de
revenu traités séparément dans d’autres articles de la présente
Convention, les dispositions de ces articles ne sont pas affectées
par les dispositions du présent article.
Article 8
Navigation maritime et aérienne
(1) Les bénéfices provenant de l’exploitation, en trafic inter-
national, de navires ou d’aéronefs ne sont imposables que dans
l’État contractant où le siège de direction effective de l’entreprise
est situé.
(2) Au sens du présent article, l’expression «bénéfices prove-
nant de l’exploitation, en trafic international, de navires ou d’aé-
ronefs» comprend également les bénéfices provenant:
a) de la location coque nue occasionnelle de navires ou d’aé-
ronefs et
b) de l’usage ou de la location de conteneurs (y compris les
trailers et équipements servant au transport des conteneurs),
lorsque ces activités relèvent de l’exploitation de navires ou d’aé-
ronefs en trafic international.
(3) Si le siège de direction effective d’une entreprise de navi-
gation maritime est à bord d’un navire, ce siège est considéré
comme situé dans l’État contractant où se trouve le port d’at-
tache de ce navire ou, à défaut de port d’attache, dans l’État
contractant dont l’exploitant du navire est un résident.
(4) Les dispositions du paragraphe 1 s’appliquent aussi aux
bénéfices provenant de la participation à un pool, une exploita-
tion en commun ou un organisme international d’exploitation.
Article 9
Entreprises associées
(1) Lorsque:
a) une entreprise d’un État contractant participe directement ou
indirectement à la direction, au contrôle ou au capital d’une
entreprise de l’autre État contractant ou que;
b) les mêmes personnes participent directement ou indirecte-
ment à la direction, au contrôle ou au capital d’une entreprise
d’un État contractant et d’une entreprise de l’autre État
contractant
et que, dans l’un et l’autre cas, les deux entreprises sont, dans
leurs relations commerciales ou financières, liées par des condi-
tions convenues ou imposées qui diffèrent de celles qui seraient
convenues entre des entreprises indépendantes, les bénéfices
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Physical page 8 · printed 717

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 717

German

dürfen die Gewinne, die eines der Unternehmen ohne diese Be-
dingungen erzielt hätte, wegen dieser Bedingungen aber nicht
erzielt hat, den Gewinnen dieses Unternehmens zugerechnet und
entsprechend besteuert werden.
(2) Werden in einem Vertragsstaat den Gewinnen eines Unter-
nehmens dieses Staates Gewinne zugerechnet – und entspre-
chend besteuert –, mit denen ein Unternehmen des anderen Ver-
tragsstaats in diesem anderen Staat besteuert worden ist, und
handelt es sich bei den zugerechneten Gewinnen um solche, die
das Unternehmen des erstgenannten Staates erzielt hätte, wenn
die zwischen den beiden Unternehmen vereinbarten Bedingun-
gen die gleichen gewesen wären, die unabhängige Unternehmen
miteinander vereinbaren würden, so nimmt der andere Staat
eine  entsprechende Änderung der dort von diesen Gewinnen
erhobenen Steuer vor. Bei dieser Änderung sind die übrigen
Bestimmungen dieses Abkommens zu berücksichtigen; erforder-
lichenfalls werden die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten
einander konsultieren.
Artikel 10
Dividenden
(1) Dividenden, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Ge-
sellschaft an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person
zahlt, können im anderen Staat besteuert werden.
(2) Diese Dividenden können jedoch auch in dem Vertrags-
staat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ansässig
ist, nach dem Recht dieses Staates besteuert werden; die Steuer
darf aber, wenn der Nutzungsberechtigte der Dividenden im
anderen Vertragsstaat ansässig ist, nicht übersteigen:
a) 5 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden, wenn der Nut-
zungsberechtigte eine Gesellschaft (jedoch keine Personen-
gesellschaft) ist, die unmittelbar über mindestens 10 Prozent
des Kapitals der die Dividenden zahlenden Gesellschaft ver-
fügt;
b) 15 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden in allen anderen
Fällen.
Dieser Absatz berührt nicht die Besteuerung der Gesellschaft
in Bezug auf die Gewinne, aus denen die Dividenden gezahlt
werden.
(3) Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck „Dividenden“
bedeutet Einkünfte aus Aktien, Genussrechten oder Genuss-
scheinen, Kuxen, Gründeranteilen oder sonstige Einkünfte, die
nach dem Recht des Staates, in dem die ausschüttende Gesell-
schaft ansässig ist, den Einkünften aus Aktien steuerlich gleich-
gestellt sind, sowie Ausschüttungen auf Anteilscheine an einem
Investmentvermögen.
(4) Die Absätze 1 und 2 sind nicht anzuwenden, wenn der in
einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte der Dividen-
den im anderen Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlen-
de Gesellschaft ansässig ist, eine Geschäftstätigkeit durch eine
dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbstständige Arbeit
durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und die Be-
teiligung, für die die Dividenden gezahlt werden, tatsächlich zu
dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört. In diesem
Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzuwenden.
(5) Erzielt eine in einem Vertragsstaat ansässige Gesellschaft
Gewinne oder Einkünfte aus dem anderen Vertragsstaat, so darf
dieser andere Staat weder die von der Gesellschaft gezahlten
Dividenden besteuern, – es sei denn, dass diese Dividenden an
eine im anderen Staat ansässige Person gezahlt werden oder
dass die Beteiligung, für die die Dividenden gezahlt werden, tat-
sächlich zu einer im anderen Staat gelegenen Betriebsstätte oder
festen Einrichtung gehört – noch Gewinne der Gesellschaft einer
Steuer auf nicht ausgeschüttete Gewinne unterwerfen, selbst
wenn die gezahlten Dividenden oder die nicht ausgeschütteten
Gewinne ganz oder teilweise aus im anderen Staat erzielten
Gewinnen oder Einkünften bestehen.

French

qui, sans ces conditions, auraient été réalisés par l’une des
entreprises mais n’ont pu l’être en fait à cause de ces conditions
peuvent être inclus dans les bénéfices de cette entreprise et
imposés en conséquence.
(2) Lorsqu’un État contractant inclut dans les bénéfices d’une
entreprise de cet État – et impose en conséquence – des béné-
fices sur lesquels une entreprise de l’autre État contractant a été
imposée dans cet autre État et que les bénéfices ainsi inclus sont
des bénéfices qui auraient été réalisés par l’entreprise du premier
État si les conditions convenues entre les deux entreprises
avaient été celles qui auraient été convenues entre des entre-
prises indépendantes, l’autre État procède à un ajustement
approprié du montant de l’impôt qui y a été perçu sur ces béné-
fices. Pour déterminer cet ajustement, il est tenu compte des
autres dispositions de la présente Convention et, si c’est néces-
saire, les autorités compétentes des États contractants se
consultent.
Article 10
Dividendes
(1) Les dividendes payés par une société qui est un résident
d’un État contractant à un résident de l’autre État contractant
sont imposables dans cet autre État.
(2) Toutefois, ces dividendes sont aussi imposables dans
l’État contractant dont la société qui paie les dividendes est un
résident et selon la législation de cet État, mais si le bénéficiaire
effectif des dividendes est un résident de l’autre État contractant,
l’impôt ainsi établi ne peut excéder:
a) 5 pour cent du montant brut des dividendes si le bénéficiaire
effectif est une société (autre qu’une société de personnes)
qui détient directement au moins 10 pour cent du capital de
la société qui paie les dividendes;
b) 15 pour cent du montant brut des dividendes, dans tous les
autres cas.
Le présent paragraphe n’affecte pas l’imposition de la société au
titre des bénéfices qui servent au paiement des dividendes.
(3) Le terme «dividendes» employé dans le présent article
désigne les revenus provenant d’actions, actions ou bons de
jouissance, parts de mine, parts de fondateur et les autres reve-
nus soumis au même régime fiscal que les revenus d’actions par
la législation de l’État dont la société distributrice est un résident,
ainsi que les distributions afférentes à des parts dans un fonds
d’investissement.
(4) Les dispositions des paragraphes 1 et 2 ne s’appliquent
pas lorsque le bénéficiaire effectif des dividendes, résident d’un
État contractant, exerce dans l’autre État contractant dont la
société qui paie les dividendes est un résident soit une activité
d’entreprise par l’intermédiaire d’un établissement stable qui y
est situé, soit une profession indépendante au moyen d’une base
fixe qui y est située et que la participation génératrice des divi-
dendes s’y rattache effectivement. Dans ce cas, les dispositions
de l’article 7 ou de l’article 14, suivant le cas, sont applicables.
(5) Lorsqu’une société qui est un résident d’un État contrac-
tant tire des bénéfices ou des revenus de l’autre État contractant,
cet autre État ne peut percevoir aucun impôt sur les dividendes
payés par la société, sauf dans la mesure où ces dividendes sont
payés à un résident de cet autre État ou dans la mesure où la
participation génératrice des dividendes se rattache effective-
ment à un établissement stable ou à une base fixe situé dans cet
autre État, ni prélever aucun impôt, au titre de l’imposition des
bénéfices non distribués, sur les bénéfices non distribués de la
société, même si les dividendes payés ou les bénéfices non dis-
tribués consistent en tout ou en partie en bénéfices ou revenus
provenant de cet autre État.
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718 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

Artikel 11
Zinsen
(1) Zinsen, die aus einem Vertragsstaat stammen und an
eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden,
können im anderen Staat besteuert werden.
(2) Diese Zinsen können jedoch auch in dem Vertragsstaat,
aus dem sie stammen, nach dem Recht dieses Staates besteuert
werden; die Steuer darf aber, wenn der Nutzungsberechtigte der
Zinsen im anderen Vertragsstaat ansässig ist, nicht übersteigen:
a) 2,5 Prozent des Bruttobetrags der Zinsen, wenn der Nut-
zungsberechtigte eine Bank ist;
b) 10 Prozent des Bruttobetrags der Zinsen in allen anderen
Fällen.
(3) Ungeachtet des Absatzes 2 gilt Folgendes:
a) Zinsen, die aus der Tunesischen Republik stammen und für
ein durch Gewährleistungen der Bundesrepublik Deutschland
für Ausfuhren oder Direktinvestitionen im Ausland gedeck-
tes  Darlehen oder an die Regierung der Bundesrepublik
Deutschland, die Deutsche Bundesbank, die Kreditanstalt
für Wiederaufbau oder die DEG – Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH gezahlt werden, sind von der
tunesischen Steuer befreit;
b) Zinsen, die aus der Bundesrepublik Deutschland stammen
und an die Regierung der Tunesischen Republik, an die
Banque Centrale de Tunisie (BCT), an die Banque Nationale
Agricole (BNA), an die Société Tunisienne de Banque (STB),
an die Banque de l’Habitat (BH), an die Banque Tunisienne
de Solidarité (BTS) und an die Banque de financement
des petites et des moyennes entreprises (BFPME) gezahlt
werden, sind von der deutschen Steuer befreit.
(4) Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck „Zinsen“ be-
deutet Einkünfte aus Forderungen jeder Art, auch wenn die
Forderungen durch Pfandrechte an Grundstücken gesichert
sind, und insbesondere Einkünfte aus öffentlichen Anleihen und
aus Obligationen einschließlich der damit verbundenen Aufgelder
und der Gewinne aus Losanleihen. Zuschläge für verspätete Zah-
lung gelten nicht als Zinsen im Sinne dieses Artikels.
(5) Die Absätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden, wenn der in
einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen
Vertragsstaat, aus dem die Zinsen stammen, eine Geschäfts -
tätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine
selbstständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung
ausübt und die Forderung, für die die Zinsen gezahlt werden, tat-
sächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Einrichtung gehört.
In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise Artikel 14 anzu -
wenden.
(6) Zinsen gelten dann als aus einem Vertragsstaat stammend,
wenn der Schuldner eine in diesem Staat ansässige Person ist.
Hat aber der Schuldner der Zinsen, ohne Rücksicht darauf, ob
er in einem Vertragsstaat ansässig ist oder nicht, in einem Ver-
tragsstaat eine Betriebsstätte oder eine feste Einrichtung und ist
die Schuld, für die die Zinsen gezahlt werden, für Zwecke der
Betriebsstätte oder der festen Einrichtung eingegangen worden
und trägt die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung die Zinsen,
so gelten die Zinsen als aus dem Staat stammend, in dem die
Betriebsstätte oder die feste Einrichtung liegt.
(7) Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungs -
berechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten
besondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Zinsen, ge-
messen an der zugrunde liegenden Forderung, den Betrag, den
Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehungen
vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den letzteren Be-
trag angewendet. In diesem Fall kann der übersteigende Betrag
nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats und unter Berück-
sichtigung der anderen Bestimmungen dieses Abkommens be-
steuert werden.

French

Article 11
Intérêts
(1) Les intérêts provenant d’un État contractant et payés à un
résident de l’autre État contractant sont imposables dans cet
autre État.
(2) Toutefois, ces intérêts sont aussi imposables dans l’État
contractant d’où ils proviennent et selon la législation de cet État,
mais si le bénéficiaire effectif des intérêts est un résident de
l’autre État contractant, l’impôt ainsi établi ne peut excéder:
a) 2,5 pour cent du montant brut des intérêts lorsque le bénéfi-
ciaire est un établissement bancaire;
b) 10 pour cent du montant brut des intérêts dans tous les
autres cas.
(3) Nonobstant les dispositions du paragraphe 2, il y a lieu
d’appliquer les dispositions suivantes:
a) les intérêts provenant de la République Tunisienne et payés
au titre d’un prêt bénéficiant d’une garantie de la République
fédérale d’Allemagne pour les exportations ou les investisse-
ments directs à l’étranger ou bien payés au Gouvernement
de la République fédérale d’Allemagne, à la Deutsche
Bundesbank, à la Kreditanstalt für Wiederaufbau ou à la
DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft
mbH sont exonérés de l’impôt tunisien;
b) les intérêts provenant de la République fédérale d’Allemagne
et payés au Gouvernement de la République Tunisienne, à la
Banque Centrale de Tunisie (BCT), à la Banque Nationale
Agricole (BNA), à la Société Tunisienne de Banque (STB), à
la Banque de l’Habitat (BH) , à la Banque Tunisienne de
Solidarité (BTS), la Banque de financement des petites et des
moyennes entreprises (BFPME) sont exonérés de l’impôt
allemand.
(4) Le terme «intérêts» employé dans le présent article désigne
les revenus des créances de toute nature, assorties ou non de
garanties hypothécaires, et notamment les revenus des fonds
publics et des obligations d’emprunts, y compris les primes et
lots attachés à ces titres. Les pénalisations pour paiement tardif
ne sont pas considérées comme des intérêts au sens du présent
article.
(5) Les dispositions des paragraphes 1 à 3 ne s’appliquent
pas lorsque le bénéficiaire effectif des intérêts, résident d’un État
contractant, exerce dans l’autre État contractant d’où provien-
nent les intérêts soit une activité d’entreprise par l’intermédiaire
d’un établissement stable qui y est situé, soit une profession
indépendante au moyen d’une base fixe qui y est située et que
la créance génératrice des intérêts s’y rattache effectivement.
Dans ce cas, les dispositions de l’article  7 ou de l’article  14,
suivant le cas, sont applicables.
(6) Les intérêts sont considérés comme provenant d’un État
contractant lorsque le débiteur est un résident de cet État. Tou-
tefois, lorsque le débiteur des intérêts, qu’il soit ou non un rési-
dent d’un État contractant, a dans un État contractant un éta-
blissement stable, ou une base fixe, pour lequel la dette donnant
lieu au paiement des intérêts a été contractée et qui supporte la
charge de ces intérêts, ceux-ci sont considérés comme prove-
nant de l’État où l’établissement stable, ou la base fixe, est situé.
(7) Lorsque, en raison de relations spéciales existant entre le
débiteur et le bénéficiaire effectif ou que l’un et l’autre entretien-
nent avec de tierces personnes, le montant des intérêts, compte
tenu de la créance pour laquelle ils sont payés, excède celui dont
seraient convenus le débiteur et le bénéficiaire effectif en l’ab-
sence de pareilles relations, les dispositions du présent article
ne s’appliquent qu’à ce dernier montant. Dans ce cas, la partie
excédentaire des paiements reste imposable selon la législation
de chaque État contractant et compte tenu des autres disposi-
tions de la présente Convention.
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Physical page 10 · printed 719

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 719

German

Artikel 12
Lizenzgebühren
(1) Lizenzgebühren, die aus einem Vertragsstaat stammen
und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt
werden, können im anderen Staat besteuert werden.
(2) Diese Lizenzgebühren können jedoch auch in dem Ver-
tragsstaat, aus dem sie stammen, nach dem Recht dieses Staa-
tes besteuert werden; die Steuer darf aber, wenn der Nutzungs-
berechtigte der Lizenzgebühren im anderen Vertragsstaat
ansässig ist, 10 Prozent des Bruttobetrags der Lizenzgebühren
nicht übersteigen.
(3) Der in diesem Artikel verwendete Ausdruck „Lizenz -
gebühren“ bedeutet Vergütungen jeder Art, die für die Benut-
zung oder für das Recht auf Benutzung von Urheberrechten an
literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Werken,
einschließlich kinematographischer Filme oder Filme oder Ton-
bändern für Radio- oder Fernsehfunk, von Patenten, Waren -
zeichen, Mustern oder Modellen, Plänen, geheimen Formeln oder
Verfahren oder für die Benutzung oder das Recht auf Benutzung
gewerblicher, kaufmännischer oder wissenschaftlicher Ausrüs-
tung mit Ausnahme von Seeschiffen oder Luftfahrzeugen im
internationalen Verkehr oder für die Mitteilung gewerblicher, kauf-
männischer oder wissenschaftlicher Erfahrungen oder für tech-
nische oder wirtschaftliche Studien oder für technische Hilfe
gezahlt werden. Der Ausdruck „Lizenzgebühren“ beinhaltet
auch Vergütungen jeder Art für die Benutzung oder das Recht
auf Benutzung von Namen, Bildern oder sonstigen vergleich -
baren Persönlichkeitsrechten sowie Entgelte für die Aufzeichnung
der Veranstaltungen von Künstlern und Sportlern durch Rund-
funk- oder Fernsehanstalten.
(4) Die Absätze 1 und 2 sind nicht anzuwenden, wenn der in
einem Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte im anderen
Vertragsstaat, aus dem die Lizenzgebühren stammen, eine Ge-
schäftstätigkeit durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine
selbstständige Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung
ausübt und die Rechte oder Vermögenswerte, für die die Lizenz-
gebühren gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte
oder festen Einrichtung gehören. In diesem Fall ist Artikel 7 be-
ziehungsweise Artikel 14 anzuwenden.
(5) Lizenzgebühren gelten dann als aus einem Vertragsstaat
stammend, wenn der Schuldner eine in diesem Staat ansässige
Person ist. Hat aber der Schuldner der Lizenzgebühren, ohne
Rücksicht darauf, ob er in einem Vertragsstaat ansässig ist oder
nicht, in einem Vertragsstaat eine Betriebsstätte oder feste
Einrichtung und ist die Verpflichtung zur Zahlung der Lizenz -
gebühren für Zwecke der Betriebsstätte oder der festen Einrich-
tung eingegangen worden und trägt die Betriebsstätte oder
die feste Einrichtung die Lizenzgebühren, so gelten die Lizenz-
gebühren als aus dem Staat stammend, in dem die Betriebs -
stätte oder die feste Einrichtung liegt.
(6) Bestehen zwischen dem Schuldner und dem Nutzungs -
berechtigten oder zwischen jedem von ihnen und einem Dritten
besondere Beziehungen und übersteigen deshalb die Lizenz -
gebühren, gemessen an der zugrunde liegenden Leistung, den
Betrag, den Schuldner und Nutzungsberechtigter ohne diese
Beziehungen vereinbart hätten, so wird dieser Artikel nur auf den
letzteren Betrag angewendet. In diesem Fall kann der über -
steigende Betrag nach dem Recht eines jeden Vertragsstaats
und unter Berücksichtigung der anderen Bestimmungen dieses
Abkommens besteuert werden.
Artikel 13
Gewinne aus der Veräußerung von Vermögen
(1) Gewinne, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person
aus der Veräußerung unbeweglichen Vermögens im Sinne des
Artikels 6 bezieht, das im anderen Vertragsstaat liegt, können im
anderen Staat besteuert werden.

French

Article 12
Redevances
(1) Les redevances provenant d’un État contractant et payées
à un résident de l’autre État contractant sont imposables dans
cet autre État.
(2) Toutefois, ces redevances sont aussi imposables dans
l’État contractant d’où elles proviennent et selon la législation de
cet État, mais si le bénéficiaire effectif des redevances est un
résident de l’autre État contractant, l’impôt ainsi établi ne peut
excéder 10 pour cent du montant brut des redevances.
(3) Le terme «redevances» employé dans le présent article
désigne les rémunérations de toute nature payées pour l’usage
ou la concession de l’usage d’un droit d’auteur sur une œuvre
littéraire, artistique ou scientifique, y compris les films cinémato-
graphiques ou les films ou bandes utilisés pour les émissions
radiophoniques ou télévisées, d’un brevet, d’une marque de
fabrique ou de commerce, d’un dessin ou d’un modèle, d’un
plan, d’une formule ou d’un procédé secrets ou pour l’usage ou
la concession de l’usage d’un équipement industriel, commercial
ou scientifique, à l’exception des navires ou aéronefs exploités
en trafic international, ou pour des informations ayant trait à une
expérience acquise dans le domaine industriel, commercial ou
scientifique, ou pour des études techniques ou économiques ou
pour une assistance technique. Le terme «redevances» couvre
également les rémunérations de toute nature payées pour
l’usage ou la concession de l’usage du nom, de l’image ou d’au-
tres droits de la personnalité similaires ainsi que celles payées
pour l’enregistrement des prestations d’artistes du spectacle et
de sportifs par les chaînes de radio et de télévision.
(4) Les dispositions des paragraphes 1 et 2 ne s’appliquent
pas lorsque le bénéficiaire effectif des redevances, résident d’un
État contractant, exerce dans l’autre État contractant d’où pro-
viennent les redevances soit une activité d’entreprise par l’inter-
médiaire d’un établissement stable qui y est situé, soit une pro-
fession indépendante au moyen d’une base fixe qui y est située
et que le droit ou le bien générateur des redevances s’y rattache
effectivement. Dans ce cas, les dispositions de l’article 7 ou de
l’article 14, suivant le cas, sont applicables.
(5) Les redevances sont considérées comme provenant d’un
État contractant lorsque le débiteur est un résident de cet État.
Toutefois, lorsque le débiteur des redevances, qu’il soit ou non
un résident d’un État contractant, a dans un État contractant un
établissement stable, ou une base fixe, pour lequel l’obligation
de payer des redevances a été contractée et qui supporte la
charge de ces redevances, celles-ci sont considérées comme
provenant de l’État où l’établissement stable, ou la base fixe, est
situé.
(6) Lorsque, en raison de relations spéciales existant entre le
débiteur et le bénéficiaire effectif ou que l’un et l’autre entretien-
nent avec de tierces personnes, le montant des redevances,
compte tenu de la prestation pour laquelle elles sont payées, ex-
cède celui dont seraient convenus le débiteur et le bénéficiaire
effectif en l’absence de pareilles relations, les dispositions du
présent article ne s’appliquent qu’à ce dernier montant. Dans ce
cas, la partie excédentaire des paiements reste imposable selon
la législation de chaque État contractant et compte tenu des
autres dispositions de la présente Convention.
Article 13
Gains en capital
(1) Les gains qu’un résident d’un État contractant tire de l’alié-
nation de biens immobiliers visés à l’article  6 et situés dans
l’autre État contractant sont imposables dans cet autre État.
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720 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

(2) Gewinne aus der Veräußerung von Aktien und sonstigen
Anteilen an einer Gesellschaft, deren Aktivvermögen – direkt oder
indirekt – überwiegend aus unbeweglichem Vermögen in einem
Vertragsstaat besteht, können in diesem Staat besteuert werden.
(3) Gewinne aus der Veräußerung beweglichen Vermögens,
das Betriebsvermögen einer Betriebsstätte ist, die ein Unterneh-
men eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, oder das
zu einer festen Einrichtung gehört, die einer in einem Vertrags-
staat ansässigen Person für die Ausübung einer selbstständigen
Arbeit im anderen Vertragsstaat zur Verfügung steht, einschließ-
lich derartiger Gewinne, die bei der Veräußerung einer solchen
Betriebsstätte (allein oder mit dem übrigen Unternehmen) oder
einer solchen festen Einrichtung erzielt werden, können im
anderen Staat besteuert werden.
(4) Gewinne aus der Veräußerung von Seeschiffen oder Luft-
fahrzeugen, die im internationalen Verkehr betrieben werden,
oder von beweglichem Vermögen, das dem Betrieb dieser Schif-
fe oder Luftfahrzeuge dient, können nur in dem Vertragsstaat be-
steuert werden, in dem sich der Ort der tatsächlichen Geschäfts-
leitung des Unternehmens befindet.
(5) Gewinne aus der Veräußerung des in den Absätzen 1 bis 4
nicht genannten Vermögens können nur in dem Vertragsstaat be-
steuert werden, in dem der Veräußerer ansässig ist.
Artikel 14
Selbstständige Arbeit
(1) Einkünfte, die eine in einem Vertragsstaat ansässige
Person aus einem freien Beruf oder aus sonstiger selbstständiger
Tätigkeit ähnlicher Art bezieht, können nur in diesem Staat be-
steuert werden. Diese Einkünfte können jedoch in dem anderen
Vertragsstaat besteuert werden, wenn
a) die Person für die Ausübung ihrer Tätigkeit in dem anderen
Vertragsstaat regelmäßig über eine feste Einrichtung verfügt;
in diesem Fall kann lediglich der Teil der Einkünfte, der dieser
festen Einrichtung zuzurechnen ist, in dem anderen Vertrags-
staat besteuert werden, oder
b) die Person sich zur Ausübung dieser Tätigkeit in dem anderen
Vertragsstaat insgesamt mindestens 183 Tage während des
Steuerjahrs aufhält; in diesem Fall kann lediglich der Teil der
Einkünfte, der dieser Tätigkeit zuzurechnen ist, in dem ande-
ren Vertragsstaat besteuert werden.
(2) Der Ausdruck „freier Beruf“ umfasst insbesondere die
selbstständig ausgeübte wissenschaftliche, literarische, künst -
lerische, erzieherische oder unterrichtende Tätigkeit sowie die
selbstständige Tätigkeit der Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure,
Architekten, Zahnärzte und der Angehörigen der wirtschafts -
beratenden Berufe.
Artikel 15
Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit
(1) Vorbehaltlich der Artikel 16 bis 19 können Gehälter, Löhne
und ähnliche Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat an-
sässige Person aus unselbstständiger Arbeit bezieht, nur in
diesem Staat besteuert werden, es sei denn, die Arbeit wird im
anderen Vertragsstaat ausgeübt. Wird die Arbeit dort ausgeübt,
so können die dafür bezogenen Vergütungen im anderen Staat
be steuert werden.
(2) Ungeachtet des Absatzes 1 können Vergütungen, die eine
in einem Vertragsstaat ansässige Person für eine im anderen Ver-
tragsstaat ausgeübte unselbstständige Arbeit bezieht, nur im
erstgenannten Staat besteuert werden, wenn
a) der Empfänger sich im anderen Staat insgesamt nicht länger
als 183 Tage innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten,
der während des betreffenden Steuerjahrs beginnt oder
endet, aufhält und

French

(2) Les gains provenant de l’aliénation d’actions, parts ou
autres droits dans une société dont l’actif est constitué principa-
lement – directement ou indirectement – de biens immobiliers
situés dans un État contractant sont imposables dans cet État.
(3) Les gains provenant de l’aliénation de biens mobiliers qui
font partie de l’actif d’un établissement stable qu’une entreprise
d’un État contractant a dans l’autre État contractant ou de biens
mobiliers qui appartiennent à une base fixe dont un résident
d’un État contractant dispose dans l’autre État contractant pour
l’exercice d’une profession indépendante, y compris de tels
gains provenant de l’aliénation de cet établissement stable (seul
ou avec l’ensemble de l’entreprise) ou de cette base fixe, sont
imposables dans cet autre État.
(4) Les gains provenant de l’aliénation de navires ou d’aéro-
nefs exploités en trafic international ou de biens mobiliers affec-
tés à l’exploitation de ces navires ou aéronefs ne sont imposa-
bles que dans l’État contractant où le siège de direction effective
de l’entreprise est situé.
(5) Les gains provenant de l’aliénation de tous biens autres
que ceux visés aux paragraphes 1 à 4 ne sont imposables que
dans l’État contractant dont le cédant est un résident.
Article 14
Professions indépendantes
(1) Les revenus qu’un résident d’un État contractant tire d’une
profession indépendante ou d’autres activités indépendantes
de caractère analogue ne sont imposables que dans cet État.
Toutefois, ces revenus sont imposables dans l’autre État contrac-
tant dans les cas suivants:
a) si l’intéressé dispose de façon habituelle dans l’autre État
contractant d’une base fixe pour l’exercice de ses activités;
en ce cas, seule la fraction des revenus qui est imputable à
ladite base fixe est imposable dans l’autre État contractant,
ou
b) si son séjour dans l’autre État contractant pour l’exercice de
cette activité s’étend sur une période ou des périodes d’une
durée totale égale ou supérieure à 183 jours pendant l’année
fiscale; en ce cas, seule la fraction des revenus qui est impu-
table à la dite activité est imposable dans l’autre État contrac-
tant.
(2) L’expression «profession indépendante» comprend en par-
ticulier les activités indépendantes d’ordre scientifique, littéraire,
artistique, éducatif ou pédagogique, ainsi que les activités
indépendantes des médecins, avocats, ingénieurs, architectes,
dentistes et comptables.
Article 15
Revenus d’emploi
(1) Sous réserve des dispositions des articles  16 à  19 les
salaires, traitements et autres rémunérations similaires qu’un
résident d’un État contractant reçoit au titre d’un emploi salarié
ne sont imposables que dans cet État, à moins que l’emploi ne
soit exercé dans l’autre État contractant. Si l’emploi y est exercé,
les rémunérations reçues à ce titre sont imposables dans cet
autre État.
(2) Nonobstant les dispositions du paragraphe 1, les rémuné-
rations qu’un résident d’un État contractant reçoit au titre d’un
emploi salarié exercé dans l’autre État contractant ne sont impo-
sables que dans le premier État si
a) le bénéficiaire séjourne dans l’autre État pendant une période
ou des périodes n’excédant pas au total 183 jours durant
toute période de douze mois commençant ou se terminant
durant l’année fiscale considérée, et
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 721

German

b) die Vergütungen von einem Arbeitgeber oder für einen Arbeit-
geber gezahlt werden, der nicht im anderen Staat ansässig
ist, und
c) die Vergütungen nicht von einer Betriebsstätte oder einer
festen Einrichtung getragen werden, die der Arbeitgeber im
anderen Staat hat.
(3) Ungeachtet des Absatzes 2 werden Vergütungen für Arbeit
im Rahmen gewerbsmäßiger Arbeitnehmerüberlassung in dem
Vertragsstaat besteuert, in dem die Arbeit ausgeübt wird.
(4) Ungeachtet der vorstehenden Bestimmungen dieses Arti-
kels können Vergütungen für eine an Bord eines Seeschiffs oder
Luftfahrzeugs im internationalen Verkehr ausgeübte unselbst-
ständige Arbeit in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem
sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung des Unterneh-
mens befindet, das das Seeschiff oder Luftfahrzeug betreibt.
Artikel 16
Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen
Aufsichtsrats oder Verwaltungsratsvergütungen und ähnliche
Zahlungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person in
ihrer Eigenschaft als Mitglied des Aufsichts- oder Verwaltungs-
rats einer Gesellschaft bezieht, die im anderen Vertragsstaat
ansässig ist, können im anderen Staat besteuert werden.
Artikel 17
Künstler und Sportler
(1) Ungeachtet der Artikel 7, 14 und 15 können Einkünfte, die
eine in einem Vertragsstaat ansässige Person als Künstler, wie
Bühnen-, Film-, Rundfunk- und Fernsehkünstler sowie Musiker,
oder als Sportler aus ihrer im anderen Vertragsstaat persönlich
ausgeübten Tätigkeit bezieht, im anderen Staat besteuert
werden.
(2) Fließen Einkünfte aus einer von einem Künstler oder Sport-
ler in dieser Eigenschaft persönlich ausgeübten Tätigkeit nicht
dem Künstler oder Sportler selbst, sondern einer anderen Person
zu, so können diese Einkünfte ungeachtet der Artikel 7, 14
und  15 in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem der
Künstler oder Sportler seine Tätigkeit ausübt.
(3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für Einkünfte aus der
von Künstlern oder Sportlern in einem Vertragsstaat ausgeübten
Tätigkeit, wenn der Aufenthalt in diesem Staat ganz oder über-
wiegend aus öffentlichen Mitteln des anderen Staates oder eines
seiner Länder oder einer ihrer Gebietskörperschaften oder von
einer im anderen Staat als gemeinnützig anerkannten Einrichtung
finanziert wird. In diesem Fall können die Einkünfte nur in dem
Vertragsstaat besteuert werden, in dem die Person ansässig ist.
Artikel 18
Ruhegehälter, Renten und ähnliche Vergütungen
(1) Vorbehaltlich des Artikels 19 Absatz 2 können Ruhegehäl-
ter, Renten und ähnliche Vergütungen, die eine in einem Vertrags-
staat ansässige Person aus dem anderen Vertragsstaat erhält,
nur im erstgenannten Staat besteuert werden.
(2) Ungeachtet des Absatzes 1 können Bezüge, die eine in
einem Vertragsstaat ansässige natürliche Person aus der gesetz-
lichen Sozialversicherung des anderen Vertragsstaats erhält, nur
in diesem anderen Staat besteuert werden.
(3) Ungeachtet des Absatzes 1 können wiederkehrende und
einmalige Vergütungen, die ein Vertragsstaat oder eine seiner
Gebietskörperschaften an eine im anderen Vertragsstaat ansäs-
sige Person als Entschädigung für politische Verfolgung oder
für  Unrecht oder Schäden aufgrund von Kriegshandlungen
(einschließlich Wiedergutmachungsleistungen) oder für einen
Schaden, der als Folge des Wehr- oder Zivildienstes, einer Straf-

French

b) les rémunérations sont payées par un employeur ou pour le
compte d’un employeur qui n’est pas un résident de l’autre
État, et
c) la charge des rémunérations n’est pas supportée par un
établissement stable ou une base fixe que l’employeur a dans
l’autre État.
(3) Nonobstant les dispositions du paragraphe 2, les rémuné-
rations reçues au titre d’un emploi exercé dans le cadre d’une
location de main-d’œuvre sont imposables dans l’État contrac-
tant où l’emploi est exercé.
(4) Nonobstant les dispositions précédentes du présent arti-
cle, les rémunérations reçues au titre d’un emploi salarié exercé
à bord d’un navire ou d’un aéronef exploité en trafic international
sont imposables dans l’État contractant où est situé le siège
de  direction effective de l’entreprise qui exploite le navire ou
l’aéronef.
Article 16
Tantièmes
Les tantièmes, jetons de présence et autres rétributions simi-
laires qu’un résident d’un État contractant reçoit en sa qualité de
membre du conseil d’administration ou de surveillance d’une
société qui est un résident de l’autre État contractant sont impo-
sables dans cet autre État.
Article 17
Artistes et sportifs
(1) Nonobstant les dispositions des articles 7, 14 et 15, les
revenus qu’un résident d’un État contractant tire de ses activités
personnelles exercées dans l’autre État contractant en tant qu’ar-
tiste du spectacle, tel qu’un artiste de théâtre, de cinéma, de
la radio ou de la télévision, ou qu’un musicien, ou en tant que
sportif, sont imposables dans cet autre État.
(2) Lorsque les revenus d’activités qu’un artiste du spectacle
ou un sportif exerce personnellement et en cette qualité sont
attribués non pas à l’artiste ou au sportif lui-même mais à une
autre personne, ces revenus sont imposables, nonobstant les
dispositions des articles 7, 14 et 15, dans l’État contractant où
les activités de l’artiste ou du sportif sont exercées.
(3) Les dispositions des paragraphes  1 et  2 ne sont pas
applicables aux revenus d’activités exercées par des artistes ou
des sportifs dans un État contractant si la visite dans cet État est
entièrement ou principalement financée par des fonds publics
de l’autre État contractant, de l’un de ses Länder ou de l’une de
ses subdivisions politiques, de l’une de leurs collectivités locales
ou d’un organisme reconnu d’utilité publique dans cet autre État.
Dans ce cas, les revenus ne sont imposables que dans l’État
contractant où réside l’artiste ou le sportif.
Article 18
Pensions, rentes et rémunérations similaires
(1) Sous réserve des dispositions du paragraphe 2 de l’arti-
cle 19, les pensions, rentes et autres rémunérations similaires
qu’un résident d’un État contractant reçoit de l’autre État
contractant ne sont imposables que dans le premier État.
(2) Nonobstant les dispositions du paragraphe 1, les sommes
qu’une personne physique résidente d’un État contractant reçoit
au titre des assurances sociales légales de l’autre État contrac-
tant ne sont imposables que dans cet autre État.
(3) Nonobstant les dispositions du paragraphe 1, les presta-
tions périodiques ou uniques qu’un État contractant ou l’une de
ses subdivisions politiques ou collectivités locales verse à un
résident de l’autre État contractant en réparation de persécutions
politiques ou en raison d’injustices ou de dommages subis du
fait d’actes de guerre (y compris les indemnisations), du service
militaire ou civil, d’un crime, d’une vaccination ou d’un événe-
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722 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

tat, einer Impfung oder aus ähnlichen Gründen entstanden ist,
zahlt, in keinem der beiden Vertragsstaaten besteuert werden.
(4) Der Begriff „Rente“ bedeutet einen bestimmten Betrag, der
regelmäßig zu festgesetzten Zeitpunkten lebenslänglich oder
während eines bestimmten oder bestimmbaren Zeitabschnitts
aufgrund einer Verpflichtung zahlbar ist, die diese Zahlungen als
Gegenleistung für eine in Geld oder Geldeswert bewirkte ange-
messene Leistung vorsieht.
Artikel 19
Öffentlicher Dienst
(1)
a) Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, ausgenommen
Ruhegehälter, die von einem Vertragsstaat, einem seiner
Länder oder einer ihrer Gebietskörperschaften oder einer
anderen juristischen Person des öffentlichen Rechts dieses
Vertragsstaats an eine natürliche Person für die diesem Staat,
einem seiner Länder, einer ihrer Gebietskörperschaften oder
einer anderen juristischen Person des öffentlichen Rechts
geleisteten Dienste gezahlt werden, können nur in diesem
Staat besteuert werden.
b) Diese Gehälter, Löhne und ähnlichen Vergütungen können
jedoch nur im anderen Vertragsstaat besteuert werden, wenn
die Dienste in diesem Staat geleistet werden und die natür -
liche Person in diesem Staat ansässig ist und
aa) eine Staatsangehörige dieses Staates ist oder
bb) nicht ausschließlich deshalb in diesem Staat ansässig
geworden ist, um die Dienste zu leisten.
(2)
a) Ruhegehälter, die von einem Vertragsstaat, einem seiner
Länder, einer ihrer Gebietskörperschaften oder einer anderen
juristischen Person des öffentlichen Rechts dieses Staates
oder aus einem von diesem Staat, einem seiner Länder, einer
ihrer Gebietskörperschaften oder einer anderen juristischen
Person des öffentlichen Rechts errichteten Sondervermögen
an eine natürliche Person für die diesem Staat, einem seiner
Länder, einer ihrer Gebietskörperschaften oder einer anderen
juristischen Person des öffentlichen Rechts geleisteten Diens-
te gezahlt werden, können nur in diesem Staat besteuert
werden.
b) Diese Ruhegehälter können jedoch nur im anderen Vertrags-
staat besteuert werden, wenn die natürliche Person in diesem
Staat ansässig und eine Staatsangehörige dieses Staates ist.
(3) Auf Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen und Ruhe-
gehälter für Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit einer
industriellen oder gewerblichen Tätigkeit eines Vertragsstaats,
eines seiner Länder, einer ihrer Gebietskörperschaften oder
einer anderen juristischen Person des öffentlichen Rechts dieses
Staates erbracht werden, sind die Artikel 15, 16, 17 und 18
anzuwenden.
(4) Absatz 1 gilt entsprechend für Vergütungen, die im Rah-
men eines Programms der wirtschaftlichen Zusammenarbeit
eines Vertragsstaats, eines seiner Länder oder einer ihrer Ge-
bietskörperschaften aus Mitteln, die ausschließlich von diesem
Staat, dem Land oder der Gebietskörperschaft bereitgestellt
werden, an Fachkräfte oder freiwillige Helfer gezahlt werden, die
in den anderen Vertragsstaat mit dessen Zustimmung entsandt
worden sind.
(5) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für Vergütungen,
die vom oder für das Goethe-Institut oder vom oder für den
Deutschen Akademischen Austauschdienst gezahlt werden. Die
zuständigen Behörden können eine ähnliche Behandlung der
von anderen vergleichbaren Einrichtungen der Vertragsstaaten

French

ment similaire ne sont imposables dans aucun des deux États
contractants.
(4) Le terme «rente» désigne toute somme déterminée payable
périodiquement à échéances fixes, à titre viager ou pendant une
période déterminée ou qui peut l’être, en vertu d’un engagement
d’effectuer les paiements en contrepartie d’une prestation adé-
quate versée en argent ou susceptible d’évaluation pécuniaire.
Article 19
Fonctions publiques
(1)
a) Les salaires, traitements et autres rémunérations similaires,
autres que les pensions, payés par un État contractant, l’un
de ses Länder ou l’une de ses subdivisions politiques, l’une
de leurs collectivités locales ou une autre personne morale
de droit public de cet État contractant à une personne
physique au titre de services rendus à cet État, à l’un de ses
Länder ou l’une de ses subdivisions politiques, à l’une de
leurs collectivités locales ou à une autre personne morale de
droit public ne sont imposables que dans cet État.
b) Toutefois, ces salaires, traitements et autres rémunérations
similaires ne sont imposables que dans l’autre État contrac-
tant si les services sont rendus dans cet État et si la personne
physique est un résident de cet État qui
aa) possède la nationalité de cet État, ou
bb) n’est pas devenu un résident de cet État à seule fin de
rendre les services.
(2)
a) Les pensions payées à une personne physique par un État
contractant, l’un de ses Länder ou l’une de ses subdivisions
politiques, l’une de leurs collectivités locales ou une autre
personne morale de droit public de cet État ou par prélève-
ment sur un fonds spécial constitué par cet État, l’un de ses
Länder ou l’une de ses subdivisions politiques, l’une de leurs
collectivités locales ou une autre personne morale de droit
public au titre de services rendus à cet État, à l’un de ses
Länder ou l’une de ses subdivisions politiques, à l’une de
leurs collectivités locales ou à une autre personne morale de
droit public ne sont imposables que dans cet État.
b) Toutefois, ces pensions ne sont imposables que dans l’autre
État contractant si la personne physique est un résident de
cet État et en possède la nationalité.
(3) Les dispositions des articles 15, 16, 17 et 18 s’appliquent
aux salaires, traitements et autres rémunérations similaires ainsi
qu’aux pensions payés au titre de services rendus dans le cadre
d’une activité industrielle ou commerciale exercée par un État
contractant, l’un de ses Länder ou l’une de ses subdivisions
politiques, l’une de leurs collectivités locales ou une autre per-
sonne morale de droit public de cet État.
(4) Les dispositions du paragraphe 1 s’appliquent par analogie
aux rémunérations qui, dans le cadre d’un programme de coo-
pération économique d’un État contractant, de l’un de ses Län-
der ou l’une de ses subdivisions politiques ou de l’une de leurs
collectivités locales, sont payées sur des ressources fournies
exclusivement par cet État, ce Land, cette subdivision politique
ou cette collectivité locale à du personnel spécialisé ou du
personnel volontaire détaché dans l’autre État contractant, avec
son accord.
(5) Les dispositions des paragraphes  1 et  2 s’appliquent
par analogie aux rémunérations payées par ou pour le Goethe-
Institut ou le Deutscher Akademischer Austauschdienst. Les au-
torités compétentes peuvent convenir entre elles d’accorder un
traitement semblable aux rémunérations payées par d’autres
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 723

German

geleisteten Vergütungen im gegenseitigen Einvernehmen verein-
baren. Werden diese Vergütungen im Gründungsstaat der Ein-
richtung nicht besteuert, so gilt Artikel 15.
Artikel 20
Professoren, Lehrer und Studenten
(1) Eine natürliche Person, die sich auf Einladung eines Ver-
tragsstaats oder einer Universität, Hochschule, Schule, eines
Museums oder einer anderen kulturellen Einrichtung dieses Ver-
tragsstaats oder im Rahmen eines amtlichen Kulturaustausches
in diesem Vertragsstaat höchstens zwei Jahre lang lediglich
zur Ausübung einer Lehrtätigkeit, zum Halten von Vorlesungen
oder sonstiger Lehrveranstaltungen oder zur Ausübung einer
Forschungstätigkeit bei dieser Einrichtung aufhält und die im
anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort unmittelbar vor der
Einreise in den erstgenannten Staat ansässig war, ist in dem
erstgenannten Staat mit ihren für diese Tätigkeit bezogenen
Vergütungen von der Steuer befreit, vorausgesetzt, dass diese
Vergütungen von außerhalb dieses Staates bezogen werden.
(2) Zahlungen, die ein Student, Praktikant oder Auszubilden-
der, der sich in einem Vertragsstaat ausschließlich zum Studium
oder zur Ausbildung aufhält und der im anderen Vertragsstaat
ansässig ist oder dort unmittelbar vor der Einreise in den erstge-
nannten Staat ansässig war, für seinen Unterhalt, sein Studium
oder seine Ausbildung erhält, dürfen im erstgenannten Staat
nicht besteuert werden, sofern diese Zahlungen aus Quellen
außerhalb dieses Staates stammen.
Artikel 21
Andere Einkünfte
(1) Einkünfte einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person,
die in den vorstehenden Artikeln nicht behandelt wurden, können
ohne Rücksicht auf ihre Herkunft nur in diesem Staat besteuert
werden.
(2) Absatz 1 ist auf andere Einkünfte als solche aus unbeweg-
lichem Vermögen im Sinne des Artikels 6 Absatz 2 nicht anzu-
wenden, wenn der in einem Vertragsstaat ansässige Empfänger
dieser Einkünfte im anderen Vertragsstaat eine Geschäftstätigkeit
durch eine dort gelegene Betriebsstätte oder eine selbstständige
Arbeit durch eine dort gelegene feste Einrichtung ausübt und
die Rechte oder Vermögenswerte, für die die Einkünfte gezahlt
werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte oder festen Ein -
richtung gehören. In diesem Fall ist Artikel 7 beziehungsweise
Artikel 14 anzuwenden.
Artikel 22
Vermögen
(1) Unbewegliches Vermögen im Sinne des Artikels 6, das
einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person gehört und im
anderen Vertragsstaat liegt, kann im anderen Staat besteuert
werden.
(2) Bewegliches Vermögen, das Betriebsvermögen einer Be-
triebsstätte eines Unternehmens darstellt oder das zu einer der
Ausübung eines freien Berufs dienenden festen Einrichtung ge-
hört, kann in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem sich
die Betriebsstätte oder die feste Einrichtung befindet.
(3) Seeschiffe und Luftfahrzeuge, die im internationalen Ver-
kehr betrieben werden, sowie bewegliches Vermögen, das dem
Betrieb dieser Schiffe oder Luftfahrzeuge dient, können nur in
dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem sich der Ort der
tatsächlichen Geschäftsleitung des Unternehmens befindet.
(4) Alle anderen Vermögensteile einer in einem Vertragsstaat
ansässigen Person können nur in diesem Staat besteuert wer-
den.

French

institutions similaires des États contractants. Si ces rémunéra-
tions ne sont pas imposées dans l’État où a été fondée l’institu-
tion concernée, les dispositions de l’article 15 sont applicables.
Article 20
Professeurs, enseignants et étudiants
(1) Toute personne physique qui, à l’invitation d’un État
contractant ou d’une université, d’une école supérieure, d’une
école, d’un musée ou d’une autre institution culturelle de cet État
ou dans le cadre d’un échange culturel officiel, séjourne dans cet
État contractant pendant une période n’excédant pas deux ans
à seule fin d’exercer une activité d’enseignement, de faire des
cours ou des conférences ou de se livrer à une activité de
recherche auprès de l’institution concernée et qui est, ou qui était
immédiatement avant de se rendre dans cet État contractant, un
résident de l’autre État contractant est exemptée, dans le premier
État, de l’impôt sur les rémunérations perçues pour cette activité
à condition que celles-ci proviennent de sources situées en
dehors de cet État.
(2) Les sommes qu’un étudiant, un stagiaire ou un apprenti
qui est, ou qui était immédiatement avant de se rendre dans un
État contractant, un résident de l’autre État contractant et qui
séjourne dans le premier État à seule fin d’y poursuivre ses
études ou sa formation reçoit pour couvrir ses frais d’entretien,
d’études ou de formation ne sont pas imposables dans cet État,
à condition qu’elles proviennent de sources situées en dehors
de cet État.
Article 21
Autres revenus
(1) Les éléments du revenu d’un résident d’un État contrac-
tant, d’où qu’ils proviennent, qui ne sont pas traités dans les
articles précédents de la présente Convention ne sont imposa-
bles que dans cet État.
(2) Les dispositions du paragraphe 1 ne s’appliquent pas aux
revenus autres que les revenus provenant de biens immobiliers
tels qu’ils sont définis au paragraphe 2 de l’article 6, lorsque le
bénéficiaire de tels revenus, résident d’un État contractant,
exerce dans l’autre État contractant soit une activité d’entreprise
par l’intermédiaire d’un établissement stable qui y est situé soit
une profession indépendante au moyen d’une base fixe qui y
est située et que le droit ou le bien générateur des revenus s’y
rattache effectivement. Dans ce cas, les dispositions de l’article 7
ou de l’article 14, selon le cas, sont applicables.
Article 22
Fortune
(1) La fortune constituée par des biens immobiliers visés à
l’article 6 que possède un résident d’un État contractant et qui
sont situés dans l’autre État contractant est imposable dans cet
autre État.
(2) La fortune constituée par des biens mobiliers faisant partie
de l’actif d’un établissement stable d’une entreprise ou par des
biens mobiliers constitutifs d’une base fixe servant à l’exercice
d’une activité indépendante est imposable dans l’État contrac-
tant où est situé l’établissement stable ou la base fixe.
(3) La fortune constituée par des navires et des aéronefs
exploités en trafic international ainsi que par des biens mobiliers
affectés à l’exploitation de ces navires ou aéronefs n’est impo-
sable que dans l’État contractant où le siège de direction effec-
tive de l’entreprise est situé.
(4) Tous les autres éléments de la fortune d’un résident d’un
État contractant ne sont imposables que dans cet État.
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724 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

Artikel 23
Vermeidung der
Doppelbesteuerung im Ansässigkeitsstaat
(1) Bei einer in der Tunesischen Republik ansässigen Person
wird die Steuer wie folgt festgesetzt:
a) Können Einkünfte oder Vermögen nach diesem Abkommen
in der Bundesrepublik Deutschland besteuert werden, so
wird die auf diese Einkünfte oder dieses Vermögen in der
Bundesrepublik Deutschland gezahlte Steuer auf die Steuer
angerechnet, die in der Tunesischen Republik auf diese Ein-
künfte oder dieses Vermögen erhoben wird.
Der anzurechnende Betrag darf jedoch den Teil der vor der
Anrechnung ermittelten Einkommen- oder Vermögensteuer
nicht übersteigen, der auf die Einkünfte oder das Vermögen
entfällt, die in der Bundesrepublik Deutschland besteuert
werden können.
b) Für die Anwendung dieses Absatzes umfasst die in der
Bundesrepublik Deutschland gezahlte Steuer die Steuer, die
in der Bundesrepublik Deutschland hätte gezahlt werden
müssen, die aber Gegenstand einer Befreiung oder Ermäßi-
gung nach innerstaatlichem deutschem Recht war.
(2) Bei einer in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen
Person wird die Steuer wie folgt festgesetzt:
a) Von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer wer-
den die Einkünfte aus der Tunesischen Republik sowie die in
der Tunesischen Republik gelegenen Vermögenswerte aus-
genommen, die nach diesem Abkommen in der Tunesischen
Republik besteuert werden können und nicht unter Buch -
stabe b fallen.
Für Dividenden im Sinne des Artikels 10 Absatz 3 gilt Satz 1
nur dann, wenn diese Dividenden von einer in der Tunesi-
schen Republik ansässigen Gesellschaft an eine in der
Bundesrepublik Deutschland ansässige Gesellschaft (jedoch
nicht an eine Personengesellschaft) gezahlt werden, die
unmittelbar über mindestens 10 vom Hundert des Kapitals
der erstgenannten Gesellschaft verfügt.
Für die Zwecke der Steuern vom Vermögen werden von
der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer ebenfalls
Beteiligungen ausgenommen, deren Ausschüttungen, falls
solche gezahlt würden, nach den vorhergehenden Sätzen
von der Steuerbemessungsgrundlage auszunehmen wären.
b) Auf die deutsche Steuer vom Einkommen für die folgenden
Einkünfte wird unter Beachtung der Vorschriften des deut-
schen Steuerrechts über die Anrechnung ausländischer
Steuern die tunesische Steuer angerechnet, die nach tunesi-
schem Recht und in Übereinstimmung mit diesem Abkom-
men für diese Einkünfte gezahlt worden ist:
aa) Dividenden, die nicht unter Buchstabe a fallen;
bb) Zinsen;
cc) Lizenzgebühren;
dd) Einkünfte, die nach Artikel 13 Absatz 2 in der Tunesi-
schen Republik besteuert werden können;
ee) Einkünfte, die nach Artikel 15 Absatz 3 in der Tunesi-
schen Republik besteuert werden können;
ff) Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen;
gg) Einkünfte im Sinne des Artikels 17.
c) Statt Buchstabe a ist Buchstabe b anzuwenden auf Einkünfte
im Sinne der Artikel 7 und 10 und die diesen Einkünften zu-
grunde liegenden Vermögenswerte, wenn die in Deutschland
ansässige Person nicht nachweist, dass die Betriebsstätte in
dem Wirtschaftsjahr, in dem sie den Gewinn erzielt hat, oder
die in der Tunesischen Republik ansässige Gesellschaft
in  dem Wirtschaftsjahr, für das sie die Ausschüttung vor -
genommen hat, ihre Bruttoerträge ausschließlich oder fast
ausschließlich aus unter Nummer 4 des Protokolls fallenden
Tätigkeiten bezogen hat; Gleiches gilt für unbewegliches

French

Article 23
Élimination des
doubles impositions dans l’État de résidence
(1) En ce qui concerne les résidents de la République Tuni-
sienne, l’impôt est établi comme suit:
a) L’impôt payé en République fédérale d’Allemagne sur les
revenus ou la fortune, suivant le cas, qui, conformément à la
présente Convention sont imposables en République fédé-
rale d’Allemagne, est déduit de l’impôt dû sur ces revenus ou
sur cette fortune en République Tunisienne.
Toutefois, la somme déduite ne peut excéder la fraction de
l’impôt sur le revenu ou de l’impôt sur la fortune calculé avant
la déduction, correspondant, selon le cas, aux revenus ou à
la fortune imposables en République fédérale d’Allemagne.
b) Pour l’application de la présente disposition, l’impôt payé en
République fédérale d’Allemagne comprend l’impôt qui aurait
dû être payé en République fédérale d’Allemagne mais qui a
fait l’objet d’une exonération ou d’une réduction en vertu de
la législation nationale allemande.
(2) En ce qui concerne les résidents de la République fédérale
d’Allemagne, l’impôt est établi comme suit:
a) Sont exclus de l’assiette de l’impôt allemand les revenus
provenant de la République Tunisienne et les éléments de
fortune situés en République Tunisienne qui sont imposables
en République Tunisienne en vertu de la présente Convention
et ne sont pas traités à l’alinéa b).
Dans le cas des dividendes définis au paragraphe 3 de l’arti-
cle 10 la première phrase s’applique seulement lorsque les
dividendes sont payés par une société résidente de la Répu-
blique Tunisienne à une société (autre qu’une société de
personnes) résidente de la République fédérale d’Allemagne
qui détient directement au moins 10 pour cent du capital de
la première société.
Aux fins de l’imposition de la fortune, sont également exclues
de l’assiette de l’impôt allemand les participations dont les
dividendes, en cas de distribution, seraient exclus de l’as-
siette de l’impôt aux termes des phrases précédentes.
b) Est imputé sur l’impôt sur le revenu allemand, sous réserve
des dispositions de la législation fiscale allemande concer-
nant l’imputation de l’impôt étranger, l’impôt tunisien payé
conformément à la législation tunisienne et aux dispositions
de la présente Convention sur les revenus suivants:
aa) les dividendes qui ne sont pas traités à l’alinéa a);
bb) les intérêts;
cc) les redevances;
dd) les revenus qui sont imposables en République Tuni-
sienne conformément au paragraphe 2 de l’article 13;
ee) les revenus qui sont imposables en République Tuni-
sienne conformément au paragraphe 3 de l’article 15;
ff) les tantièmes;
gg) les revenus visés à l’article 17.
c) Les dispositions de l’alinéa b) s’appliquent, au lieu de celles
de l’alinéa a), aux revenus visés aux articles 7 et 10 et aux
éléments de fortune générateurs de ces revenus lorsque le
résident de l’Allemagne n’apporte pas la preuve que l’établis-
sement stable, pendant l’exercice au cours duquel il a réalisé
les bénéfices, ou la société résidente de la République Tuni-
sienne, pendant l’exercice pour lequel elle a procédé aux
distributions de dividendes, a tiré ses revenus bruts exclu -
sivement ou presque exclusivement d’activités visées au
numéro 4 du protocole; ceci vaut également pour les biens
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 725

German

Vermögen, das einer Betriebsstätte dient und die daraus
erzielten Einkünfte (Artikel 6 Absatz 4) sowie für Gewinne
aus  der Veräußerung dieses unbeweglichen Vermögens
(Artikel 13 Absatz 1) und des beweglichen Vermögens, das
Betriebsvermögen der Betriebsstätte darstellt (Artikel  13
Absatz 3).
d) Die Bundesrepublik Deutschland behält aber das Recht, die
nach diesem Abkommen von der deutschen Steuer ausge-
nommenen Einkünfte und Vermögenswerte bei der Fest -
setzung des Steuersatzes zu berücksichtigen.
e) Die Doppelbesteuerung wird durch Steueranrechnung nach
Buchstabe b vermieden,
aa) wenn in den Vertragsstaaten Einkünfte oder Vermögen
unterschiedlichen Abkommensbestimmungen zugeord-
net oder verschiedenen Personen zugerechnet werden
(außer nach Artikel 9) und dieser Konflikt sich nicht
durch ein Verfahren nach Artikel 25 Absatz 3 regeln lässt
und wenn aufgrund dieser unterschiedlichen Zuordnung
oder Zurechnung die betreffenden Einkünfte oder das
Vermögen unbesteuert blieben oder niedriger als ohne
diesen Konflikt besteuert würden oder
bb) wenn die Bundesrepublik Deutschland nach Konsul -
tation auf diplomatischem Weg andere Einkünfte noti -
fiziert, bei denen es die Anrechnungsmethode nach
Buchstabe b anzuwenden beabsichtigt. Die Doppel -
besteuerung wird für die notifizierten Einkünfte durch
Steueranrechnung nach Buchstabe b vom ersten Tag
des Kalenderjahrs vermieden, das dem Kalenderjahr
folgt, in dem die Notifikation übermittelt wurde.
f) Auf Einkünfte, die in der Tunesischen Republik steuerbefreit
sind, ist statt Buchstabe a Buchstabe b anzuwenden; hiervon
ausgenommen sind Dividenden im Sinne des Buchstabens a,
Satz 2.
Artikel 24
Gleichbehandlung
(1) Staatsangehörige eines Vertragsstaats dürfen im anderen
Vertragsstaat keiner Besteuerung oder damit zusammenhängen-
den Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder be -
lastender ist als die Besteuerung und die damit zusammenhän-
genden Verpflichtungen, denen Staatsangehörige des anderen
Staates unter gleichen Verhältnissen insbesondere hinsichtlich
der Ansässigkeit unterworfen sind oder unterworfen werden
können. Satz 1 gilt ungeachtet des Artikels 1 auch für Personen,
die in keinem Vertragsstaat ansässig sind.
(2) Staatenlose, die in einem Vertragsstaat ansässig sind,
dürfen in keinem Vertragsstaat einer Besteuerung oder damit
zusammenhängenden Verpflichtung unterworfen werden, die
anders oder belastender ist als die Besteuerung und die damit
zusammenhängenden Verpflichtungen, denen Staatsangehörige
des betreffenden Staates unter gleichen Verhältnissen unter -
worfen sind oder unterworfen werden können.
(3) Die Besteuerung einer Betriebsstätte, die ein Unternehmen
eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, darf im
anderen Staat nicht ungünstiger sein als die Besteuerung von
Unternehmen des anderen Staates, die die gleiche Tätigkeit aus-
üben. Satz 1 ist nicht so auszulegen, als verpflichte er einen Ver-
tragsstaat, den im anderen Vertragsstaat ansässigen Personen
Steuerfreibeträge, -vergünstigungen und -ermäßigungen zu ge-
währen, die er nur seinen ansässigen Personen gewährt.
(4) Sofern nicht Artikel 9 Absatz 1, Artikel 11 Absatz 7 oder
Artikel 12 Absatz 6 anzuwenden ist, sind Zinsen, Lizenzgebühren
und andere Zahlungen, die ein Unternehmen eines Vertrags-
staats an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person zahlt,
bei der Ermittlung der steuerpflichtigen Gewinne dieses Unter-
nehmens unter den gleichen Bedingungen wie Zahlungen an
eine im erstgenannten Staat ansässige Person zum Abzug zuzu-

French

immobiliers qui servent à un établissement stable et les
revenus qui en sont tirés (article 6, paragraphe 4) ainsi que
pour les gains provenant de l’aliénation de ces biens immo-
biliers (article 13, paragraphe 1) et des biens mobiliers faisant
partie de l’actif de l’établissement stable (article 13, para-
graphe 3).
d) La République fédérale d’Allemagne conserve cependant le
droit de tenir compte, pour la détermination du taux d’impôt,
des revenus et des éléments de fortune exonérés de l’impôt
allemand conformément aux dispositions de la présente
Convention.
e) La double imposition est évitée par l’imputation de l’impôt
telle que prévue à l’alinéa b)
aa) lorsque, dans les États contractants, des revenus ou des
éléments de fortune sont traités selon des dispositions
différentes de la Convention ou attribués à des per-
sonnes différentes (sauf selon l’article 9), sans qu’il soit
possible de régler cette divergence par une procédure
telle que prévue au paragraphe 3 de l’article 25, et qu’il
en résulterait une non imposition des revenus ou des
éléments de fortune concernés ou une imposition plus
faible qu’en l’absence de cette différence de traitement
ou d’attribution ou
bb) lorsque la République fédérale d’Allemagne, après
consultation, notifie par la voie diplomatique d’autres re-
venus auxquels elle a l’intention d’appliquer la méthode
de l’imputation visée à l’alinéa b). La double imposition
est évitée, en ce qui concerne les revenus notifiés, par
l’imputation de l’impôt telle que prévue à l’alinéa b) à
compter du premier jour de l’année civile qui suit l’année
au cours de laquelle la notification a eu lieu.
f) Les dispositions de l’alinéa b) s’appliquent, au lieu de celles
de l’alinéa a), aux revenus qui sont exonérés de l’impôt en
République Tunisienne; à l’exception des dividendes visés à
la deuxième phrase de l’alinéa a).
Article 24
Non-discrimination
(1) Les nationaux d’un État contractant ne sont soumis dans
l’autre État contractant à aucune imposition ou obligation y rela-
tive qui est autre ou plus lourde que celles auxquelles sont ou
pourront être assujettis les nationaux de cet autre État qui se
trouvent dans la même situation, notamment au regard de la
résidence. La présente disposition s’applique aussi, nonobstant
les dispositions de l’article 1, aux personnes qui ne sont pas des
résidents d’un État contractant ou des deux États contractants.
(2) Les apatrides qui sont des résidents d’un État contractant
ne sont soumis dans l’un ou l’autre État contractant à aucune
imposition ou obligation y relative qui est autre ou plus lourde
que celles auxquelles sont ou pourront être assujettis les natio-
naux de l’État concerné qui se trouvent dans la même situation.
(3) L’imposition d’un établissement stable qu’une entreprise
d’un État contractant a dans l’autre État contractant n’est pas
établie dans cet autre État d’une façon moins favorable que l’im-
position des entreprises de cet autre État qui exercent la même
activité. La présente disposition ne peut être interprétée comme
obligeant un État contractant à accorder aux résidents de l’autre
État contractant les déductions personnelles, abattements et
réductions d’impôt qu’il accorde à ses propres résidents.
(4) A moins que les dispositions du paragraphe 1 de l’article 9,
du paragraphe  7 de l’article  11 ou du paragraphe  6 de l’arti-
cle 12 ne soient applicables, les intérêts, redevances et autres
dépenses payés par une entreprise d’un État contractant à un
résident de l’autre État contractant sont déductibles, pour la
détermination des bénéfices imposables de cette entreprise,
dans les mêmes conditions que s’ils avaient été payés à un
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726 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

lassen. Dementsprechend sind Schulden, die ein Unternehmen
eines Vertragsstaats gegenüber einer im anderen Vertragsstaat
ansässigen Person hat, bei der Ermittlung des steuerpflichtigen
Vermögens dieses Unternehmens unter den gleichen Bedin -
gungen wie Schulden gegenüber einer im erstgenannten Staat
ansässigen Person zum Abzug zuzulassen.
(5) Unternehmen eines Vertragsstaats, deren Kapital ganz
oder teilweise unmittelbar oder mittelbar einer im anderen Ver-
tragsstaat ansässigen Person oder mehreren solchen Personen
gehört oder ihrer Kontrolle unterliegt, dürfen im erstgenannten
Staat keiner Besteuerung oder damit zusammenhängenden Ver-
pflichtung unterworfen werden, die anders oder belastender ist
als die Besteuerung und die damit zusammenhängenden Ver-
pflichtungen, denen andere ähnliche Unternehmen des erst -
genannten Staates unterworfen sind oder unterworfen werden
können.
(6) Dieser Artikel gilt ungeachtet des Artikels 2 für Steuern
jeder Art und Bezeichnung.
Artikel 25
Verständigungsverfahren
(1) Ist eine Person der Auffassung, dass Maßnahmen eines
Vertragsstaats oder beider Vertragsstaaten für sie zu einer Be-
steuerung führen oder führen werden, die diesem Abkommen
nicht entspricht, so kann sie unbeschadet der nach dem inner-
staatlichen Recht dieser Staaten vorgesehenen Rechtsmittel
ihren Fall der zuständigen Behörde des Vertragsstaats, in dem
sie ansässig ist, oder, sofern ihr Fall von Artikel 24 Absatz 1
erfasst wird, der zuständigen Behörde des Vertragsstaats unter-
breiten, dessen Staatsangehörige sie ist. Der Fall muss innerhalb
von drei Jahren nach der ersten Mitteilung der Maßnahme unter-
breitet werden, die zu einer dem Abkommen nicht entsprechen-
den Besteuerung führt.
(2) Hält die zuständige Behörde die Einwendung für begrün-
det  und ist sie selbst nicht in der Lage, eine befriedigende
Lösung herbeizuführen, so wird sie sich bemühen, den Fall durch
Verständigung mit der zuständigen Behörde des anderen Ver-
tragsstaats so zu regeln, dass eine dem Abkommen nicht ent-
sprechende Besteuerung vermieden wird. Die Verständigungs-
regelung ist ungeachtet der Fristen des innerstaatlichen Rechts
der Vertragsstaaten durchzuführen.
(3) Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten werden
sich bemühen, Schwierigkeiten oder Zweifel, die bei der Ausle-
gung oder Anwendung des Abkommens entstehen, durch Ver-
ständigung zu beseitigen. Sie können auch gemeinsam darüber
beraten, wie eine Doppelbesteuerung in Fällen vermieden werden
kann, die im Abkommen nicht behandelt sind.
(4) Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten können
zur Herbeiführung einer Verständigung im Sinne der Absätze 1
bis 3 unmittelbar miteinander verkehren, gegebenenfalls durch
eine aus ihnen oder ihren Vertretern bestehende gemeinsame
Kommission.
Artikel 26
Informationsaustausch
(1) Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten tauschen
die Informationen aus, die zur Durchführung dieses Abkommens
oder zur Verwaltung oder Durchsetzung des innerstaatlichen
Rechts betreffend Steuern jeder Art und Bezeichnung, die für
Rechnung eines Vertragsstaats, eines seiner Länder oder einer
ihrer Gebietskörperschaften erhoben werden, voraussichtlich
erheblich sind, soweit die diesem Recht entsprechende Be -
steuerung nicht dem Abkommen widerspricht. Der Informations -
austausch ist durch die Artikel 1 und 2 nicht eingeschränkt.
(2) Alle Informationen, die ein Vertragsstaat nach Absatz 1
erhalten hat, sind ebenso geheim zu halten wie die aufgrund
des innerstaatlichen Rechts dieses Staates beschafften Informa-

French

résident du premier État. De même, les dettes d’une entreprise
d’un État contractant envers un résident de l’autre État contrac-
tant sont déductibles, pour la détermination de la fortune impo-
sable de cette entreprise, dans les mêmes conditions que si elles
avaient été contractées envers un résident du premier État.
(5) Les entreprises d’un État contractant dont le capital est en
totalité ou en partie, directement ou indirectement, détenu ou
contrôlé par un ou plusieurs résidents de l’autre État contractant
ne sont soumises dans le premier État à aucune imposition ou
obligation y relative qui est autre ou plus lourde que celles aux-
quelles sont ou pourront être assujetties les autres entreprises
similaires du premier État.
(6) Les dispositions du présent article s’appliquent, nonobs-
tant les dispositions de l’article 2, aux impôts de toute nature ou
dénomination.
Article 25
Procédure amiable
(1) Lorsqu’une personne estime que les mesures prises par
un État contractant ou par les deux États contractants entraînent
ou entraîneront pour elle une imposition non conforme aux dis-
positions de la présente Convention, elle peut, indépendamment
des recours prévus par le droit interne de ces États, soumettre
son cas à l’autorité compétente de l’État contractant dont elle
est un résident ou, si son cas relève du paragraphe 1 de l’arti-
cle 24, à celle de l’État contractant dont elle possède la natio -
nalité. Le cas doit être soumis dans les trois ans qui suivent la
première notification de la mesure qui entraîne une imposition
non conforme aux dispositions de la Convention.
(2) L’autorité compétente s’efforce, si la réclamation lui paraît
fondée et si elle n’est pas elle-même en mesure d’y apporter une
solution satisfaisante, de résoudre le cas par voie d’accord
amiable avec l’autorité compétente de l’autre État contractant,
en vue d’éviter une imposition non conforme à la Convention.
L’accord est appliqué quels que soient les délais prévus par le
droit interne des États contractants.
(3) Les autorités compétentes des États contractants s’effor-
cent, par voie d’accord amiable, de résoudre les difficultés ou de
dissiper les doutes auxquels peuvent donner lieu l’interprétation
ou l’application de la Convention. Elles peuvent aussi se concer-
ter en vue d’éliminer la double imposition dans les cas non
prévus par la Convention.
(4) Les autorités compétentes des États contractants peuvent
communiquer directement entre elles, y compris au sein d’une
commission mixte composée de ces autorités ou de leurs repré-
sentants, en vue de parvenir à un accord comme il est indiqué
dans les dispositions précédentes du présent article.
Article 26
Échange de renseignements
(1) Les autorités compétentes des États contractants échan-
gent les renseignements vraisemblablement pertinents pour
appliquer les dispositions de la présente Convention ou pour
l’administration ou l’application de la législation interne relative
aux impôts de toute nature ou dénomination perçus pour le
compte d’un État contractant, de l’un de ses Länder ou de l’une
de ses subdivisions politiques ou de leurs collectivités locales
dans la mesure où l’imposition qu’elle prévoit n’est pas contraire
à la Convention. L’échange de renseignements n’est pas restreint
par les articles 1 et 2.
(2) Les renseignements reçus en vertu du paragraphe 1 par
un État contractant sont tenus secrets de la même manière
que les renseignements obtenus en application de la législation
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 727

German

tionen und dürfen nur den Personen oder Behörden (einschließ-
lich der Gerichte und Verwaltungsbehörden) zugänglich gemacht
werden, die mit der Festsetzung oder Erhebung, der Vollstre-
ckung oder Strafverfolgung oder mit der Entscheidung über
Rechtsmittel hinsichtlich der in Absatz 1 genannten Steuern oder
mit der Aufsicht darüber befasst sind. Diese Personen oder Be-
hörden dürfen die Informationen nur für diese Zwecke verwen-
den. Sie dürfen die Informationen in einem öffentlichen Gerichts-
verfahren oder in einer Gerichtsentscheidung offenlegen.
(3) Die Absätze 1 und 2 sind nicht so auszulegen, als ver-
pflichteten sie einen Vertragsstaat,
a) für die Erteilung von Informationen Verwaltungsmaßnahmen
durchzuführen, die von den Gesetzen oder der Verwaltungs-
praxis dieses oder des anderen Vertragsstaats abweichen;
b) Informationen zu erteilen, die nach den Gesetzen oder im
üblichen Verwaltungsverfahren dieses oder des anderen
Vertragsstaats nicht beschafft werden können;
c) Informationen zu erteilen, die ein Handels-, Industrie-, Ge-
werbe- oder Berufsgeheimnis oder ein Geschäftsverfahren
preisgeben würden oder deren Erteilung der öffentlichen Ord-
nung (ordre public) widerspräche. Die von einem Vertrags-
staat an den anderen Vertragsstaat übermittelten Informatio-
nen dürfen im anderen Vertragsstaat auch weiterhin nicht
verwendet werden, wenn die Verwendung dieser Daten ge-
gen die öffentliche Ordnung (ordre public) des übermittelnden
Staates verstößt. Zur öffentlichen Ordnung (ordre public) zählt
für die Bundesrepublik Deutschland insbesondere die Verhin-
derung der Verhängung und Vollstreckung der Todesstrafe.
Soweit Informationen in einem öffentlichen Gerichtsverfahren
oder in einer Gerichtsentscheidung offengelegt werden,
tragen die Vertragsstaaten Sorge dafür, dass diese Informa-
tionen nicht für ein Verfahren verwendet werden, in dem die
Verhängung und Vollstreckung der Todesstrafe drohen.
(4) Ersucht ein Vertragsstaat nach diesem Artikel um Informa-
tionen, so nutzt der andere Vertragsstaat die ihm zur Verfügung
stehenden Möglichkeiten zur Beschaffung der erbetenen Infor-
mationen, selbst wenn er diese Informationen für seine eigenen
steuerlichen Zwecke nicht benötigt. Die im vorhergehenden Satz
enthaltene Verpflichtung unterliegt den Beschränkungen nach
Absatz 3, aber diese Beschränkungen sind nicht so auszulegen,
als könne ein Vertragsstaat die Erteilung von Informationen nur
deshalb ablehnen, weil er kein innerstaatliches Interesse an
diesen Informationen hat.
(5) Absatz 3 ist nicht so auszulegen, als könne ein Vertrags-
staat die Erteilung von Informationen nur deshalb ablehnen, weil
sich die Informationen bei einer Bank, einem sonstigen Finanz-
institut, einem Bevollmächtigten, Vertreter oder Treuhänder be-
finden oder sich auf das Eigentum an einer Person beziehen.
Artikel 27
Amtshilfe bei der Steuererhebung
(1) Die Vertragsstaaten leisten sich gegenseitige Amtshilfe bei
der Erhebung von Steueransprüchen. Diese Amtshilfe wird durch
die Artikel 1 und 2 nicht eingeschränkt. Die zuständigen Behör-
den der Vertragsstaaten können durch Verständigung regeln, wie
dieser Artikel anzuwenden ist.
(2) Der Ausdruck „Steueranspruch“ im Sinne dieses Artikels
bedeutet einen Betrag, der aufgrund von Steuern jeder Art und
Bezeichnung, die für Rechnung eines Vertragsstaats, eines seiner
Länder oder einer ihrer Gebietskörperschaften erhoben werden,
geschuldet wird, soweit die Besteuerung diesem Abkommen
oder anderen völkerrechtlichen Übereinkünften, deren Vertrags-
parteien die Vertragsstaaten sind, nicht widerspricht, sowie mit
diesen Steuern zusammenhängende Zinsen, Geldbußen und
Kosten der Erhebung oder Sicherung.

French

interne de cet État et ne sont communiqués qu’aux personnes
ou autorités (y compris les tribunaux et organes administratifs)
concernées par l’établissement ou le recouvrement des impôts,
par les procédures ou poursuites concernant ces impôts, par les
décisions sur les recours relatifs aux impôts mentionnés au
paragraphe 1, ou par le contrôle de ce qui précède. Ces per-
sonnes ou autorités n’utilisent ces renseignements qu’à ces fins.
Elles peuvent révéler ces renseignements au cours d’audiences
publiques de tribunaux ou dans des jugements.
(3) Les dispositions des paragraphes 1 et 2 ne peuvent en
aucun cas être interprétées comme imposant à un État contrac-
tant l’obligation:
a) de prendre des mesures administratives dérogeant à sa
législation et à sa pratique administrative ou à celles de l’au-
tre État contractant afin de communiquer des informations;
b) de fournir des renseignements qui ne pourraient être obtenus
sur la base de sa législation ou dans le cadre de sa pratique
administrative normale ou de celle de l’autre État contractant;
c) de fournir des renseignements qui révèleraient un secret
commercial, industriel, professionnel ou un procédé commer-
cial ou des renseignements dont la communication serait
contraire à l’ordre public. Les renseignements fournis par un
État contractant à l’autre État contractant ne doivent pas non
plus être utilisés dans l’autre État contractant si l’utilisation
de ces données est contraire à l’ordre public de l’État qui les
a communiquées. Pour la République fédérale d’Allemagne,
le fait d’empêcher que la peine de mort ne soit prononcée et
exécutée fait notamment partie de l’ordre public. S’il est fait
état de renseignements au cours d’audiences publiques de
tribunaux ou dans des jugements, les États contractants veil-
lent à ce que ces renseignements ne soient pas utilisés au
cours d’audiences dans lesquelles la peine de mort risque
d’être prononcée et exécutée.
(4) Si des renseignements sont demandés par un État
contractant conformément au présent article, l’autre État
contractant utilise les pouvoirs dont il dispose pour obtenir les
renseignements demandés même s’il n’en a pas besoin à ses
propres fins fiscales. L’obligation qui figure dans la phrase pré-
cédente est soumise aux limitations prévues au paragraphe 3
mais en aucun cas ces limitations ne peuvent être interprétées
comme permettant à un État contractant de refuser de commu-
niquer des renseignements uniquement parce que ceux-ci ne
présentent pas d’intérêt pour lui dans le cadre national.
(5) En aucun cas les dispositions du paragraphe 3 ne peuvent
être interprétées comme permettant à un État contractant de
refuser de communiquer des renseignements uniquement parce
que ceux-ci sont détenus par une banque, un autre établisse-
ment financier, un mandataire ou une personne agissant en tant
qu’agent ou fiduciaire ou parce que ces renseignements se
rattachent au droit de propriété d’une personne.
Article 27
Assistance en matière de recouvrement des impôts
(1) Les États contractants se prêtent mutuellement assistance
pour le recouvrement de leurs créances fiscales. Cette assis-
tance n’est pas limitée par les articles  1 et  2. Les autorités
compétentes des États peuvent régler d’un commun accord les
modalités d’application du présent article.
(2) Le terme «créance fiscale» tel qu’il est utilisé dans le pré-
sent article désigne une somme due au titre d’impôts de toute
nature ou dénomination perçus pour le compte d’un État
contractant, de l’un de ses Länder ou de l’une de ses subdivi-
sions politiques ou de leurs collectivités locales, dans la mesure
où l’imposition correspondante n’est pas contraire à la présente
Convention ou à tout autre instrument auquel ces États contrac-
tants sont parties, ainsi que les intérêts, pénalités administratives
et coûts de recouvrement ou de conservation afférents à ces
impôts.
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Physical page 19 · printed 728

728 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

(3) Ist der Steueranspruch eines Vertragsstaats nach dem
Recht dieses Staates vollstreckbar und wird er von einer Person
geschuldet, die zu diesem Zeitpunkt nach dem Recht dieses
Staates die Erhebung nicht verhindern kann, wird dieser Steuer-
anspruch auf Ersuchen der zuständigen Behörde dieses Staates
für die Zwecke der Erhebung von der zuständigen Behörde des
anderen Vertragsstaats anerkannt. Der Steueranspruch wird vom
anderen Staat nach dessen Rechtsvorschriften über die Voll -
streckung und Erhebung seiner eigenen Steuern erhoben, als
handele es sich bei dem Steueranspruch um einen Steuer -
anspruch dieses anderen Staates.
(4) Handelt es sich bei dem Steueranspruch eines Vertrags-
staats um einen Anspruch, bei dem dieser Staat nach seinem
Recht Maßnahmen zur Sicherung der Erhebung einleiten kann,
wird dieser Steueranspruch auf Ersuchen der zuständigen Be-
hörde dieses Staates zum Zwecke der Einleitung von Siche-
rungsmaßnahmen von der zuständigen Behörde des anderen
Vertragsstaats anerkannt. Der andere Staat leitet nach seinen
Rechtsvorschriften Sicherungsmaßnahmen in Bezug auf diesen
Steueranspruch ein, als wäre der Steueranspruch ein Steueran-
spruch dieses anderen Staates, selbst wenn der Steueranspruch
im Zeitpunkt der Einleitung dieser Maßnahmen im erstgenannten
Staat nicht vollstreckbar ist oder von einer Person geschuldet
wird, die berechtigt ist, die Erhebung zu verhindern.
(5) Ungeachtet der Absätze 3 und 4 unterliegt ein von einem
Vertragsstaat für die Zwecke des Absatzes 3 oder 4 anerkannter
Steueranspruch als solcher in diesem Staat nicht den Verjäh-
rungsfristen oder den Vorschriften über die vorrangige Behand-
lung eines Steueranspruchs nach dem Recht dieses Staates.
Ferner hat ein Steueranspruch, der von einem Vertragsstaat für
die Zwecke des Absatzes 3 oder 4 anerkannt wurde, in diesem
Staat nicht den Vorrang, den dieser Steueranspruch nach dem
Recht des anderen Vertragsstaats hat.
(6) Verfahren im Zusammenhang mit dem Bestehen, der
Gültigkeit oder der Höhe des Steueranspruchs eines Vertrags-
staats können nicht bei den Gerichten oder Verwaltungsbehör-
den des anderen Vertragsstaats eingeleitet werden.
(7) Verliert der betreffende Steueranspruch, nachdem das
Ersuchen eines Vertragsstaats nach Absatz 3 oder 4 gestellt
wurde und bevor der andere Vertragsstaat den betreffenden
Steueranspruch erhoben und an den erstgenannten Staat aus-
gezahlt hat,
a) im Fall eines Ersuchens nach Absatz 3 seine Eigenschaft als
Steueranspruch des erstgenannten Staates, der nach dem
Recht dieses Staates vollstreckbar ist und von einer Person
geschuldet wird, die zu diesem Zeitpunkt nach dem Recht
dieses Staates die Erhebung nicht verhindern kann, oder
b) im Fall eines Ersuchens nach Absatz 4 seine Eigenschaft als
Steueranspruch des erstgenannten Staates, für den dieser
Staat nach seinem Recht Maßnahmen zur Sicherung der
Erhebung einleiten kann,
teilt die zuständige Behörde des erstgenannten Staates dies der
zuständigen Behörde des anderen Staates unverzüglich mit und
nach Wahl des anderen Staates setzt der erstgenannte Staat das
Ersuchen entweder aus oder nimmt es zurück.
(8) Dieser Artikel ist nicht so auszulegen, als verpflichte er
einen Vertragsstaat,
a) Verwaltungsmaßnahmen durchzuführen, die von den Ge -
setzen und der Verwaltungspraxis dieses oder des anderen
Vertragsstaats abweichen;
b) Maßnahmen durchzuführen, die der öffentlichen Ordnung
(ordre public) widersprächen;
c) Amtshilfe zu leisten, wenn der andere Vertragsstaat nicht alle
angemessenen Maßnahmen zur Erhebung oder Sicherung,
die nach seinen Gesetzen oder seiner Verwaltungspraxis
möglich sind, ausgeschöpft hat;

French

(3) Lorsqu’une créance fiscale d’un État contractant est
recouvrable en vertu des lois de cet État et est due par une per-
sonne qui, à cette date, ne peut, en vertu de ces lois, empêcher
son recouvrement, cette créance fiscale est, à la demande de
l’autorité compétente de cet État, acceptée en vue de son recou-
vrement par l’autorité compétente de l’autre État contractant.
Cette créance fiscale est recouvrée par cet autre État conformé-
ment aux dispositions de sa législation applicable en matière de
recouvrement de ses propres impôts comme si la créance en
question était une créance fiscale de cet autre État.
(4) Lorsqu’une créance fiscale d’un État contractant est une
créance à l’égard de laquelle cet État peut, en vertu de sa légis-
lation, prendre des mesures conservatoires pour assurer son
recouvrement, cette créance doit, à la demande de l’autorité
compétente de cet État, être acceptée aux fins de l’adoption de
mesures conservatoires par l’autorité compétente de l’autre État
contractant. Cet autre État doit prendre des mesures conserva-
toires à l’égard de cette créance fiscale conformément aux dis-
positions de sa législation comme s’il s’agissait d’une créance
fiscale de cet autre État même si, au moment où ces mesures
sont appliquées, la créance fiscale n’est pas recouvrable dans le
premier État ou est due par une personne qui a le droit d’empê-
cher son recouvrement.
(5) Nonobstant les dispositions des paragraphes 3 et 4, les
délais de prescription et la priorité applicables, en vertu de la
législation d’un État contractant, à une créance fiscale en raison
de sa nature en tant que telle ne s’appliquent pas à une créance
fiscale acceptée par cet État aux fins du paragraphe 3 ou 4. En
outre, une créance fiscale acceptée par un État contractant aux
fins du paragraphe 3 ou 4 ne peut se voir appliquer aucune prio-
rité dans cet État en vertu de la législation de l’autre État contrac-
tant.
(6) Les procédures concernant l’existence, la validité ou le
montant d’une créance fiscale d’un État contractant ne sont pas
soumises aux tribunaux ou organes administratifs de l’autre État
contractant.
(7) Lorsqu’à tout moment après qu’une demande a été formu-
lée par un État contractant en vertu du paragraphe  3 ou  4 et
avant que l’autre État ait recouvré et transmis le montant de la
créance fiscale en question au premier État, cette créance fiscale
cesse d’être:
a) dans le cas d’une demande présentée en vertu du para-
graphe 3, une créance fiscale du premier État qui est recou-
vrable en vertu des lois de cet État et est due par une per-
sonne qui, à ce moment, ne peut, en vertu des lois de cet
État, empêcher son recouvrement, ou
b) dans le cas d’une demande présentée en vertu du para-
graphe 4, une créance fiscale du premier État à l’égard de
laquelle cet État peut, en vertu de sa législation, prendre des
mesures conservatoires pour assurer son recouvrement,
l’autorité compétente du premier État notifie promptement ce fait
à l’autorité compétente de l’autre État et le premier État, au choix
de l’autre État, suspend ou retire sa demande.
(8) Les dispositions du présent article ne peuvent en aucun
cas être interprétées comme imposant à un État contractant
l’obligation:
a) de prendre des mesures administratives dérogeant à sa
législation et à sa pratique administrative ou à celles de
l’autre État contractant;
b) de prendre des mesures qui seraient contraires à l’ordre
public;
c) de prêter assistance si l’autre État contractant n’a pas pris
toutes les mesures raisonnables de recouvrement ou de
conservation, selon le cas, qui sont disponibles en vertu de
sa législation ou de sa pratique administrative;
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Physical page 20 · printed 729

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 729

German

d) Amtshilfe in Fällen zu leisten, in denen der Verwaltungs -
aufwand für diesen Staat in einem eindeutigen Missverhältnis
zu dem Nutzen steht, den der andere Vertragsstaat dadurch
erlangt.
Artikel 28
Mitglieder diplomatischer Missionen
und konsularischer Vertretungen
(1) Dieses Abkommen berührt nicht die steuerlichen Vorrech-
te, die den Mitgliedern diplomatischer Missionen und konsulari-
scher Vertretungen nach den allgemeinen Regeln des Völker-
rechts oder aufgrund besonderer völkerrechtlicher Übereinkünfte
zustehen.
(2) Soweit Einkünfte oder Vermögen aufgrund der nach den
allgemeinen Regeln des Völkerrechts oder aufgrund besonderer
völkerrechtlicher Übereinkünfte zustehenden Vorrechte im Emp-
fangsstaat nicht besteuert werden können, steht das Besteue-
rungsrecht dem Entsendestaat zu.
Artikel 29
Protokoll
Das angefügte Protokoll ist Bestandteil dieses Abkommens.
Artikel 30
Inkrafttreten
(1) Dieses Abkommen bedarf der Ratifikation; die Ratifika -
tionsurkunden werden so bald wie möglich in Berlin ausge-
tauscht.
(2) Dieses Abkommen tritt am Tag des Austausches der
Ratifikationsurkunden in Kraft und ist in beiden Vertragsstaaten
anzuwenden
a) bei den im Abzugsweg erhobenen Steuern auf die Beträge,
die am oder nach dem 1. Januar des Kalenderjahrs gezahlt
werden, das dem Jahr folgt, in dem das Abkommen in Kraft
getreten ist;
b) bei den übrigen Steuern auf die Steuern, die für Zeiträume
erhoben werden, die am oder nach dem 1. Januar des
Kalenderjahrs beginnen, das dem Jahr folgt, in dem das
Abkommen in Kraft getreten ist;
c) in Bezug auf den Informationsaustausch im Sinne des
Artikels 26 ab dem 1. Januar des Kalenderjahrs, das dem
Jahr folgt, in dem das Abkommen in Kraft getreten ist und
Anwendung findet;
d) in Bezug auf die Amtshilfe bei der Erhebung von Steuern
im Sinne des Artikels 27 am oder nach dem 1. Januar des
Kalenderjahrs, das dem Jahr folgt, in dem das Abkommen in
Kraft getreten ist und Anwendung findet.
(3) Das am 23. Dezember 1975 in Tunis unterzeichnete Ab-
kommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der
Tunesischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermö-
gen sowie das dazugehörende Schlussprotokoll vom selben Tag
treten mit Inkrafttreten dieses Abkommens außer Kraft; sie sind
ab dem Zeitpunkt, ab dem dieses Abkommen Anwendung findet,
nicht mehr anzuwenden.
Artikel 31
Kündigung
Dieses Abkommen bleibt auf unbestimmte Zeit in Kraft, jedoch
kann jeder der Vertragsstaaten bis zum 30. Juni eines jeden
Kalenderjahrs nach Ablauf von fünf Jahren, vom Tag des Inkraft-
tretens an gerechnet, das Abkommen gegenüber dem anderen
Vertragsstaat auf diplomatischem Weg schriftlich kündigen; in

French

d) de prêter assistance dans les cas où la charge administrative
qui en résulte pour cet État est nettement disproportionnée
par rapport aux avantages qui peuvent en être tirés par l’autre
État contractant.
Article 28
Membres des
missions diplomatiques et postes consulaires
(1) Les dispositions de la présente Convention ne portent pas
atteinte aux privilèges fiscaux dont bénéficient les membres des
missions diplomatiques et postes consulaires en vertu soit des
règles générales du droit international, soit des dispositions d’ac-
cords internationaux particuliers.
(2) Dans la mesure où, en raison de tels privilèges accordés
en vertu des règles générales du droit international ou aux termes
des dispositions d’accords internationaux particuliers, le revenu
ou la fortune ne sont pas imposables dans l’État accréditaire, le
droit d’imposition est réservé à l’État accréditant.
Article 29
Protocole
Le protocole joint en annexe fait partie intégrante de la pré-
sente Convention.
Article 30
Entrée en vigueur
(1) La présente Convention sera ratifiée et les instruments de
ratification seront échangés à Berlin aussitôt que possible.
(2) La Convention entrera en vigueur dès l’échange des ins-
truments de ratification et s’appliquera dans chacun des États
contractants,
a) en ce qui concerne les impôts perçus par voie de retenue à
la source, aux sommes mises en paiement le 1er janvier ou
après le 1er janvier de l’année civile qui suit l’année au cours
de laquelle la Convention est entrée en vigueur;
b) en ce qui concerne les autres impôts, à ceux perçus pour des
périodes débutant le 1er janvier ou après le 1er janvier de l’an-
née civile qui suit l’année au cours de laquelle la Convention
est entrée en vigueur;
c) en ce qui concerne l’échange de renseignements visé à l’ar-
ticle 26 le 1er janvier ou après le 1er janvier de l’année civile
qui suit l’année au cours de laquelle la Convention est entrée
en vigueur et trouvera à s’appliquer;
d) en ce qui concerne l’assistance en matière de recouvre-
ment des impôts visée à l’article 27 le 1er janvier ou après le
1er janvier de l’année civile qui suit l’année au cours de
laquelle la Convention est entrée en vigueur et trouvera à
s’appliquer.
(3) La convention entre la République fédérale d’Allemagne et
la République Tunisienne en vue d’éviter les doubles impositions
en matière d’impôts sur le revenu et sur la fortune signée à Tunis
le 23 décembre 1975 ainsi que le protocole final de même date
cesseront d’être en vigueur dès l’entrée en vigueur de la présente
Convention; ils ne seront plus applicables à partir des dates aux-
quelles la présente Convention trouvera à s’appliquer.
Article 31
Dénonciation
La présente Convention restera en vigueur pendant une durée
indéterminée; toutefois, chacun des États contractants pourra
la dénoncer à l’autre État contractant, par écrit et par la voie
diplomatique, jusqu’au 30 juin inclus de toute année civile après
expiration d’une période de cinq ans à compter de la date de son
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Physical page 21 · printed 730

730 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

diesem Fall ist das Abkommen nicht mehr anzuwenden
a) bei den im Abzugsweg erhobenen Steuern auf die Beträge,
die am oder nach dem 1. Januar des Kalenderjahrs gezahlt
werden, das auf das Kündigungsjahr folgt;
b) bei den übrigen Steuern auf die Steuern, die für Zeiträume ab
dem 1. Januar des Kalenderjahrs erhoben werden, das auf
das Kündigungsjahr folgt;
c) in Bezug auf den Informationsaustausch im Sinne des Arti-
kels 26 und auf die Amtshilfe bei der Erhebung von Steuern
im Sinne des Artikels 27 am oder nach dem 1. Januar des
Kalenderjahrs, das auf das Kündigungsjahr folgt.
Maßgebend für die Berechnung der Frist ist der Tag des Ein-
gangs der Kündigung bei dem anderen Vertragsstaat.
Geschehen zu Tunis am 8. Februar 2018 in zwei Urschriften,
jede in deutscher, arabischer und französischer Sprache, wobei
jeder Wortlaut verbindlich ist. Bei unterschiedlicher Auslegung
des deutschen und des arabischen Wortlauts ist der französische
Wortlaut maßgebend.

French

entrée en vigueur; dans ce cas, la Convention cessera de s’ap-
pliquer,
a) en ce qui concerne les impôts perçus par voie de retenue à
la source, aux sommes mises en paiement le 1er janvier ou
après le 1er janvier de l’année civile qui suit l’année de la
dénonciation;
b) en ce qui concerne les autres impôts, à ceux perçus pour des
périodes débutant le 1er janvier ou après le 1er janvier de l’an-
née civile qui suit l’année de la dénonciation;
c) en ce qui concerne l’échange de renseignements visé à
l’article 26 et l’assistance en matière de recouvrement des
impôts visée à l’article 27, le 1er janvier ou après le 1er janvier
de l’année civile qui suit l’année de la dénonciation.
La date à prendre en compte pour le calcul du délai sera la date
de réception de la dénonciation par l’autre État contractant.
Fait à Tunis, le 8 février 2018, en double exemplaire, en
langues allemande, arabe et française, les trois textes faisant foi.
En cas de divergence dans l’interprétation du texte allemand et
du texte arabe, le texte français prévaudra.
Für die Bundesrepublik Deutschland
Pour la République fédérale d’Allemagne
A . R e i n i c k e
Für die Tunesische Republik
Pour la République Tunisienne
M o h a m e d R i d h a C h a l g h o u m
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Physical page 22 · printed 731

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 731

German

Protokoll
zum Abkommen
zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Tunesischen Republik
zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen vom 8. Februar 2018
Anlässlich der Unterzeichnung des Abkommens zwischen der
Bundesrepublik Deutschland und der Tunesischen Republik zur
Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern
vom Einkommen und vom Vermögen haben die beiden Vertrags-
staaten die nachstehenden Bestimmungen vereinbart:
1. Zu Artikel 7:
a) Bei der Anwendung des Artikels  7 dieses Abkommens
werden bei der Ermittlung der Gewinne einer Betriebsstätte,
durch die ein Unternehmen des einen Vertragsstaats seine
Tätigkeit im anderen Vertragsstaat ausübt, Beträge im Zu-
sammenhang mit dem Verkauf von Gütern oder mit anderen
Geschäftstätigkeiten, die unmittelbar vom Stammhaus in
dem Vertragsstaat, in dem sich die Betriebsstätte befindet,
getätigt werden, nicht berücksichtigt.
Dies gilt auch, wenn das Stammhaus
aa) Güter oder Waren verkauft, die gleicher oder ähn licher
Art sind, wie die durch die Betriebsstätte verkauften
Güter oder Waren, oder
bb) andere Geschäftstätigkeiten erbringt, die gleicher oder
ähnlicher Art sind, wie die durch die Betriebsstätte
erbrachten anderen Geschäftstätigkeiten.
b) Hat ein Unternehmen eine Betriebsstätte im anderen Ver-
tragsstaat, so werden im Fall von Verträgen, insbesondere
über Entwürfe, Lieferungen, Einbau oder Bau von gewerb -
lichen, kaufmännischen oder wissenschaftlichen Ausrüstun-
gen oder Einrichtungen, oder von öffentlichen Aufträgen, die
Gewinne dieser Betriebsstätte nicht auf der Grundlage des
Gesamtvertragspreises, sondern nur auf der Grundlage des
Teils des Vertrags ermittelt, der mittelbar oder unmittelbar von
dieser Betriebsstätte durchgeführt wird. Gewinne aus der
Lieferung von Waren an die Betriebsstätte oder Gewinne im
Zusammenhang mit dem Teil des Vertrags, der in dem Ver-
tragsstaat durchgeführt wird, in dem der Sitz des Stamm -
hauses des Unternehmens liegt, können nur in diesem Staat
besteuert werden. Im Zusammenhang mit dieser Lieferung
oder mit diesem Teil des Vertrags getätigte Aufwendungen
können auf der Ebene der Betriebsstätte nicht in Abzug
gebracht werden.
c) Vergütungen für technische Dienstleistungen einschließlich
Entwürfe wissenschaftlicher, geologischer oder technischer
Art oder für Konstruktionsverträge einschließlich dazugehö-
riger Blaupausen oder für Beratungs- oder Überwachungs-
tätigkeit gelten als Vergütungen, auf die Artikel 7 des Abkom-

French

Protocole
relatif à la Convention
entre la République fédérale d’Allemagne
et la République Tunisienne
en vue d’éviter les doubles impositions
en matière d’impôts sur le revenu et sur la fortune du 8 février 2018
Au moment de procéder à la signature de la Convention entre
la République fédérale d’Allemagne et la République Tunisienne
en vue d’éviter les doubles impositions en matière d’impôts sur
le revenu et sur la fortune, les deux États contractants, sont
convenus des dispositions suivantes:
1. Ad article 7:
a) Pour l’application des dispositions de l’article 7 de la pré-
sente Convention, ne sont pas pris en considération, pour la
détermination des bénéfices d’un établissement stable par
l’intermédiaire duquel une entreprise d’un État contractant
exerce son activité dans l’autre État contractant, les montants
imputables aux ventes de biens ou autres activités commer-
ciales exercées directement par le siège dans l’État contrac-
tant où est situé l’établissement stable.
Cette disposition s’applique également lorsque le siège
aa) vend des biens ou des marchandises de même nature
que ceux qui sont vendus par l’établissement stable, ou
de nature analogue,
bb) exerce des activités commerciales de même nature que
celles qui sont exercées par l’établissement stable, ou
de nature analogue.
b) Dans le cas de contrats, s’agissant notamment de contrats
d’étude, de fourniture, d’installation ou de construction
d’équipements ou d’établissements industriels, commerciaux
ou scientifiques, ou d’ouvrages publics, lorsque l’entreprise
a un établissement stable dans l’autre État contractant, les
bénéfices de cet établissement stable ne sont pas détermi-
nés sur la base du montant total du contrat, mais seulement
sur la base de la part du contrat qui est directement ou indi-
rectement exécutée par cet établissement stable. Les béné-
fices tirés de la livraison de marchandises à l’établissement
stable et ceux afférents à la part du contrat qui est exécutée
dans l’État contractant où est situé le siège central de l’en-
treprise ne sont imposables que dans cet État. Aucune
charge relative à cette livraison ou à cette part du contrat
n’est déductible au niveau de l’établissement stable.
c) Les rémunérations payées pour des prestations de services
techniques, y compris pour la réalisation de projets à carac-
tère scientifique, géologique ou technique, pour des contrats
de construction, y compris la mise à la disposition des
«bleus» y afférents, ou pour des activités de conseil ou de
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Physical page 23 · printed 732

732 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

mens anzuwenden ist. Satz 1 gilt nicht für Dienstleistungen
im Sinne des Artikels 12 Absatz 3.
2. Zu den Artikeln 10 und 11:
Ungeachtet der Artikel 10 und 11 können Einkünfte eines stillen
Gesellschafters aus seiner Beteiligung als stiller Gesellschafter
oder Einkünfte aus partiarischen Darlehen oder Gewinnobliga-
tionen im Sinne des deutschen Rechts nach diesem Recht be-
steuert werden, wenn sie bei der Ermittlung der Gewinne des
Schuldners abzugsfähig sind.
3. Zur Quellenbesteuerung:
a) Werden in einem Vertragsstaat die Steuern von Dividenden,
Zinsen, Lizenzgebühren oder sonstigen von einer im anderen
Vertragsstaat ansässigen Person bezogenen Einkünfte im
Abzugsweg erhoben, so wird das Recht des erstgenann -
ten Staates zur Vornahme des Steuerabzugs zu dem nach
seinem innerstaatlichen Recht vorgesehenen Satz durch
dieses Abkommen nicht berührt. Die im Abzugsweg erhobe-
ne Steuer ist auf Antrag des Steuerpflichtigen zu erstatten,
wenn und soweit sie durch das Abkommen ermäßigt wird
oder entfällt.
b) Die Anträge auf Erstattung müssen vor dem Ende des vierten
auf das Kalenderjahr der Festsetzung der Abzugsteuer auf
die Dividenden, Zinsen, Lizenzgebühren oder anderen Ein-
künfte folgenden Jahres eingereicht werden.
c) Ungeachtet des Buchstabens  a wird jeder Vertragsstaat
Verfahren dafür schaffen, dass Zahlungen von Einkünften, die
nach diesem Abkommen im Quellenstaat keiner oder nur
einer ermäßigten Steuer unterliegen, ohne oder nur mit dem
Steuerabzug erfolgen können, der im jeweiligen Artikel vor-
gesehen ist.
d) Der Vertragsstaat, aus dem die Einkünfte stammen, kann eine
Bescheinigung der zuständigen Behörde über die Ansässig-
keit im anderen Vertragsstaat verlangen.
e) Die zuständigen Behörden können in gegenseitigem Einver-
nehmen die Durchführung dieses Artikels regeln und gege-
benenfalls andere Verfahren zur Durchführung der im Ab -
kommen vorgesehenen Steuerermäßigungen oder Steuer-
befreiungen festlegen.
4. Zu Artikel 23 Absatz 2 Buchstabe c:
Artikel 23 Absatz 2 Buchstabe c bezieht sich auf Tätigkeiten aus
1. der Land- und Forstwirtschaft,
2. der Herstellung, Bearbeitung, Verarbeitung oder Montage von
Sachen, der Erzeugung von Energie sowie dem Aufsuchen
und der Gewinnung von Bodenschätzen,
3. dem Betrieb von Kreditinstituten oder Versicherungsunter-
nehmen, die für ihre Geschäfte einen in kaufmän nischer
Weise eingerichteten Betrieb unterhalten, es sei denn, die
Geschäfte werden überwiegend mit in der Bundesrepublik
Deutschland unbeschränkt Steuerpflichtigen, die zu mehr als
der Hälfte an einer ausländischen Gesellschaft beteiligt sind,
oder solchen Steuerpflichtigen nahe stehenden Personen be-
trieben,
4. dem Handel, soweit nicht
a) ein in der Bundesrepublik Deutschland unbeschränkt
Steuerpflichtiger, der zu mehr als der Hälfte an einer aus-
ländischen Gesellschaft beteiligt ist, oder eine einem
solchen Steuerpflichtigen nahe stehende Person, die mit
ihren Einkünften hieraus in der Bundesrepublik Deutsch-
land steuerpflichtig ist, der ausländischen Gesellschaft
die Verfügungsmacht an den gehandelten Gütern oder
Waren verschafft, oder

French

surveillance sont considérées comme des rémunérations
auxquelles s’appliquent les dispositions de l’article  7 de
la  Convention. Ces dispositions ne s’appliquent pas aux
services visés au paragraphe 3 de l’article 12.
2. Ad articles 10 et 11:
Nonobstant les dispositions des articles 10 et 11, les revenus
qu’un «stiller Gesellschafter» tire de sa participation comme
tel ou les revenus provenant de «partiarische Darlehen» ou de
«Gewinnobligationen» au sens de la légisation allemande sont
imposables selon cette législation lorsqu’ils sont déductibles
pour la détermination des bénéfices du débiteur.
3. Concernant la retenue à la source:
a) Lorsque dans un État contractant les dividendes, les intérêts,
les redevances ou tout autre revenu perçus par un résident
de l’autre État contractant sont imposés par voie de retenue
à la source, les dispositions de la présente Convention n’af-
fectent pas le droit, pour le premier État, d’appliquer la rete-
nue au taux prévu par sa législation interne. Cette retenue
doit être remboursée, à la demande de l’intéressé, si et dans
la mesure où elle est réduite ou supprimée par la Convention.
b) Les demandes de remboursement doivent être présentées
avant la fin de la quatrième année civile suivant celle de l’éta-
blissement de l’impôt à la source sur les dividendes, intérêts,
redevances ou autres revenus.
c) Nonobstant les dispositions de l’alinéa a), chacun des États
contractants prendra des dispositions pour que les verse-
ments de revenus qui, en vertu de la présente Convention,
ne sont assujettis dans l’État de la source à aucun impôt ou
y sont assujettis uniquement à un impôt réduit puissent être
effectués sans retenue à la source ou uniquement avec la
retenue à la source prévue dans l’article concerné.
d) L’État contractant d’où proviennent les revenus peut exiger
une attestation de l’autorité compétente de l’autre État
contractant certifiant la résidence dans cet autre État.
e) Les autorités compétentes peuvent, d’un commun accord,
préciser les modalités d’application du présent article et
prendre, le cas échéant, d’autres dispositions pour la mise
en œuvre des réductions ou exonérations d’impôt prévues
par la Convention.
4. Ad article 23, paragraphe 2, alinéa c):
Le paragraphe 2, alinéa c), de l’article 23 s’applique aux activi-
tés
1. de l’agriculture et de la sylviculture,
2. de la fabrication, de l’ouvraison, de la transformation ou du
montage de biens et d’objets, de la production d’énergie
ainsi que de la prospection et de l’extraction de ressources
du sous-sol,
3. de l’exploitation d’établissements de crédit ou de sociétés
d’assurances entretenant pour les besoins de leurs opéra-
tions une structure dotée d’équipements commerciaux, à
moins que ces opérations ne soient réalisées principalement
avec des personnes assujetties à l’obligation fiscale illimitée
en République fédérale d’Allemagne qui détiennent une
participation de plus de la moitié dans une société étrangère
ou avec des personnes associées auxdits assujettis,
4. du commerce pour autant
a) qu’une personne assujettie à l’obligation fiscale illimitée
en République fédérale d’Allemagne qui détient une par-
ticipation de plus de la moitié dans une société étrangère
ou une personne associée audit assujetti qui est imposa-
ble en République fédérale d’Allemagne à raison des
revenus tirés du commerce ne confère pas à la société
étrangère le droit de disposer des biens ou des marchan-
dises qui font l’objet du commerce ou
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Physical page 24 · printed 733

Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 733

German

b) eine ausländische Gesellschaft einem solchen Steuer-
pflichtigen oder einer solchen nahe stehenden Person die
Verfügungsmacht an den Gütern oder Waren verschafft,
es sei denn, der Steuerpflichtige weist nach, dass die aus-
ländische Gesellschaft einen für derartige Handelsgeschäfte
in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb
unter Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr
unterhält und die zur Vorbereitung, dem Abschluss und der
Ausführung der Handelsgeschäfte gehörenden Tätigkeiten
ohne Mitwirkung eines solchen Steuerpflichtigen oder einer
solchen nahe stehenden Person ausübt,
5. Dienstleistungen, soweit nicht
a) eine ausländische Gesellschaft für die Dienstleistung sich
eines in der Bundesrepublik Deutschland unbeschränkt
Steuerpflichtigen, der zu mehr als der Hälfte an ihr betei-
ligt ist, oder einer einem solchen Steuerpflichtigen nahe
stehenden Person bedient, die mit ihren Einkünften aus
der von ihr beigetragenen Leistung in der Bundesrepublik
Deutschland steuerpflichtig ist,
oder
b) eine ausländische Gesellschaft die Dienstleistung einem
solchen Steuerpflichtigen oder einer solchen nahe ste-
henden Person erbringt, es sei denn, der Steuerpflichtige
weist nach, dass die ausländische Gesellschaft einen für
das Bewirken derartiger Dienstleistungen eingerichteten
Geschäftsbetrieb unter Teilnahme am allgemeinen wirt-
schaftlichen Verkehr unterhält und die zu der Dienst -
leistung gehörenden Tätigkeiten ohne Mitwirkung eines
solchen Steuerpflichtigen oder einer solchen nahe ste-
henden Person ausübt,
6. der Vermietung und Verpachtung, ausgenommen
a) die Überlassung der Nutzung von Rechten, Plänen,
Mustern, Verfahren, Erfahrungen und Kenntnissen, es sei
denn, der Steuerpflichtige weist nach, dass die ausländi-
sche Gesellschaft die Ergebnisse eigener Forschungs-
oder Entwicklungsarbeit auswertet, die ohne Mitwirkung
eines in Deutschland Steuerpflichtigen, der zu mehr als
der Hälfte an der Gesellschaft beteiligt ist, oder einer
einem solchen Steuerpflichtigen nahe stehenden Person
unternommen worden ist,
b) die Vermietung oder Verpachtung von Grundstücken, es
sei denn, der Steuerpflichtige weist nach, dass die Ein-
künfte daraus nach diesem Abkommen steuerbefreit
wären, wenn sie von den in der Bundesrepublik Deutsch-
land unbeschränkt Steuerpflichtigen, die zu mehr als der
Hälfte an der ausländischen Gesellschaft beteiligt sind,
unmittelbar bezogen worden wären, und
c) die Vermietung oder Verpachtung von beweglichen Sa-
chen, es sei denn, der Steuerpflichtige weist nach, dass
eine ausländische Gesellschaft einen Geschäftsbetrieb
gewerbsmäßiger Vermietung oder Verpachtung unter Teil-
nahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr unterhält
und alle zu einer solchen gewerbsmäßigen Vermietung
oder Verpachtung gehörenden Tätigkeiten ohne Mitwir-
kung eines in der Bundesrepublik Deutschland unbe-
schränkt Steuerpflichtigen, der zu mehr als der Hälfte an
ihr beteiligt ist, oder einer einem solchen Steuerpflichtigen
nahe stehenden Person ausübt.
5. Zu Artikel 26:
Soweit nach Artikel  26 personenbezogene Daten übermittelt
werden, gelten ergänzend die nachfolgenden Bestimmungen:
a) Die Verwendung der Daten durch die empfangende Stelle ist
in Übereinstimmung mit Artikel 26 Absatz 2 nur zu dem von
der übermittelnden Stelle angegebenen Zweck und nur zu
den durch die übermittelnde Stelle vorgeschriebenen Bedin-
gungen zulässig.

French

b) qu’une société étrangère ne confère pas à un tel assujetti
ou à une telle personne associée le droit de disposer des
biens ou des marchandises,
à moins que l’assujetti ne prouve que la société étrangère
entretient pour les besoins de telles transactions
commerciales une structure dotée d’équipements
commerciaux en participant aux échanges économiques
généraux et qu’elle exerce les activités afférentes à la
préparation, à la conclusion et à l’exécution des transactions
commerciales sans le concours d’un tel assujetti ou d’une
telle personne associée,
5. de prestations de services pour autant
a) qu’une société étrangère n’a pas recours pour leur réali-
sation aux services d’une personne assujettie à l’obliga-
tion fiscale illimitée en République fédérale d’Allemagne
qui détient une participation de plus de la moitié dans
ladite société ou d’une personne associée audit assujetti
qui est imposable en République fédérale d’Allemagne à
raison des revenus tirés de la réalisation de la prestation
de services ou
b) qu’une société étrangère ne fournit pas la prestation de
services à un tel assujetti ou à une telle personne asso-
ciée, à moins que l’assujetti ne prouve que la société
étrangère entretient pour la réalisation des prestations de
services une structure équipée à cet effet en participant
aux échanges économiques généraux et qu’elle exerce
les activités afférentes à la prestation de services sans le
concours d’un tel assujetti ou d’une telle personne asso-
ciée,
6. de la location à l’exception
a) de la concession de l’usage de droits, plans, modèles, pro-
cédés, expériences et connaissances, à moins que l’assujetti
ne prouve que la société étrangère exploite les résultats de
ses propres travaux de recherche ou de développement,
réalisés sans le concours d’une personne assujettie à l’obli-
gation fiscale en République fédérale d’Allemagne qui détient
une participation de plus de la moitié dans ladite société ou
d’une personne associée audit assujetti,
b) de la location de biens immobiliers à moins que l’assujetti ne
prouve que les revenus provenant de cette location auraient
été exonérés de l’impôt en application de la présente
Convention s’ils avaient été perçus directement par les per-
sonnes assujetties à l’obligation fiscale illimitée en Répu-
blique fédérale d’Allemagne qui détiennent une participation
de plus de la moitié dans la société étrangère,
c) de la location de biens mobiliers à moins que l’assujetti ne
prouve qu’une société étrangère entretient une structure de
location professionnelle en participant aux échanges écono-
miques généraux et exerce toutes les activités afférentes à
cette location professionnelle sans le concours d’une per-
sonne assujettie à l’obligation fiscale illimitée en République
fédérale d’Allemagne qui détient une participation de plus de
la moitié dans ladite société ou d’une personne associée
audit assujetti.
5. Ad article 26:
Si, en application des dispositions de l’article 26, des données
à caractère personnel sont communiquées, il y a lieu d’appliquer
les dispositions complémentaires suivantes:
a) Le service destinataire des données ne peut les utiliser,
conformément aux dispositions du paragraphe 2 de l’arti-
cle 26, qu’aux fins indiquées et que dans les conditions pres-
crites par le service qui les a communiquées.
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734 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018

German

b) Ungeachtet des Artikels 26 Absatz 2 können die Daten zu
anderen Zwecken verwendet werden, wenn sie nach dem
Recht beider Staaten für diese anderen Zwecke verwendet
werden können und die zuständige Behörde des übermitteln-
den Staates dieser Verwendung zugestimmt hat. Ohne vor-
herige Zustimmung der zuständigen Behörde des übermit-
telnden Staates ist eine Verwendung für andere Zwecke nur
zulässig, wenn sie zur Abwehr einer im Einzelfall bestehenden
dringenden Gefahr für das Leben, die körperliche Unversehrt-
heit oder die persönliche Freiheit einer Person oder für
bedeutende Vermögenswerte erforderlich ist und Gefahr im
Verzug besteht. In diesem Fall ist die zuständige Behörde
des übermittelnden Staates unverzüglich um nachträgliche
Genehmigung der Zweckänderung zu ersuchen. Wird die
Genehmigung verweigert, ist die weitere Verwendung der
Informationen für den anderen Zweck unzulässig; ein durch
die zweckändernde Verwendung der Informationen entstan-
dener Schaden ist zu ersetzen.
c) Die übermittelnde Stelle ist verpflichtet, auf die Richtigkeit der
zu übermittelnden Daten und ihre voraussichtliche Erheblich-
keit im Sinne des Artikels 26 Absatz 1 Satz 1 und die Verhält-
nismäßigkeit in Bezug auf den mit der Übermittlung verfolg-
ten Zweck zu achten. Voraussichtlich erheblich sind die
Daten, wenn im konkreten Fall die ernstliche Möglichkeit be-
steht, dass der andere Vertragsstaat ein Besteuerungsrecht
hat und keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Daten
der zuständigen Behörde des anderen Vertragsstaats bereits
bekannt sind oder dass die zuständige Behörde des anderen
Vertragsstaats ohne die Auskunft von dem Gegenstand des
Besteuerungsrechts Kenntnis erlangt. Erweist sich, dass un-
richtige Daten oder Daten, die nicht übermittelt werden durf-
ten, übermittelt worden sind, so ist dies der empfangenden
Stelle unverzüglich mitzuteilen. Diese ist verpflichtet, die Be-
richtigung oder Löschung solcher Daten unverzüglich vor -
zunehmen. Sind Daten ohne Ersuchen übermittelt worden,
hat die empfangende Stelle unverzüglich zu prüfen, ob die
Daten für den Zweck erforderlich sind, für den sie übermittelt
worden sind; nicht benötigte Daten hat sie unverzüglich zu
löschen.
d) Die empfangende Stelle unterrichtet die übermittelnde Stelle
auf Ersuchen im Einzelfall zum Zweck der Auskunftserteilung
an den Betroffenen über die Verwendung der Daten und die
dadurch erzielten Ergebnisse.
e) Die empfangende Stelle hat den Betroffenen über die Daten-
erhebung bei der übermittelnden Stelle zu informieren; es sei
denn, dass die Daten ohne Ersuchen übermittelt wurden. Die
Information kann unterbleiben, soweit und solange eine
Abwägung ergibt, dass das öffentliche Interesse an dem
Unterbleiben der Information gegenüber dem Informations-
interesse des Betroffenen überwiegt.
f) Dem Betroffenen ist auf Antrag über die zu seiner Person
übermittelten Daten sowie über den vorgesehenen Verwen-
dungszweck Auskunft zu erteilen. Buchstabe e Satz 2 gilt
entsprechend.
g) Wird jemand im Zusammenhang mit Übermittlungen im Rah-
men des Datenaustauschs nach diesem Abkommen rechts-
widrig geschädigt, haftet ihm hierfür die empfangende Stelle
nach Maßgabe ihres innerstaatlichen Rechts. Sie kann sich
im Verhältnis zum Geschädigten zu ihrer Entlastung nicht
darauf berufen, dass der Schaden durch den übermittelnden
Staat verursacht worden ist.
h) Die übermittelnde und die empfangende Stelle sind verpflich-
tet, die Übermittlung und den Empfang von personenbezo-
genen Daten aktenkundig zu machen.
i) Soweit das für die übermittelnde Stelle geltende innerstaat -
liche Recht in Bezug auf die übermittelten personenbezoge-
nen Daten besondere Löschungsvorschriften vorsieht, weist
diese Stelle die empfangende Stelle darauf hin. In jedem Fall

French

b) Nonobstant les dispositions du paragraphe 2 de l’article 26,
les renseignements peuvent être utilisés à d’autres fins si, se-
lon le droit des deux États, ils peuvent être utilisés à ces au-
tres fins et si l’autorité compétente de l’État qui les a com-
muniqués a donné son accord à cette utilisation. Sans
l’accord préalable de l’autorité compétente de l’État qui a
communiqué les renseignements, une utilisation à d’autres
fins n’est autorisée que si elle est nécessaire, dans le cas
concerné, à la prévention d’un danger imminent menaçant
soit la vie, l’intégrité physique ou la liberté personnelle d’une
personne, soit des biens de valeur et qu’il y a péril en la
demeure. Dans ce cas, l’autorisation à posteriori de la modi-
fication des fins doit être sollicitée sans délai auprès de l’au-
torité compétente de l’État qui a communiqué les renseigne-
ments. En cas de refus de l’autorisation, les renseignements
ne peuvent plus être utilisés à ces autres fins ; tout préjudice
causé par l’utilisation des renseignements aux fins non pré-
vues doit être réparé.
c) Le service qui communique les données est tenu de veiller à
leur exactitude et de s’assurer de la vraisemblance de leur
pertinence, au sens des dispositions de la première phrase
du paragraphe 1 de l’article 26, et de l’adéquation de cette
communication par rapport à l’objectif poursuivi. Les don-
nées sont vraisemblablement pertinentes lorsque, dans le
cas concerné, il est très possible que l’autre État contractant
détienne un droit d’imposition et qu’aucun élément ne per-
met de penser que l’autorité compétente de l’autre État
contractant ait déjà connaissance des données ou que l’au-
torité compétente de l’autre État contractant, sans les rensei-
gnements, prenne connaissance de l’objet auquel s’applique
le droit d’imposition. S’il apparaît que des données inexactes
ou des données qui n’auraient pas dû être communiquées
l’ont été, le service destinataire doit en être immédiatement
avisé. Celui-ci est tenu de procéder sans délai à la rectifica-
tion ou à la radiation des données concernées. Lorsque des
données ont été communiquées sans avoir été sollicitées,
le service destinataire est tenu d’examiner sans délai si elles
sont nécessaires aux fins pour lesquelles elles ont été com-
muniquées; il est tenu de radier sans délai les données non
requises.
d) Le service destinataire des données informe sur demande
dans le cas concerné le service qui les a communiquées, afin
de renseigner la personne concernée, de l’utilisation qu’il a
faite des données et des résultats obtenus.
e) Le service destinataire des données est tenu d’informer la
personne concernée de la saisie des données, sauf si elles
ont été communiquées sans avoir été sollicitées. Cette infor-
mation peut, le cas échéant, ne pas être fournie s’il apparaît
que l’intérêt public qu’il y a à ne pas la communiquer prime
l’intérêt individuel de la personne concernée à l’obtenir.
f) La personne concernée par des données doit, sur demande,
être renseignée sur les données communiquées à son sujet
et sur l’usage qu’il est prévu d’en faire. Les dispositions de
la deuxième phrase de l’alinéa e) s’appliquent par analogie.
g) Si, en lien avec des communications effectuées dans le cadre
des échanges de renseignements prévus par la présente
Convention, une personne subit un préjudice indu, la respon-
sabilité en est assumée par le service destinataire dans les
conditions prévues par la législation nationale. Ce service
ne peut faire valoir à sa décharge, à l’égard de la personne
lésée, que le préjudice a été causé par l’État qui a communi-
qué les données.
h) Le service qui communique les données et le service desti-
nataire sont tenus d’enregistrer dans leurs dossiers la com-
munication et la réception de ces données.
i) Si la législation nationale à laquelle doit se conformer le
service qui communique les données prévoit des prescrip-
tions particulières pour la radiation des données à caractère
personnel communiquées, ce service le signale au service
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 2018 Teil II Nr. 25, ausgegeben zu Bonn am 28. Dezember 2018 735

German

sind die übermittelten personenbezogenen Daten zu löschen,
sobald sie für den Zweck, für den sie übermittelt worden sind,
nicht mehr erforderlich sind.
j) Die übermittelnde und die empfangende Stelle sind verpflich-
tet, die übermittelten personenbezogenen Daten wirksam ge-
gen unbefugten Zugang, unbefugte Veränderung und unbe-
fugte Bekanntgabe zu schützen.

French

destinataire. Dans tous les cas, les données à caractère per-
sonnel communiquées doivent être radiées dès qu’elles ne
sont plus nécessaires aux fins pour lesquelles elles ont été
communiquées.
j) Le service qui communique les données et le service desti-
nataire sont tenus de protéger efficacement les données à
caractère personnel communiquées contre tout accès, toute
modification et toute transmission non autorisés.
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